Welche Tricks haben Psychiater in Psychiatrien um zu sehen ob der Patient die Medikamente wirklich nimmt und nicht danach ausspuckt?

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7 Antworten

Auch auf ner geschlossenen Station bekommt nicht "fast jeder" Medikamente.
Falls du Notfallmedis meinst, wenn der Patient sich weigert intravenös (Spritze) und ansonsten gibt es auch viele Medikamente als 'Saft'. Zudem musst du ja unter Beobachtung bleiben wenn du gerade besonders Akut bist (du darfst auch nicht alleine auf Toilette, nennt sich 1 zu 1 Betreuung).
Wenn ein Patient auf einer Station (egal ob geschlossene oder offene) seine Medikamente bekommt bei der Medikamentenausgabe, dann wird der Patient beobachtet und anschließend in den Mund geschaut (unter der Zunge zB auch). Außerdem werden bei Patienten die regelmäßig Medis bekommen Bluttests gemacht, das aber auch um zu sehen ob das Medikament vertragen wird/ es irgendwelche grenzwertigen Blutwerte gibt. Eine Psychiatrie ist im Prinzip ja immernoch ein Krankenhaus, deswegen müssen die Ärzte auch auf die körperliche Gesundheit der Patienten achten.

Zu dem "ohne Besserung" gehen, im Grunde darf niemand gegen seinen Willen festgehalten werden, außer zunächst diese gesetzlich geregelten 24h. Anschließend, wenn der Patient nicht freiwillig bleibt, es die Ärzte aber für sinnvoll halten, muss ein Richter entscheiden. Dann bekommt man (wenn der Richter einen stationären Aufenthalt für angemessen hält) einen richterlichen Beschluss, der kann für 3 Tage sein, aber auch für 6 Wochen. Bei Minderjährigen haben die Eltern da natürlich noch etwas mitzureden & bei Erwachsenen kann auch ein Vormund eingesetzt werden, wenn der Patient keine Angehörigen hat die sich kümmern können/möchten oder in einer akuten Krise ist, eventuell nicht mehr wirklich ansprechbar ist.

Liebe Grüße, Hope.

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Das ist den Ärzten im Grunde genommen völlig egal. Wenn du den Anweisungen des Arztes nicht folge leistest dauert es halt länger bis du gesund bist. Davon profitieren die Ärzte letztendlich.

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Wenn man dort regelmäßig Medikamente nehmen muss (was vielleicht bei der Hälfte oder 3/4 der Fall ist), steht immer mindestens ein Pfleger dabei. Der gibt einem seine Medikamente und beobachtet auch, wie man sie nimmt. Danach muss er notieren, dass man sie auch genommen hat. Wenn man vermutet, dass der Patient seine Tabletten nicht schluckt (die kennen dort ihre Pappenheimer), sehen die auch in den Mund rein. 

Spätestens beim nächsten Bluttest kommt sowieso heraus, ob der Patient seine Medikamente genommen hat. Wenn kein Wirkstoff im Blut ist, wissen die Ärzte sofort, was los ist. 

Wenn es um Notfallmedikamente geht, gibt es dort immer noch die Möglichkeit, sie zu spritzen. 

Dann gibt es noch diese "Bedarf"-Medikamente. Das sind Beruhigungsmittel, die je nach Bedarf genommen werden. Da darf man sogar mitreden, ob man sie nimmt. 

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meisstens verstecken Patienten die Tabletten unter Zunge. Nach dem "schlucken" wird denen in den Mund geschaut besonders unter Zunge und Wangen. Wenn sie sich allerdings hinterher im WC übergeben können die nur Intravenös sicher sein

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Kommentar von boombaum
04.03.2017, 09:28

Was ist Intravenös? Was wäre wenn der Patient sich gegen eine Spritze wehrt und es nicht möglich ist ihm eine Spritz zu geben?

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Die Pflegekräfte schauen in Verdachtsfällen in den Mund.

Es bekommt übrigens nicht jeder Medikamente.

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Der "Trick" ist der Medikamentenspiegel im Blut.

Nahezu jedes Medikament ist anhand einer Blutprobe nachweisbar.

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Das machen die Schwestern bzw. die Pfleger.

Nachdem die Tablette genommen worden ist kurz Mund auf, Zunge raus und fertig.

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Kommentar von boombaum
04.03.2017, 09:33

Da gibt es aber noch die Möglichkeit zu erbrechen.

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Kommentar von BigDreams007
04.03.2017, 09:34

Dann kommt der Patient eben so lange unter Beobachtung, darf nur unter Aufsicht auf's Klo usw.

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