Welche Trekkingstöcke bevorzugt ihr?

Das Ergebnis basiert auf 11 Abstimmungen

Faltstock zum Zusammenklappen (etwas leichter) 36%
Andere Antwort 36%
3-Teiler zum Zusammenschieben (etwas sperriger) 27%

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Faltstock zum Zusammenklappen (etwas leichter)

Hallo,

benutze Stöcke recht viel im alpinen Gelände da sie einerseits kraftsparend beim Anstieg und Gelenkschonend beim Abstieg wirken (habe leider etwas lädierte Kniegelenke).

Persönlich kommen bei mir Carbon-Faltstöcke aus dem Trailrunning zum Einsatz. Diese lassen sich sehr klein verstauen und sind extrem leicht (nutze sie auch bei langen Zustiegen beim Alpinklettern oder bei Zustiegen bei alpinen Rettungseinsätzen wo ich die Stöcke anschließend kompakt im Rucksack verstauen kann). Wenn du gute Faltstöcke kaufst hast du im Normalfall keine Probleme mit der Haltbarkeit. Wenn, wie bei mir, ultraleichte Stöcke verwendet werden muss man aber schon damit rechnen das man sich alle 1-2 Jahre (je nach Einsatz) mal wieder neue Stöcke kaufen kann.

Für das normale Wandern würde ich dir zu Alu-Stöcken raten. Diese sind günstiger, stabiler und brechen nicht sofort bei einer Überlastung. Das leichter Mehrgewicht lässt sich locker verkraften.

SG

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Ausbildungsleiter der Bergrettung Tirol

Vielen Dank. Sehr interessant. Ich wollte meine schon relativ lange behalten und weiß nicht, ob es beim Laufverhalten bei diesen beiden Varianten Unterschiede gibt oder geben könnte. Ob man z.B. bei den Faltstöcken vorsichtiger sein muss als bei den anderen.

Ich bin noch nie mit Stöcken gelaufen, möchte es aber, um meine Gelenke und Rücken zu schonen.

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@Noidea333

Wie geschrieben: Kauf keine Ultraleichtdinger und dann halten die Stöcke auch eine lange Zeit. Je einfacher diese aufgebaut sind desto länger halten sie auch. D.h. überlege dir wie oft du wirklich die Stöcke zusammenfalten musst und ob du diese Funktion überhaupt benötigst. Oftmals sind kurze Kletterstellen nur die letzten Meter vorm Gipfel wodurch man die Stöcke einfach an dieser Stelle zurücklässt und bei Abstieg wieder mitnimmt. Man kann auch ohne Probleme die Stöcke in voller Länge in den Rucksack stecken. Teleskop oder Faltstock sind also nur notwendig wenn du diese über längere Strecke im Rucksack befördern möchtest oder z.B. mit den Stöcken im Rucksack durch dicht bewaldetes Gebiet, oder Ähnliches wandern möchtest.

Auf alle Fälle sind aber beide Verschlussvarianten im Normalfall stabil ausgeführt.

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@OriginalMotion

Ja, bei meinen Wanderungen sind immer mehr auch so steilere Forstwege, die man auch mit Mountainbike fahren kann. Diese Wege ziehen sich teilweise schon in die Länge.

Habe übrigens totalen Respekt vor deiner Tätigkeit! Finde ich super 👍

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@Noidea333

Würde dir am ehesten sowas in der Art empfehlen: Leki Skitourenstöcke Haute Route Skistekken | denk outdoor (denk-outdoor.de) Damit hast etwas robustes und kannst trotzdem bei Bedarf etwas kürzen. Würde mir nur kleinere Teller dazu nehmen. Die 3- oder 4- Teiligen Teleskopstöcke haben oftmals den Nachteil das die untersten Segmente recht dünn werden und die Stöcke damit relativ "weich" werden. Empfinde ich als sehr nervig.

Danke dir!

SG aus Tirol

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@Noidea333

Solch teure Stöcke würde ich eher vermeiden. Nicht weil sich schlecht oder "zu gut" wären, aber man hat dadurch einfach keinen Vorteil gegenüber günstigeren Modellen. Fürs normale Wandern reichen auch Stöcke im Bereich vom +- €50,-. Bei Leki zahlt man auch einiges für den Namen. Wichtig ist das man z.B. keinen billigen Skistock mit einfachen Plastikgriff verwendet sondern einen mit einem ergonomischen Schaumstoffgriff und vernünftigen Handschlaufen. Als Beispiel für einen günstigeren Stock: Black Diamond Trail Sport 2 Stöcke | denk outdoor (denk-outdoor.de)

Würde mir hierzu jedoch nicht allzu viele Gedanken machen. Wenn sich der Griff angenehm anfühlt, die Länge passt (nicht zu kurz) und das Budget stimmt kann man ohne Probleme zuschlagen.

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@OriginalMotion

Vielen Dank für deine Ratschläge 😊 Ich denke auch, dass ich das einfach mal probieren muss und dann kann ich es später im Laufe der Zeit auch anders und besser einschätzen.

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Andere Antwort

Ich wandere schon mein Leben lang ohne irgendwelche Stöcke, habe es zwar probiert aber mir persönlich nutzt das nichts.

Und da ich mitten in den österreichischen Alpen wohne bin ich zwangsläufig viel in alpinem Gelände unterwegs.

Stöcke zum Zusammenklappen hab ich noch nie gesehen, die zum Zusammenschieben lassen sich allerdings recht gut verstauen und sind äußerst stabil. Wenn ich mit Stecken unterwegs bin dann im Winter mit stinknormalen Schistecken, auch die kann man bei Bedarf auf den Rucksack binden...

Wobei, ich bin da nicht so empfindlich, ich bin auch schon leichte Kletterstellen (bis geschätzt 2-) im Schnee mit Rodel auf den Rucksack gebunden und Bergschuhen gegangen, da ist der eine oder andere Stecken dann auch schon wurscht. ;)

Woher ich das weiß:Hobby – Ich klettere und wandere in meiner Freizeit viel

Danke, das verstehe ich. Aber ich bin ein Stadtmensch und nicht so sportlich unterwegs. Doch die Berge und die Natur liebe ich und möchte etwas für meine Kondition tun und nicht immer nach jeder Bergwanderung gefühlt eine Woche bettlägerig sein! 😂

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3-Teiler zum Zusammenschieben (etwas sperriger)

Wir (74) haben Steinwood Carbon Teleskopstöcke die kosten ca. 62.- Euro. Wir setzen diese nur im alpinen Gelände ein, sonst sind wir meistens ziemlich flott ohne Stöcke unterwegs. Die Stöcke sind schon robust und trotzdem ziemlich leicht (Carbon-Werkstoff). Im alpinen Gelände muss man sich das Gehen mit Stöcken auch aneignen, sonst kann es z.B. beim Abstieg passieren, dass man über seine eigenen Stöcke stolpert, das würde alles noch schlimmer machen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Vielen Dank. Genau, das mit den Verletzungsgefahren beim Stolpern habe ich auch gehört. Und da sind die Faltstöcke meist sofort kaputt. Ich (u40) bin halt nicht so flott unterwegs und schwitze sehr schnell. Bin groß und schlank und merke schon beim Abstieg, dass es auch auf die Gelenke geht.

Aber stolpern kann man immer. Ich bin mehr in Südbayern, noch in den voralpinen Bergen unterwegs, die man problemlos an einem Tag hoch-und runterlaufen kann. Selbst in einem gemütlichen Tempo wie bei mir.

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@Noidea333

Man muss den Umgang mit Stöcken erlernen und sich darauf eben etwas konzentrieren. Wir haben grosse Berg-Touren im Berner Oberland und im Wallis gemacht, da achtet man darauf, dass man nicht zu viel Gewicht mitführt und alles Unwichtige weg lässt. Die Stöcke sind bei langen Abstiegen schon eine Hilfe, beim Aufstieg haben wir sie weniger benutzt um die Hände frei zu haben.

Wir wünschen viel Spaß beim Wandern mit Stöcken und keine Stolperer.

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@emerel

Vielen Dank, das wünsche ich euch auch. Bleibt gesund und fit 😊

Hat das einen bestimmten Grund, warum ihr keine Faltstöcke habt?

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@Noidea333

Sorry wir kennen nur Teleskopstöcke, Faltstöcke haben wir noch keine gesehen.

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@emerel

Achso, ok. Ich kenne mich auch nicht so gut aus. Darum wollte ich auch hier nochmal fragen.

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@Noidea333

Ich habe mir eben solche Stöcke im Web angeschaut, die haben das gleiche Gewicht, sind auch nicht kleiner, für mich sieht das sperriger aus, persönlich würde ich sie nicht nehmen.

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@emerel

Die Faltstöcke sind kleiner und passen in den Rucksack rein. Die Teleskopstöcke sind etwas sperriger und schwerer, vielleicht aber stabiler. Aber bei mir würde es vom Gewicht her egal sein, weil ich so oder so schwitzen werde.

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@Noidea333

Also kaufe dir die Faltstöcke und wandere damit gut.

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@emerel

Bin noch am recherchieren und selbst gespannt, welche es werden 🤔 Euch auch weiterhin viel Spaß.

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Ich bevorzuge keine, bin zu alt noch mit Stöcke anzufangen. Mache meine Bergwanderung lieber ohne, habe es mal versucht war aber zu anstrengend. Ich habe aber im Notfall solche Telesobstöcke, die man drehen muss dass sie halten. Aber funktioniert sehr schlecht. Am besten solche mit Klammern.

Danke, verstehe ich.

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3-Teiler zum Zusammenschieben (etwas sperriger)

Ich bin da bestens mit zufrieden. Die kann man auch ganz bequem in der Länge verstellen um sie dem Weg anzupassen.

Danke. Was für Wege läufst du? Auch solche, wie von mir beschrieben?

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@Noidea333

Was so kommt. Das fängt bei asphaltierten Wegen an und hört im Klettersteig auf. Allerdings dann natürlich ohne Stöcke.

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