Welche Unternehmen kann man gründen um Arbeitsplätze schaffen?

7 Antworten

Ist das nicht ziemlich egal? Praktisch jedes Unternehmen, dass ich sich in der Größe skalieren lässt, hat doch irgendwann einen Bedarf an zusätzlichen Arbeitskräften?

Wenn, dann hätte deine Frage wohl eher lauten sollen, wie du möglichst viele Arbeitsplätze erschaffen kannst. Denn nehmen wir WhatsApp, zu dem Zeitpunkt, als es für den gigantischen Preis von 19 Milliarden $ von Facebook gekauft wurde, hatte es nur ... hm... entweder wenige hundert oder sogar unter hundert Mitarbeiter, also sehr wenige Arbeitsplätze geschaffen. Aus deiner Sicht wohl nicht sehr effektiv.

Wenn es dir gelingt brauchbare Arbeitskräfte zu rekrutieren, wäre ein Headhunter Unternehmen für die Zeit bis zum Renteneintritt sicherlich sehr lukrativ. Für die nächste unabsehbare Zeit fehlt es an Arbeitskräften und nicht an Jobs

Das entbehrt nicht einer gewissen Logik. Zu bedenken ist aber, dass der Markt für Headhunter sehr stark umkämpft ist. Zufälliger Weise hatte ich selber mal Überlegungen in genau die von dir vorgeschlagene Richtung. Nur man muss sich dann darüber im Klaren sein, einfach Headhunter werden bringt wenig. Dann zankt man sich mit einer großen Horde anderer um ein Stück vom Kuchen. Also braucht man was, das die anderen nicht haben.

Ich hatte mir da ein ziemlich einfaches Modell überlegt, quasi so eine Art reverse recruiting, bei dem zunächst potenzielle Arbeitskräfte (bevorzugt natürlich stark gefragte mit hohen Gehältern) kontaktiert werden, beispielsweise über XING & Linked In. Dort schlägt man vor, sie zukünftig bei der Jobsuche exklusiv zu unterstützen und zu vertreten. Im Gegenzug erhalten die Arbeitskräfte eine Geldzahlung bei erfolgreicher Vermittlung. Aber kein Almosen, sondern wirklich einen hohen Betrag, bspw. bei einer Vermittlung für eine Stelle mit 60.000 € Brutto-Jahresgehalt 5.000 € oder sogar noch mehr. 10.000 € zum Beispiel. Die Rechnung bezahlen muss dann der Arbeitgeber. Klingt, als würde der das nicht machen weil er dazu ja auch noch die Kosten für die Vermittlung durch den Recruiter zahlen muss? Oh doch! Bis zu ein Drittel des Bruttojahresgehalts als Vergütung für eine Ermittlung ist üblich, wenn der Arbeitgeber halt entsprechenden Bedarf hat. Das wären dann 20.000 € (brutto), wo von dann halt 5.000 € / 10.000 € abzugeben wären. Und am Ende haben (hoffentlich) alle gewonnen. (Und ja das mit dem 1/3 stimmt wirklich, war bei mir tatsächlich der Fall, es wurden für meine Vermittlung mehr als 10.000 € an eine Agentur gezahlt.)

Das Problem ist nur, das eine ist die Idee, etwas ganz anderes die Umsetzung. Und außerdem gibt es natürlich bereits ähnliche Modelle. Ich habe das ganze aufgegeben. Personalvermittlung ist halt auch eigentlich recht weit weg von meinen Kernkompetenzen sodass es mir sinnvoller erschien/erscheint mich anderweitig zu betätigen.

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Ich hab gestern im Fernsehen eine Dokumentation über eine deutsche Unternehmerin gesehen, die mit der Fabrikation von textilen Billig-Einkaufstaschen für Supermarktketten und Diskonter in Deutschland 150 Arbeitsplätze geschaffen hat.

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