Welche Vergrößerung ist sinnvoll für die Mondbeobachtung?

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3 Antworten

Der Mond ist ein dankbares Beobachtungsobjekt, kann man ihm doch schon mit einem Opernglas zu Leibe rücken. Im Fernglas macht er auch eine sehr gute Figur. Die Landschaft des Mondes beschert seinem Beobachter immer wieder wunderschöne neue Eindrücke. Da gilt es dann, einmal etwas genauer und ausdauernder zu schauen. Je nach Mondphase und Mondlage sehen wir ein phantastisches Spiel von Licht und Schatten. Am schönsten ist der Mond außerhalb der Vollmondzeit zu sehen, dann, wenn sich an seinem dunklen Rand schöne lange Schatten bilden. Dann wirkt das Mondbild sehr plastisch. Im Teleskop offenbart uns unser Trabant noch viel mehr Details. Es lohnt sich, auch mal mit einer sehr hohen Vergrößerung zu beobachten. Erstaunlich, wie viele kleine Details er im Teleskop für uns bereit hält. Um seine Augen nicht zu blenden, ist es erforderlich, die große Lichtfülle des Mondes bei der Beobachtung zu dämpfen. Das geht am besten mit einem so genannten Neutralgraufilter. Es beläßt die Farben wie sie sind, und macht das Beobachtungsbild so dunkel, das man die kleinen Details der Mondlandschaft auch erkennen kann. Ohne Filter würden sie hoffnungslos überstrahlt sein, und damit nicht erkennbar.

Unter http://www.ajoma.de/html/mond2.html kannst Du noch mehr erfahren.

Nun zur Vergrößerung: je kleinr die Zahl, desto höher ist die Vergrößerung. Die Barlow verdoppelt die Vergrößerung nochmal. Welches Okular Du nimmst, und ob Du die Barlow vor dem Okular benutzt, hängt davon ab, was Du genau sehen willst...

Fang mit deinem Teleskop mal bei 35 fach an. Du wirst schon etliche Krater und Berge sehen können. Und dann kannst du mit dem 12,5er Okular auf 56fach gehen. Du wirst immer noch den Mond ganz im Teleskop sehen können. Mit der zweifachen Barlowlinse kannst du die Vergrößerung auf 112fach erhöhen. Dann bist du aber schon hart an der Grenze des mit diesem Teleskop vernünftig machbaren.

Am eindrucksvollsten wirkt der Mond am Terminator, der Hell-Dunkel-Grenze. Hier werden die Berge und Krater am kontrastreichsten dargestellt.

Bei Vollmond ist nicht viel zu erkennen. Allenfalls die von Tycho, Kopernikus und einigen anderen jungen Kratern ausgehenden Strahlen sind interessant. Hier reicht eigentlich schon eine geringe Vergrößerung.

10 x 50 geht, mehr wäre natürlich besser.

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