Welche Themen fändet ihr bei einem Referat über Katzen interessant?

5 Antworten

Die Lebensweise einer Katze und vor allem was sie kann. Viele wissen nicht das Freigänger mehrere Kilometer die Stadt durchstreifen können, viele wissen nicht das Hauskatzen eine Geschwindigkeit von 48 km/h Spitze drauf bekommen, viele wissen nicht das Katzen soziale Tiere sind die zwar nicht unbedingt sich gegenseitig brauchen aber dennoch gerne die gegenseitige Nähe suchen. Viele wissen gar nicht was sie einer einzelnen Wohnungskatze auf ein bisschen Wohnfläche antun und was eine Reizarmut ist. Gibt da denke ich echt viel was man im Referat einbauen könnte. Ideen findest in der Dokumentation "Das geheime Leben der Katzen", hier wurden Katzen mit GPS ausgestattet und ein Bewegungsprofil erstellt was echt interessant ist 😁

Hey könntest du mir mal erklären was eine Reizarmut denn ist?

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@darmstadt246

Den Begriff findest im Zusammenhang mit sensorischer Deprivation. Mit Reizarmut ist gemeint das den Sinnen wie hören, sehen, fühlen, riechen, schmecken Reize teilweise entzogen werden, was in den meisten Wohnungen der Fall ist. Bei Menschen führt sowas zb zu Halluzinationen und Bewusstseinsveränderungen und wird zb als Foltermethode eingesetzt.

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Ich habe auch mal einen Vortrag über Katzen gehalten. Ich habe zuerst mit der Evolution der Katzen begonnen:

https://www.nur-design-text.de/portfolio/die-eiszeitjaegerin-sonderausstellung-im-palaeon/stammbaum-der-katzen-palaeon/

Dann bin ich erstmal auf die Wildformen und ihre Besonderheiten eingegangen. Wie den Geparden als schnellstes Säugetier oder dem Löwen als einzige im großen Rudel lebende Katze. Aber es gäbe auch hier noch einiges mehr zu erzählen:

https://www.welt-der-katzen.de/wildekatze/grosskatzen/grosskatzen.html

Zum Schluss habe ich den Vorfahren unserer Stubentiger vorgestellt und bin dann so zum Thema Hauskatze übergegangen.

Ich habe dabei vorallem von meinen eigenen Katzen und den Erfahrungen mit ihnen gesprochen. Solltest dir das nicht möglich sein, hilft dir der obere Link oder vielleicht folgender, den ich auf die Schnelle noch gefunden hab:

https://www.focus.de/wissen/natur/katzen/forschung/tid-26860/weltkatzentag-neun-dinge-die-sie-ueber-ihre-katze-wissen-sollten_aid_796723.html

Zum Thema Katzen gibt es natürlich unzählige Seiten im Internet. Die Wikipedia könnte auch noch sehr hilfreich sein.

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Hallo darmstadt246

oh da gibt es doch so vieles, was man Ansprechen kann.

  • Katzen bitte NIE alleine, immer mindestens zu 2 halten
  • Kitten erst ab 12-14. Wochen von Mutter & Geschwister trennen
  • Kastration, Katze wie Kater, ist WICHTIG !!
  • Katzen gehören heut zu Tage NICHT mehr in den ungesicherten Freigang
  • Trockenfutter gehört NICHT zur Artgerechten Ernährung der Katze
  • Radius von Freigänger und Streunerkatzen
  • reine Wohnungshaltung Artgerecht Möglich
  • Leinengang ist KEINE Tierquälerei
  • Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht gibt es schon, wissen viele nicht
  • Katze Chippen lassen ist Wichtig
  • Qualzuchten
  • Unterschied Züchter und Vermehrer
  • ...

und so weiter. Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Rechachieren und lernen.

Wenn du Fragen hast, dann frag ;-)

Alles Gute

LG

Hey was ist denn der Unterschied zwischen züchter und vermehrer?

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@darmstadt246

Vermehrer:

Vermehrer verpaaren ohne jeglichen Sinn und Verstand. Da werden einfach mal zwei Katzen verpaart ohne Ahnung von Genetik und Vererbungslehre zu haben. Meist mit dem Hintergedanken, schnelles Geld zu machen, in dem man die Kitten viel zu früh und viel zu teuer verkauft. Leidtragende sind dabei IMMER die Katzen !

Züchter:

Züchter sind für den Rassenerhalt Zuständig.

Fakt ist: Eine seriöse Zucht ist es erst dann, wenn

  • diese einem eingetragenen Verein zugehörig ist, denn es gibt Zuchtrichtlinien die eingehalten werden müssen und Überprüft werden.
  • die Cattery registriert ist, man also als Züchter auch selbst eingetragen ist
  • im günstigen Fall einen Mentor zur Seite steht
  • die Katzen über lückenlose Stammbäume verfügen
  • die Katzen alle tierärztlichen Untersuchungen, insbesondere auch auf Rassespezifische- und Erbkrankheiten verfügen
  • das alles Problemlos nachgewiesen werden kann

Gibt es das alles nicht, zählt man als Vermehrer ! Und die Katze gilt „nur“ als ein Mix !

Züchter stecken enorm viel Aufwand in ihre Arbeit. Ein Züchter muss z.B.:

  • Kenntnisse in Anatomie vorweisen
  • medizinisches Grundwissen vorweisen
  • Kenntnisse des Rassestandards haben
  • über Grundwissen in der Vererbungslehre verfügen
  • über Umfangreiches Wissen in Zuchtgenetik
  • Fortpflanzungs- und
  • Aufzuchtsmedizin und bilden sich darin auch weiter.

Das sind unabdingbare Voraussetzungen !

Die Tiere müssen regelmäßig und nachweisbar, tierärztlich Versorgt werden.

Alle Tiere werden auf:

  • Zuchttauglichkeit getestet
  • Regelmäßige Bluttests
  • Ultraschalle
  • DNA-Tests
  • Tests auf Erbkrankheiten und Rassespezifische Erkrankungen

Das ist was völlig anderes, als mal eben zum TA zu gehen. Und hier wird wirklich noch vieles, vieles mehr gemacht.

Kaufpreis, warum so teuer ?

Die Summe ist KEIN Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr.

Sie setzt sich aus dem zusammen, was die Tiere an Versorgung schon bekommen haben. Züchter machen, für den Rassenerhalt, einige wichtige Tests. Rassenspezifische Erkrankungen und einige Erbkrankheiten werden so dezimiert, da mit kranken Tieren auch NICHT weiter gezüchtet werden darf. Es wird z.B. getestet auf

  • HCM (Hypertrophe Kardiomyopathie = Herzerkrankung durch Vergrößerung eines Teiles des Herzens, meist der linken Herzkammer )
  • BEAR-Test (Taubheit bei weißen und Bicolor-Katzen)
  • HD (Hüftdysplasie, Missbildung des Hüftgelenkes)
  • PKD (Polycystic kidney disease = Zysten in den Nieren)
  • PRA (Progressive Retina Atrophie = fortschreitende Verkümmerung der Sehzellen in der Netzhaut)
  • Verkümmerung oder Fehlen des Tapetum lucidum und Schielen (Untersuchung der Augen mit einem Ophthalmoskop)
  • Pyruvatkinase-Defizienz (Fehlen des Enzyms Pyruvat-Kinase in den roten Blutkörperchen)
  • Glykogenspeicherkrankheit Typ IV (GSD-IV) (Fehlfunktion des Glukosestoffwechsels)

Im weiteren erhält das Tier die ersten Impfungen, wird einmal Entwurmt und wird gechipt. Und in der Regel werden keine unkastriete Tiere ausgestellt, bzw. NUR mit Auflage, Nachweisbar, bis zum Zeitpunkt XY Kastrieren zu lassen. Dies wird auch oft in Schutzverträgen festgelegt.

Mit der Schutzgebühr soll auch eine unüberlegte, voreilige Entscheidung sich eine Katze an zu schaffen, vermieden werden. Wer nicht bereit ist, eine Schutzgebühr zu zahlen, hat Erfahrungsgemäß auch kein Interesse, sein Tier Artgerecht und vernünftig zu versorgen.

Züchter verdienen an der Zucht auch NIEMALS Geld. Alle Züchter legen eher Geld drauf !! Man kann mit einer Zucht nicht reich werden.

Alles Gute

LG

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