Welche Therapie ist für eine 16 Jährige ADSlerin zu empfelen (neben Medis)?

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4 Antworten

Hallo enelenabitte,

wichtig neben einer guten Therapie ist, dass Dich Deine Eltern unterstützen können. Dabei ist es notwendig, dass sie wissen, mit welchen Schwirigkeiten Du selbst zu kömpfen hast. Es gibt das Netzwerk lebhaft, das ist ein Zusammenschluss von Eltern mit ADHS und ADS-Kindern. Ausserdem sollten Deine Eltern sich mit dem Thema beschäftigen, damit sie Dich auch unterstützen können. Dabei ist besonders hilfreich, Deine Schwierigkeiten zu kennen und nicht davon auszugehen, dass Du vieles mit Absicht oder aus Nachlässigkeit machst, sondern dass Du da besondere Schwierigkeiten hast und Du eben erst lernen musst, viele Sachen zu machen. Bei unserem Sohn war z.B. hilfreich zu wissen, dass er sich gar nicht lange konzentrieren kann, dass er das erst langsam lernen muss und wie wir ihn dabei unstützen konnten. Die Forderung der Lehrer er muss einfach den ganzen Nachmittag lernen hätte da nur zu Frust und Widerstand geführt.

Habe selbst einen Sohn mit ADS. Das was uns die Leher mit auf den Weg geben wollten war kontraproduktiv und hätte nie geholfen. Gut war es, dass wir uns damit auseinandergesetzt haben und bessere Wege fanden, unseren Sohn zu unterstützen. Das sollten Deine Eltern wissen und Dich in ihren möglichkeiten unterstützen, das wirkt dann schneller und fortdauernder als eine Therapie. Was Du für ene gute Therapie beachten solltest, hat Dir ja martinpalatina schon geschrieben.

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Sich dir einen entsprechend spezialisierten Therapeuten. Es gibt wirksame Therapieprogramme bei AD(H)S und ein multimodales Vorgehen hat sich bei dieser Störung bewährt, medikamentöse Behandlung allein bringt oft nicht den gewünschten Erfolg.

Einen ersten Überblick sollte dir dein Arzt geben können, falls dein Interesse groß ist und du nicht vor Fachliteratur zurück schreckst, empfehle ich dir das Buch zum Thema ADHS aus dem Hogrefe-Verlag, aus der Reihe "Fortschritte der Psychotherapie". Kostet ca. 20€, ist aber eine lohnende Investition. Kann man auch im Buchladen vorab zur Ansicht bestellen.

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Einen passenden Therapeuten zu finden ist kniffelig - ich hab drei Anläufe gebraucht. Nicht nur der Therapieansatz, auch die Chemie muss stimmen. Mir hilft Kognitive Verhaltenstherapie sehr gut und das ist bei ADHS auch Standard.

Vielen hilft auch Neurofeedback aber das kommt drauf an. Das ist eher was für größere Kinder, 12 oder 13 jährige aber es gibt auch Erwachsene die davon profitieren. Mir hilft es nicht.

Generell ist es abhängig von der Problemlage. Wo sind die Schwierigkeiten? Struktur, Impulskontrolle? Selbstwert, Depressionen? Konzentration, Entspannungsfähigkeit? Je nach Hauptproblem sollte die Therapie zugeschnitten sein.

Nicht hilfreich ist bei ADHS übrigens in der Regel Psychoanalyse.

Also: Therapeuten und Ergotherapeuten (Neurofeedback) suchen, Problemlage besprechen und da Anfangen wo es am besten passt. Und Geduld mitbringen!

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Ich geh mal davon aus, dass du in Therapie bist, oder? Daneben könntest du viel machen, was dich etwas runterbringt..z.B Reiten, Yoga, Malen, Fotografieren...diese Dinge sind bestimmt auch förderlich für die Konzentration..außerdem wäre es gut, wenn du möglichst viel in den Bereichen machst, in denen deine Stärken liegen, da dies dein Selbstwertgefühl stärken wird, was sich wiederum positiv auf deine Therapie auswirkt...noch genaueres wird dir aber bestimmt dein Arzt oder Therapeut sagen können...

ich wünsch dir alles Gute!

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Kommentar von einelenabitte
07.07.2013, 23:00

wenn ich in Therapie wäre, hätte ich diese Frage wohl nicht gestellt. Denken hilft! :)

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