Welche Verhütung - Ich weiß nicht mehr weiter?

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12 Antworten

Tja, sieht so aus als gäbe es das eierlegende Wollmilchverhütungsmittel nicht.

Nach deinen Ausführungen bleiben eigentlich nur 2,5 Möglichkeiten:

* Kondom/ Femidom/ Diaphragma und bei Panne Pille danach - im Idealfall heißt das, dass du nie Hormone nehmen musst; wenn doch, dann immerhin nicht regelmäßig

* Spermizide (Vaginalzäpfchen, -schäume etc.)

(* Den Mann sterilisieren lassen, vorher Samen einlagern lassen, falls doch mal ein Kinderwunsch besteht)

Auf der anderen Seite muss man mal sagen, dass die Pille nun auch nicht so schlimm ist (und die Minipille nicht viel besser), wenn nicht Thrombosen in der Familiengeschichte eher häufig sind und auch ansonsten kein Gendefekt mit erhöhter Blutgerinnungsneigung vorliegt. Die Pille senkt für manche Krebsarten auch das Risiko, ebenso senkt sie das Osteoporoserisiko (man muss ja nicht immer nur die negativen Seiten sehen).

Auch die anderen Risiken, die du für andere Verhütungsmethoden aufzählst, sind relativ gering - und Sex an sich ist nun auch keine unegfährliche Sache. Man kann sich dabei Chlamydien, Gonorrhoe, HIV, Hepatitis, HPV (geringeres Risiko, wenn du dich impfen lässt, aber irgendwie erscheint mir das nach deinen obigen Ausführungen unwahrscheinlich), Blasenentzündungen und vieles mehr einfangen. HPV kann dann später zu Gebärmutterhalskrebs führen. Nicht zuletzt kann man sich eine Schwangerschaft einfangen, mit allen auch unangenehmen Folgen: Bluthochdruck, Übelkeit, Stimmungsschwankungen, bleibende Gewichtszunahme, (Prä)eklampsie, Schwangerschaftsdiabetes, Dammriss, Komplikationen bei Kaiserschnitt, Tod, Unfruchtbarkeit etc.

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Sehr schwierig... Ich würde dir trotz deines unregelmäßigen Lebensstils dazu Raten die Temeraturmessung zu machen. Dazu musst du direkt nach dem wach werden Fieber messen, darfst nicht mal aufstehen, damit der Wert nicht verfälscht. Das musst du dann in eine Tabelle eintragen und nach ein paar Wochen siehst du, wie dein Zyklus verläuft. Dazu gibt es hilfreiche Bücher, in denen auch so eine vorgegebene Tabelle enthalten ist.

Zudem solltest du Kondome benutzen,  sicher ist sicher. Und im äußersten Notfall kannst du auf die Pille danach zurück greifen, solange du im Zeitlimit bleibst.

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Kommentar von Eisblume114
02.07.2016, 00:56

Ich hätte auch gesagt, dass ich es zumindest mal so versuchen könnte. Man soll das ja sowieso über ein paar Monate machen um da auch selber reinzufinden und zu lernen seinen Körper richtig zu deuten. Aber da macht mein Freund nicht mit, weil ihm das viel zu unsicher erscheint, weil er auch weiß, dass bei mir nicht alles "richtig" läuft.

Danke für deine Antwort :)

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Dass du nicht mit Hormonen verhüten möchtest, kann ich absolut verstehen. Lass dir da auch nicht reinreden. Man muss schon selbst davon überzeugt sein und das bist du (durchaus zurecht) nicht.

Was die anderen angesprochenen nicht-hormonellen Verhütungsmethoden angeht, da scheinst du einige falsche Informationen zu haben.

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Dass die Kupferkette bzw. eine Kupferspirale Tumore in der Gebärmutter auslöst, ist mir jedenfalls noch nicht untergekommen. Wo hast du das denn her?

Die Infektionsgefahr ist nur dann ein relevantes Thema, wenn du gerade eine Chlamydien-Infektion hast (und das wird in der Regel vorab getestet) oder du häufig wechselnde Sexualpartner hast und dabei nicht auf Kondome zurückgreifst.

In einer festen Partnerschaft ist die Infektionsgefahr nicht deutlich höher als ohne Spirale/Kette. Die verwendeten Materialien sind heute weniger "bakterienfreundlich". Aufsteigende Infektionen kommen kaum noch vor (außer eben bei besagten Fällen).

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Der "natürliche Weg" ist durchaus eine Möglichkeit, ohne jeglichen Eingriff sicher zu verhüten.

Es gibt unterschiedliche Methoden und die meisten sind weniger sicher. Es gibt aber eine Methode, die nachweislich so zuverlässig ist wie hormonelle Verhütung: Die sympto-thermale Methode "Sensiplan".

Und weißt du was? Man braucht dafür weder einen regelmäßigen Zyklus noch einen regelmäßigen Lebensstil. 

Du musst dich nur immer strikt an die Regeln halten. Die zu erlernen ist auch nicht schwer, es gibt ein Buch, in dem diese leicht verständlich beschrieben werden und es gibt auch NFP-Berater, die einem beim Erlernen helfen können, falls man sich das "Selbststudium" nicht zutraut.

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Und zum Schluss noch: Kondome sind vollwertige und sehr zuverlässige Verhütungsmittel. Sie brauchen sich vor der Pille nicht zu verstecken, auch wenn leider oft etwas anderes behauptet wird.

Die Stiftung Warentest hat in zwei großen Untersuchungen festgestellt, dass Kondome sehr hochwertig sind und nur sehr sehr wenige fehlerhaft sind und daher trotz korrekter Verwendung versagen könnten. 

Aus den Testergebnissen kann man eine theoretische Versagerquote von 0,007 bis 0,01 % ableiten.

Die richtige Anwendung ist nicht schwer und lässt sich leicht üben. Außerdem sollte man auf die richtige Größe achten, das erhöht die Sicherheit zusätzlich. 

Ein schlecht sitzendes Kondom kann reißen oder abrutschen, was man mit einem gut sitzenden Kondom vermeiden kann.

LG

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Was übrig bleibt, wenn du Kupferkette/-spirale nicht willst und mit einer Symptothermalen Methode nicht klar kommst, weil es zu kompliziert ist...

Dann bleiben noch Kondome. Die sind sehr sicher, wenn man sie ordentlich andwendet. Mir sind innerhalb von 7 Jahren, in denen ich nicht anders verhütet habe (außer ich war Schwanger weil ich bewusst nicht verhütet habe) nur 5 Kondome gerissen (bei durchschnittlich jeden Tag Sex) und das immer aus dem selben Grund: nicht feucht genug. Dagegen hilft Gleitgel.

Oder Hormonspirale (die hat keinen Einfluss auf den Eisprung, wie die z.B. die Pille und ist daher deutlich weniger belastend für den Körper...sie funktioniert anders und effektiv).

Vaginalring. Weniger Hormone als die Pille und kein Problem bei Laktoseintoleranz. Genauso auch Verhütungspflaster, Spritze oder Implantat (Implantat würd ich aber nicht empfehlen, wenn man noch keine Kinder hat...ich hab geschichten gehört, wie das bei Kinderwunsch dann nur Probleme machte...das ist es nicht wert, meiner Meinung nach...da gibts besseres).

Oder: kein Sex bis Kinderwunsch besteht. Sicherer gehts nicht. Jedenfalls wenn du bei jeder verfügbaren Methode irgendeinen Grund findest, wieso du das nicht kannst oder willst.

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Da du alles aufgezählt hast und für alles ein Contra gleich dazu bleibt nur noch Temparatur messen. Geh doch mal in die Apotheke. Das kommt auch in der Wernung. Grün du darfst rot du darfst nicht. Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass das Spass macht. Genau wie beim Temperaturmessen. Wo bleibt da das spontane? Von der Spirale der Faden ist so kurz da muß es nicht zu bakteriellen Entzündungen kommen. Millionen Frauen tragen die ohne Probleme. Und man muß auch nicht Krebs bekommen.

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Wie wäre es mit den Caya Diaphragma? Das ist Hormonfrei und schützt zuverlässig. Geh einfach mal auf deren Seite und schau es dir an. Hat mir meine Frauenärztin empfohlen, da ich ebenfalls eine Hormonfreie Verhütung möchte.

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Wenn du dich mit der Mini-Pille anfreuden kannst, kannst du ja mal über das Implanon (Hormonstäbchen) nachdenken. Den Wirkstoff gibt es auch als Mini-Pille (bekommst du dann eh erst mal, um deine Verträglichkeit zu testen), und wird dann dauerhaft in geringer Dosis ausgeschüttet. Das ist sehr sicher und auch schonender für deinen Körper, als jede Pille.

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Kommentar von Eisblume114
02.07.2016, 00:59

Das Hormonstäbchen hat leider ähnliche Nebenwirkungen wie die Pille. Erhöhte Thrombosegefahr, sexuelle Unlust, Blutungsstörungen,
Verschlechterung des hautbildes, Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme.

Ich will meine Lust nicht verlieren und zunehmen schon gar nicht, weil ich immer noch auf dem Weg bin, meine Essstörung in den Griff zu bekommen. Würde ich zunehmen aufgrund des Stäbchens oder sonstiges...ich hätte Angst wieder in die Essstörung richtig reinzurutschen.

Danke für deine Antwort :)

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Kondome sind dann unsicher wenn du sie falsch benutzt, ich würde die Mini-Pille mit einem Kondom nehmen! Es gibt ja nicht mehr viel Möglichkeiten außer das Diaphragma aber ich halt davon nichts. Frag mal deinen Frauenarzt

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Es gibt ein Hormonstäbchen wird in den Arm eingepflanzt und ist nicht so schädlich wie die Pilme weil dort keine Östrogene enthalten sind. Ist auch ein ziemlich sicheres Verhütungsmittel.

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Kommentar von Eisblume114
02.07.2016, 01:01

Sei mir nicht böse, ich kopier einfach mal das, was ich auf einen ähnliche Antwort geschrieben habe :)

Das Hormonstäbchen hat leider ähnliche Nebenwirkungen wie die
Pille. Erhöhte Thrombosegefahr, sexuelle Unlust, Blutungsstörungen,
Verschlechterung des hautbildes, Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme.

Ich will meine Lust nicht verlieren und zunehmen schon gar nicht,
weil ich immer noch auf dem Weg bin, meine Essstörung in den Griff zu
bekommen. Würde ich zunehmen aufgrund des Stäbchens oder sonstiges...ich
hätte Angst wieder in die Essstörung richtig reinzurutschen.

Danke für deine Antwort :)

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Kommentar von catlady1705
02.07.2016, 09:47

Also ehrlich gesagt musst du das einfach ausprobieren. Durch die Pille ist meine Haut vieel besser geworden, meine Tage sind kurz und schwach ist auch ein Vorteil, ich habe immernoch Lust wie vorher und an Gewicht habe ich nichts zugenommen. Wäre ich du würde ich einfach mit deinem Frauenarzt reden und die Pille so für zwei Monate einfach ausprobieren.

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Ich bin die erste, die nein schreit, wenn es um Hormone geht.

Du könntest es dennoch versuchen, vielleicht verträgst du sie besser, als ich z.B.

Wenn du das mit dem Klo schreibst: es gibt die Hormone auch in Form eines Pflasters, es heißt Evra, glaub ich.

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Es gäbe noch das Diaphragma.

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Ein Kondom ist die beste und einfachste Lösung.

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