Welche Trensenart Englischkombiniert, Mexikanische, ... zu welcher würdet ihr mir Raten oder kommt das auf die Rasse an?

7 Antworten

Jedes Pferd hat da so seine Vorlieben. Mein Wallach zum Beispiel läuft am besten auf Englisch kombiniert mit einem derart schlackerigen Absperriemen, dass man ihn genauso gut auch weglassen könnte. Lasse ich ihn aber weg, mag er es nicht. Meine Stute mochte das englische Reithalfter überhaupt nicht - sie lief am zufriedensten mit einem Hannoverschen Reithalfter. Der Wallach meines Sohnes hat Schlabberbacken und es dauerte endlos, bis wir beim Micklem angekommen waren - die einzige Trense, die ihn nicht aufscheuert. Und wir haben wirklich alles versucht - rundgenäht, anatomisch geformt und und und - nach 2,3 Tagen war der arme Kerl wieder aufgescheuert und dann auch noch an so blöden Stellen, dass man sie nicht mit Lammfell abpolstern konnte. Mexikanisch ginge bei ihm auch, was das Aufscheuern angeht, aber damit läuft er nicht so zufrieden wie mit dem Micklem. Die Stute unserer Tochter brauchte zum Zufrieden-sein eine Trense, die hinter den Ohren ganz weit weg war und super weich gepolstert. 

Ich könnte jetzt noch ewig fortfahren - aber die Essenz dessen, was ich damit sagen will ist, dass es keine Trense gibt, die man jedem Pferd auf den Kopf packen kann und die man generell empfehlen kann. Man findet manches erst mit der Zeit raus und ihre Eigenarten haben im Prinzip alle Pferde. Nur haben leider nicht immer alle Pferde Reiter, die sich die Mühe machen, darauf zu achten.

Das Einzige, was ich hier wirklich empfehlen kann, ist Qualität. Hände weg von hartem, schlecht verarbeiteten minderwertigen Leder und lieber ein wenig sparen und eine wirklich gute Trense kaufen und diese dann pflegen. Wir haben Trensen im Spind, die sind schon uralt, aber bedingt durch gute Pflege, immer noch super in Schuss. Geht eine solche Trense mal kaputt, gebe ich sie zum Sattler und lasse sie reparieren. bei einer guten Trense lohnt sich das. Und auf mehrere Jahre betrachtet, ist das deutlich günstiger, als ständig neue billige Trensen zu kaufen.

Die klassischen Varianten sind die englisch/schwedisch kombinierten bzw. die mexikanischen. Für die Dressur habe ich die schwedischen, zum Springen ein mexikanischen Reithalfter drin.

Allerdings gibt es ja nicht nur Unterschiede in den Reithalfter sondern z.B. auch bei den Genickstücken. Meinem Wallach brauche ich z.B. keine Trense aufziehen die nicht zumindest anatomisch geformt ist da die sonst an den Ohren drückt.

Was genau dein Pferd am liebsten hat musst du selbst rausfinden. Mit der Rasse hat das eher weniger zu tun aber natürlich hat jedes Pferd eine andere Kopfform. Bei manchen passen bestimmte Marken besser als andere, manche Pferdchen sind extrem empfindlich was Druck- und Scheuerstellen angeht und bei anderen ist es weniger wichtig usw.

Grundsätzlich würde ich mir immer die Verarbeitung genau anschauen. Schau ob die Nähte ordentlich verarbeitet sind usw. und gib lieber ein paar Euro mehr aus. Außerdem gilt natürlich auch bei den Trensen dass die ordentlich gepflegt werden wollen. Regelmäßig fetten gehört da einfach dazu, dann halten die auch jahrelang.

Pauschal eigentlich nicht zu beantworten, denn es kommt auf so vieles drauf an:

- wie weit ist das Pferd ausgebildet

-wie gut reagiert es auf Schenkel und Gewichtshilfen

-wie weit bist du schon reiterlich und kannst du mit dem Pferd eine Einheit werden

-kannst du über den Sitz reiten

-was hat das Pferd momentan für ein Gebiss

-ist im Maul auf etwas zu achten (Hengstzähne beim Wallach etc. pp.)

-und ist das Pferd eher fühlig im Maul oder eher nicht so sensibel?


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