Welche unmittelbaren Auswirkungen hätte der Brexit auf Deutschland?

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3 Antworten

Keine unmittelbaren. Der "Brexit" wäre ein mehrjähriger schleichender Prozess.

Im Wesentlichen würde Deutschland mittelfristig ...

  • ... einen Teil seiner Exporte nach Großbritannien nicht mehr realisieren (vor allem Maschinen und Fahrzeuge)
  • ... einen Teil seiner Importe aus Großbritannien nicht mehr realisieren (vor allem Maschinen und Fahrzeuge)
  • Beides könnte geringfügige Schwankungen in den Beschäftigtenzahlen bewirken, die aber wesentlich vom Verhalten des Westens in Bezug auf Russland abhingen (Russland braucht Maschinen und Fahrzeuge und würde auch deutsche Produkte kaufen)
  • ... vom (dann bald ehemaligen) Finanzplatz London profitieren; hier insbesondere wohl Frankfurt/Main
  • ... vom Zuzug vor allem Maschinenbau-, Fahrzeugbau- & größerer High Tech-Konzerne (darunter diverse Rechenzentren), die jetzt noch in Großbritannien sitzen, und dem entsprechenden Zuwachs an Arbeitsplätzen profitieren

Insgesamt würde Deutschland eher von einem Brexit profiteren, haben Experten (wie etwa der ifo-Chef München) behauptet; auch, wenn zunächst einige kleinere Verwerfungen (einige Zehntausend Stellen) entstehen könnten. Wie stark die Verwerfungen werden würden, hinge stark vom Sanktions-Verhalten der Bundesrepublik gegen Russland ab.

Sollte man hier schnelle Lösungen finden; würde sich für die Industrie nur sehr wenig und für den Verbraucher praktisch gar nichts ändern.

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Maggi Thatcher: Ich will mein Geld zurück! und schlug Ihre Handtasche auf den Tisch.

Die Citty of London (Europäische Steueroase; höchste Bankendichte der Welt) wäre wahrscheinlich für Steueroptimierer genauso leicht zu erreichen und genauso attraktiv wie zuvor.

Großbrittanien wollte sowieso von der EU nur profitieren, also maximal minimierte Zahlungen (Brittenrabatt), jedoch zollfreien Zugang zu allen europäischen Märkten. Auch wollten sie den Euro nicht haben und zahlten folglich nicht für diverse dämliche Euro-Rettungspake.  Sie haben sich ganz einfach geweigert einen weichen Transfere-Rubel mitzufinanzieren, sondern sie haben vorteilhafter Weise das brittische Pfund beibehalten.

Im großen und ganzen gesagt, dieses Pack hat Jahrzehnte von der EU profitiert, während Deutschland noch heute die Melkkuh der EU ist.

Jetzt kannst Du selbst entscheiden, ob es vorteilhaft  für Deutschland ist, daß dieses Pack, mit seiner hochscheißwohl geborenen Queen, in der EU verbleibt.

Hier ein Artikel der FAZ; Deutschland, die Melkkuh der EU?

http://faz.net/aktuell/wirtschaft/nettozahler-deutschland-die-melkkuh-der-eu-12057983.html

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keinen so starken, weil ja noch andere Länder in der EU sind und auch Irland weiterhin in der EU wäre , also wäre noch ein Partner auf den Inseln vorhanden und auch Norwegen ist nicht in der EU also müssen ja nicht alle dabei sein

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