Welche Universitäten legen beim Medizinstudium den Schwerpunkt auf die Rechtsmedizin?

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6 Antworten

Auch wenn du später in der Rechtsmedizin arbeiten möchtest - das Studium ist bei Ärzten das gleiche. Die Spezialisierung findet erst später statt, wenn man seinen Facharzt macht. Ein spezielles Studium für Rechtsmedizin gibt es nicht. Was es aber gibt ist der Wahlkurs Rechtsmedizin. Die Charitée in Berlin bietet den an, aber auch die Uni Bonn und München.

http://remed.charite.de/studium/kurs_rechtsmedizin/

Die Rechtsmedizin / Pathologie in der Berliner Charite hat Weltruf...

Du solltest dich erkundigen, in welchen Bundesländern Famulaturen und PJ in der Rechtsmedizin anerkannt werden. Sinn macht es auch, zusätzlich zu einer Famulatur und dem PJ in der Rechtsmedizin noch eine Famulatur in der Pathologie zu machen. Je nach Bundesland ist dies beides erlaubt oder teils gar nicht, wenn man als PJ nur ein klinisches Fach wählen darf (ich glaube in Sachsen ist ein PJ in der Rechtsmedizin nur 8 statt wie sonst 16 Wochen erlaubt). Da man im PJ schon 4 Monate ein Fach belegen kann, ist es hilfreich, wenn man dann während des Studiums schon mehr Einblicke hat. Man bekommt so auch ein Praktikumszeugnis und wenn das positiv ausfällt, hat hat dann als Assistenzarzt bessere Bewerbungschancen nach dem Studium. Die Assistenzarztstellen sind in der Rechtsmedizin auch sehr rar.

Man sollte sich zusätzlich auch erkundigen, wie die Vergabe der Famulatur-/PJ-Plätze stattfindet und wie sehr diese Praktikumsplätze überbelegt sind; sprich wie groß überhaupt die Wahrscheinlichkeit ist, dass man den Famulatur-/PJ-platz in der Rechtsmedizin zugelost bekommt. Das ist ggf an kleineren Universitäten günstiger (die Plätze in der Rechtsmedizin sind sehr beliebt).

Man könnte sich auch Gedanken machen, ob man vielleicht eine Rechtsmedizin-Famulatur mal im Ausland absolvieren möchte. Dies ist sicher auch nicht in allen Bundesländern erlaubt.

P.S. Im Rahmen der Ausbildung zum Rechtsmediziner muss man als Assistenzarzt auch 6 Monate in der Pathologie sowie ein Jahr in der Psychiatrie arbeiten. Es macht also auch Sinn, im Studium schon Famulaturen/Praktika/Wahlfächer in der Pathologie und Psychiatrie zu belegen, wenn man später in die Rechtsmedizin arbeiten will. Entsprechende Zeugnisse bessern zumindest den Lebenslauf bei Bewerbungen auf.

In Sachsen Anhalt kann man jeweils bei den Famulaturen und im PJ nur ein nicht-klinisches Fach belegen (also Pathologie oder Rechtsmedizin). Ich weiß nicht, ob Psychiatrie zu den klinischen oder nicht-klinischen Fächern zählt. In Thüringen kann man die Famulatur in der Pathologie und Rechtsmedizin machen, das PJ jedoch nur in der Rechtsmedizin.

Noch ein Tipp von mir: Normalerweise bekommt man in der Famulatur und im PJ nicht automatisch ein Arbeits-/Praktikumszeugnis. Einfach mal fragen/bitten; oder selbst schreiben und unterschreiben lassen. Das macht bei späteren Bewerbungen immer einen besseren Eindruck !

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Sicher eine Uni, wo es auch Rechtsmedizin gibt..

Als Zweitfach kannst Du ja Jus studieren. In der Humanmedizin gibt es das nicht.

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