Welche Therapie bei Orthophobie? (Psychologie)

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich bin mir nicht sicher, ob du da eine Therapie brauchst. Ist halt die Frage, wie stark sich das Problem äusserst.

Vermutlich ist es einfach so, dass du nicht bereit bist gerne Verantwortung zu übernehmen. Kriegt man das nicht selber in den Griff? Aus deinem Profil kann ich nicht erkennen, wie alt du bist, aber aufgrund deiner Beschreibung bist du eine starke weibliche Persönlichkeit.

Wenn diese Frage mich persönlich betreffen würde hätte ich sie nicht so allgemein formuliert. Aber trotzdem Danke für deinen Versuch den Kommentar persönlich zu formulieren. Dein Denkanstoß ist sehr interessant, allerdings gehe ich davon aus, dass ein Arzt der jemandem eine solche Phobie diagnostiziert schon überlegt hat, ob die Phobie den Alltag beeinträchtigt und den Patienten in seinen Handlungen einschränkt. Mir ist schon klar das nicht jedes psychische Wehwehchen gleich eine Erkrankung ist. Also um zukünftigen Antwortern (würde gerne noch eine HA auszeichnen!) zu erklären WAS meine Frage ist: Wenn die Phobie diagnostiziert wurde, welche Therapie ist üblich? Gruß

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@MarlaSinger22

Viele Psychiater/Therapeuten geben Ihre Kunden nicht gerne aus der Hand, zumindest nicht, solange die Krankenkasse anstandslos bezahlt. Das sind idR 10 Sitzungen. Eine Phobie ist auch immer sehr schnell diagnostiziert, da jeder gerne noch schnell etwas eigen ist. Wie schon beschrieben, würde ich da noch gerne das Alter kennen. Je nach Art und Stärke der Therapie werden folgende Therapien angewendet: Systemische Desensibilisierung Konfrontationstherapie Kognitive Therapie Die letzte Therapie würde sich auch bei deinem angesprochenen Fall eigenen. Die Frage stellt sich: Warum will ich keine Verantwortung übernehmen, warum bereiten mir Geld / Vermögenswerte für Sorgen und muss das so sein? Kann es sein, dass man Angst vor möglicher Verschwendungssucht hat? Sind mit der Verantwortung über Geldwerte möglicherweise schlechte Erfahrungen / Errinnerungen (Kindheit) verbunden.

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@MarlaSinger22

Ergänzung: Selbsthilfe Strategien bei Phobien 1. Analysieren Sie ihre Ängste: Mit welchen negativen Gedanken und Phantasien erzeugen Sie Ihre Angst? Wie reagiert Ihr Körper? Wie verhalten Sie sich? 2. Überprüfen Sie die Gedanken mit folgenden Fragen: Woher weiß ich, dass etwas Gefährliches passieren wird? Wie wahrscheinlich ist es? Wenn es passieren sollte, wäre es lebensgefährlich oder nur unangenehm? Was habe ich dann an Möglichkeiten? Haben alle Menschen vor dieser Situation Angst? Was machen diese anders als ich? 3. Erarbeiten Sie sich ein hilfreiches Gedankenprogramm: Was muss ich denken, um ruhig zu bleiben. Z.B: "Ich gehe jetzt in die Situation. Ich bin in Sicherheit. Meine Angstgefühle kommen nur, weil ich mir ängstliche Gedanken mache. Sie werden vorüber gehen". 4. Erlernen Sie ein Entspannungsverfahren wie die Progressive Muskelentspannung oder das Autogene Training. Sie können sich auch eine Atemtechnik aneignen. 5. Erstellen Sie eine Liste von ganz konkreten Situationen, von denen Sie Angst haben, und sortieren Sie die Situationen nach Schwierigkeit: Z:B: Bei einer Angst vor dem Lift: Sie sehen den Lift, Sie bleiben vor dem Lift stehen und holen ihn durch Kopfdruck heran, sie steigen ein und wieder aus, sie steigen ein und die Tür schließt sich und Sie steigen dann wieder aus, Sie fahren ein Stockwerk ... Dann entspannen Sie sich mit Ihrer Entspannungsmethode und beginnen, sich die leichteste Situation vorzustellen. Wenn Sie diese angstfrei vorstellen können, gehen Sie zur nächsten Stufe über, usw. 6. Geben Sie die Meidung auf. Werden Sie aktiv und gehen Sie in die Situationen, die Sie bisher gemieden haben - mit Ihrer Angst. Wenn Sie möchten, können Sie sich die Situationen nach Schwierigkeit ordnen und mit der für Sie am leichtesten beginnen. 7. Bleiben Sie in den Situationen, bis die Angst nachlässt.

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@JoeWied

Wahnsinn! Genau so eine Antwort habe ich mir vorgestellt! Ich habe besonders die Denkanstöße und Fragen zur Selbsthilfe sehr geschätzt! DANKE!

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Ich würde mir wünschen, dass möglichst viele Menschen ein klein wenig orthophob wären. Dann würden sie nicht so sehr an ihrem Besitz hängen, einer der Hauptursachen für viel Leid.

  • Nach Buddhistischer Lehre ist Besitz nämlich ohnehin nur ein theoretisches Konstrukt, ein Konzept, mit dem wir den Umgang mit Dingen zu regeln versuchen. In den westlichen Weltanschauungen tut man so, als sei Besitz etwas reales.

  • Die Fragestellung erinnert mich außerdem an die Geschwindigkeitsphobie (Menschen, die nicht über 40 Kmh im Auto fahren können). Auch dort ist es so, dass diejenigen, die die Phobie haben, die normal gebliebenen Menschen sind. Alle anderen, die keine Angst beim schnelleren Autofahren verspüren sind in Wirklichkeit durch ihre Erziehung desensibilisiert.

  • Auch wenn man unter einer Phobie leidet, muss man sie noch lange nicht therapieren. Es gibt viele Dinge im Leben, die man einfach mit Angst tut oder tun muss.

Klingt doch nach den Idealvoraussetzungen für ein Ordensleben! Der Wille des Herrn geschehe! Gelobt sei der Name des Herrn.

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