Welche Therapie bei Rapid Cycling

2 Antworten

Warum fragst du nach einer geeigneten Therapie, wenn du gar keine machen möchtest? 

Du kannst dein Leben organisieren wie du es möchtest, ohne Medikamente und ohne Fachleute und ohne Behandlung und ohne richtige Diagnose, dann kannst du dich aber nicht über deinen Leidensdruck beschweren! 


Wenn deine Diagnose zutrifft (wenn ja, weshalb ist diese von den Fachärzten nicht bestätigt worden? - spricht für mich eher dafür, das es keine bipolare Störung ist), aber wenn sie zutrifft, ist Psychotherapie nur mittelbar indiziert, da dann Verhaltenstherapie (v.a. Rückfallprävention und Medikamenten-Compliance). Hauptkern einer solchen Therapie ist aber eine aufwändige medikamentöse Einstellung mit idR mehreren Psychopharmaka (mind. ein Antidepressivum und ein Phasenprophylaktikum zB Lithium). Vorher macht Psychotherapie auch keinen Sinn. Bei so einer medik. Einstellung ist es oft sinnvoll, das stationär zu machen (und da du ja bei manischen Phasen ja vermutlich dort mehrmals im Jahr bist, könnetst du das doch dort mit deinen Ärzten besprechen, bzw. wundert mich nun doch wieder, dass das noch nicht geschehen ist).

Danke für die Antwort!

Ich bin mir wirklich sehr sicher, dass ich eine bipolare Störung habe, weil es wirklich eindeutig ist, dass ich manchmal diese manischen Phasen habe. Einige Ärzte, bei denen ich bisher war, wollten keine genaue Diagnose stellen, weil sie mich nie während so einer manischen Phase gesehen haben und deshalb meinten, ich würde mir alles nur einbilden. Das Problem ist eben, dass die Manie bei mir maximal 7 Tage anhält und ich in dem kurzen Zeitraum noch nie einen Termin bekommen habe. Die meisten haben mir aber nicht mal Fragen dazu gestellt, wie sich die Depressionen bei mir äußern. In einer Klinik war ich bisher auch noch nie zur Behandlung, nur einmal auf der Akutstation für 2 Tage ... das war aber nicht während einer Manie.

Antidepressiva will ich auf gar keinen Fall nehmen, geht es denn nicht auch ohne Medikamente? Ich will so ein Zeug nicht bei mir zu Hause haben, ich weiß genau, dass ich mich sonst damit vergiften würde. Außerdem habe ich Angst, dass ich davon stark zunehmen könnte ... ich habe eine Essstörung, sogar eine leichte Gewichtszunahme könnte bei mir zu einem Suizidversuch führen.

Wo genau liegt denn eigentlich der Unterschied zwischen Psychotherapie und Verhaltenstherapie; also warum wäre eine Verhaltenstherapie bei einer bipolaren Störung besonders hilfreich?

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@Vitamintablette

Bei einer Manie müsstest du eigentlich geschlossen untergebracht werden. Ich denke nicht, dass es sich da um eine Manie handelt, etvtl. eher um hypomansiche Phasen oder auch um Störungen der Impulskontrolle, das müsste diagnostisch ert mal geklärt werden. Dass die aber Fachärzte da nicht folgen, finde ich diagnostisch nachvollziehbar.

Zur biopolaren Störung: egal welcher Ausprägung, es handelt sich um eine schwere neurophysiologisch bedingte psychiatrische Erkrankung, die nur medikamentös behandelt werden kann. Psychotherapie ist da nicht sehr hilfreich (da neurophysiologisch), Verhaltenstherapie unterstützt bei der Rückfallprophylaxe (Erkennen von Frühwarnzeichen und angemesene Reaktion darauf) und der Medikamenten-Compliance.

Wenn du noch andere psychische Erkrankungen hast, solltest du auch dagegen etwas tun, zB via stat. Langzeittherapie, zB Klinik Roseneck, wo verhaltenstherapeutisch und medikamentös integrativ behandelt und med. eingestellt wird, auch auf Essstörungen sind die dort spezialisiert.

Ohne heftigen Medikamentencocktail ist bei bipolar nix zu machen, sorry.

Du solltest das mit deinen Psychiater besprechen, auch die Idee eines stat. Aufenthaltes.

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@Vitamintablette

Bei einer Manie müsstest du eigentlich geschlossen untergebracht werden. Ich denke nicht, dass es sich da um eine Manie handelt, etvtl. eher um hypomansiche Phasen oder auch um Störungen der Impulskontrolle, das müsste diagnostisch ert mal geklärt werden. Dass die aber Fachärzte da nicht folgen, finde ich diagnostisch nachvollziehbar.

Zur biopolaren Störung: egal welcher Ausprägung, es handelt sich um eine schwere neurophysiologisch bedingte psychiatrische Erkrankung, die nur medikamentös behandelt werden kann. Psychotherapie ist da nicht sehr hilfreich (da neurophysiologisch), Verhaltenstherapie unterstützt bei der Rückfallprophylaxe (Erkennen von Frühwarnzeichen und angemesene Reaktion darauf) und der Medikamenten-Compliance.

Wenn du noch andere psychische Erkrankungen hast, solltest du auch dagegen etwas tun, zB via stat. Langzeittherapie, zB Klinik Roseneck, wo verhaltenstherapeutisch und medikamentös integrativ behandelt und med. eingestellt wird, auch auf Essstörungen sind die dort spezialisiert.

Ohne heftigen Medikamentencocktail ist bei bipolar nix zu machen, sorry.

Du solltest das mit deinen Psychiater besprechen, auch die Idee eines stat. Aufenthaltes.

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@MSPriv

Das finde ich wirklich nett von dir, dass du mir das so genau erklärt hast, danke!

Ich bin schon überzeugt davon, dass es sich um eine Manie handelt, aber natürlich kann es auch eine hypomanische Phase sein. Diese Phasen kommen bei mir von einem Tag auf den anderen, ich bin dann völlig energiegeladen und arbeite tags und nachts pausenlos. Essen, trinken und vor allem schlafen sind für mich dann Zeitverschwendung. Mir gehen tausend Ideen durch den Kopf, die ich unbedingt umsetzen möchte und auch umsetzen kann; vor allem im künstlerischen Bereich. Wenn ich mal fünf Minuten lang nichts mache, fange ich vor Unruhe sofort an zu zittern. Außerdem bin ich dann meistens extrem kaufsüchtig usw., gibt ganz viele Dinge, wie sich diese Phasen bei mir äußern. Allerdings bestand da nie ein Grund dafür, warum ich da in eine Klinik gemusst hätte.

Aber weder ein stationärer Aufenthalt noch Medikamente kommen für mich in Frage, deshalb werde ich das mit der Therapie wohl eher sein lassen. Trotzdem danke für die Hilfe! :)

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@Vitamintablette

Das könnte schon hypomanisch sein, was aber halt zu klären wäre, möglich wäre auch eine hypomane Nachschwankung zB im Rahmen einer rezidivierenden depressiven Störung oder oder oder, müßte man eben erstmal alles diagnostisch einschätzen, um wirklich eine Behandlungsempfehlung zu geben (und ob dien dann für dich passt, ist ja auch nicht garantiert), da wären so einige diagnostische Termine bei nem Psychiater notwendig. Ich habe aber auch den Eindruck, dass du schon eine recht vorgefasste Meinung hast und dir da wenig sagen lassen willst (außerdem wird dann für einen Arzt eine Diagnostik fast unmöglich) - was du ja auch für dich so entscheiden kannst, is völlig ok. Ist ja auch nicht leicht, wenn da ein Gegenüber mit formalem Expertenstatus gegenübersitzt und (scheinbar) Etiketten auf einen draufklebt, vielleicht ja auch eher Dinge sieht, die man selbst nicht so gern sieht usw. Ist schon eine doofe Situation.

Ich wünsch dir jedenfalls viel viel Glück und hoffe, dass du einen für dich passenden Weg findest, mit deinen Schwirigkeiten besser umzugehen. Gibt ja schließlich viele Wege, die nach Rom führen, zum Glück!

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