welche tiere haben eine vollständige metarmorphose und welche keine?

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5 Antworten

Moin,

das ist etwas kompliziert zu sagen. Eine Metamorphose (Gestaltumwandlung; Entwicklung) machen alle Lebewesen durch. Die Frage ist nur, wie dramatisch verläuft diese Entwicklung. Manche beschränken den Begriff allerdings auf die Umwandlung von einem Larvenstadium zum geschlechtsreifen ausgewachsenen Lebewesen (Adultus). Das setzt dann natürlich ein larvenähnliches Stadium voraus...

Wie auch immer, die klassischen Vertreter von Tieren mit vollständiger Metamorphose sind jedenfalls die so genannten Vollverwandler (Holometabola) unter den Insekten und die Froschlurche bei den Amphibien.

Zu den holometabolen Insekten gehören die Schlammfliegen, Kamelhalsfliegen, Netzflügler, Käfer, Fächerflügler, Hautflügler, Köcherfliegen, Schmetterlinge, Schnabelfliegen, Zweiflügler und Flöhe. Bei all diesen Gruppen gibt es zunächst eine Larve, die sich dann verpuppt (Puppenstadium). Aus der Puppe schlüpft dann das geschlechtsreife Insekt (Imago), das völlig anders aussieht, als die Larve (Beispiel: Raupe --> Schmetterling). Alle anderen Insekten haben eine allmähliche oder kaum wahrnehmbare Umwandlung zum geschlechtsreifen Tier (vgl. hierzu auch meinen Kommentar zu der Antwort von jockl).

Auch die Verwandlung von einer Kaulquappe zu einem Frosch geschieht allmählich, aber weil hier die fischähnliche Kaulquappe und der geschlechtsreife Frosch so völlig anders aussehen und auch teilweise völlig andere Organe haben (Kiemen - Lunge), spricht man trotzdem auch hier von einer vollständigen Metamorphose.

Ansonsten gibt es noch vollständige Metamorphosen bei Seeigeln (die gehören zu den Stachelhäutern). Sie haben ein Larvenstadium, das sich Pluteus nennt. Eine dramatische Umgestaltung dieser Larve führt dann zum Seeigel. Außerdem sehen auch einige Krebslarven völlig anders aus als die späteren geschlechtsreifen Tiere.

Fazit: Es kommt darauf an, wie eng man den Begriff "vollständige Metamorphose" fasst, wenn man entscheiden muss, ob ein Tier eine solche Entwicklung durchmacht. Die klassischen Beispiele sind die holometabolen Insekten und die Frösche unter den Amphibien.

LG von der Waterkant.

Eine typische vollständige Metamorphose kommt nur bei manchen Insekten vor (Käfer, Fliegen, Schmetterlinge, Hautflügler). Keine: Die übrigen Insekten, Spinnen.....etc.. Bei vielen anderen Tieren finden drastische Gestaltänderungen statt, aber nicht während des Wachstums, sondern beim Generationswechsel.

Sofern Insekten zu Tieren zählen, dann "machen" alle, zumindest nahezu alle diese durch. Auch Amphibien, zählen zu den Tierarten.

Also das kannste so nun wirklich nicht sagen... den 24 Ordnungen Doppelschwänze (Diplura), Beintaster (Protura), Springschwänze (Collembola), Felsenspringer (Archaeognatha), Silberfischchen (Zygentoma), Eintagsfliegen (Ephemeroptera), Libellen (Odonata), Steinfliegen (Plecoptera), Tarsenspinner (Embioptera), Grillenschaben (Notoptera), Ohrwürmer (Dermaptera), Schaben (Blattodea), Termiten (Isoptera), Fangschrecken (Mantodea), Gespenstschrecken (Phasmida), Laubheuschrecken und Grillen (Ensifera), Feldheuschrecken (Caelifera), Staubläuse (Psocoptera), Bodenläuse (Zoraptera), Tierläuse (Phthiraptera), Fransenflügler (Thysanoptera), Wanzen (Heteroptera), Zikaden (Auchenorrhyncha) sowie Pflanzenläuse (Sternorrhyncha) mit unvollständiger (hemimetaboler) Gestaltumwandlung stehen gerade einmal die 11 Ordnungen Schlammfliegen (Megaloptera), Kamelhalsfliegen (Raphidioptera), Netzflügler (Planipennia), Käfer (Coleoptera), Fächerflügler (Strepsiptera), Hautflügler (Hymenoptera), Köcherfliegen (Trichoptera), Schmetterlinge (Lepidoptera), Schnabelfliegen (Mecoptera), Zweiflügler (Diptera) und Flöhe (Siphonaptera) mit vollständiger (holometaboler) Verwandlung gegenüber. Wenn du mit deiner Angabe allerdings auf die Arten abzielen wolltest, so hast du wohl recht: Es gibt circa 200.000 Arten mit hemimetaboler Entwicklung, während die Holometabola ungefähr 700.000 Arten umfassen.

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@DedeM

ich bezweifel ja, dass dieses Kommentar viele Menschen verstehen werden... Manchmal ist weniger mehr. z.B. beim Gebrauch von Fremdwörtern

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