welche teleskope könnt ihr empfehlen

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4 Antworten

Schau mal beim Teleskop-Service vorbei. Da findet man recht viel für deinen Preis.

Nur würde ich dir da zu nem Reflektor (Spiegelteleskop) mit einer Dobson-Montierung raten.

Warum? 300 Euro für ein Teleskop ist ehrlich gesagt verdammt wenig. Die Teleskope die man bis 300 Euro kriegt, sind zwar recht gut, aber man spart da gerne an der sogenannten Montierung und dem Stativ. Du must bedenken, dass so ein Teleskop doch einiges wiegt und die meisten Montierungen die mitgeliefert sind, nicht so wirklich für das Gewicht ausgelegt sind. Und was nützt das beste Teleskop, wenn es auf wackeligen Beinen steht und die Nachführung (=Sterne/Planeten nachverfolgen) hakt?

Da verlierst Du dann sehr schnell die Freude am Spechteln.

Nur mal zum vergleich: Gute Montierungen (vernünftige EQ-5) fangen bei etwa 500 Euro an.

Die Dobson-Montierung ist da anders: Es ist im Endeffekt eine Holzkiste auf einem Drehteller wo das Teleskop auf Gleitlagern liegt. Aber der Vorteil ist eben der, dass diese "Holzkisten" verdammt viel Gewicht tragen können. Das heißt, beim sogenannten "Nachschubsen" (Stern im Blickfeld behalten) wackeln sie nicht ewig lange nach wie billige Dreibein-Stative mit billiger parallaktischer Montierung

Für die einen mag es ein nachteil sein, dass man direkt am Teleskop nachführt und nicht an einem Rad dreht, aber es gibt viele Leute, die auf Dobson schwören (ich auch :D ). Der einzige Nachteil dein ein Dobson meines Erachtens nach wirklich hat: Es ist ungeeignet für die Astrofotografie. Dafür ist es aber wahnsinnig schnell Aufgebaut: Kiste hinstellen, Teleskop draufpacken, fertig. Bei nem Dreibeiner wühlt man erst Stativ, Montierung usw.... mühselig aus der Kiste, packt die Montierung auf das Stativ, da dann das Teleskop drauf, muss das Teil mit den Gewichten richtig auspendeln und dann muss das ganze auch erstmal noch ausrichten...

Also kurz: Nen schöner Dobson-Refraktor ist für Anfänger die sich kein Lidlscope (=Supermarkt-Teleskop) kaufen wollen wohl am besten geeignet und auch immer wärmstens empfohlen.

Und das schon genannte Galaxy Dobson bietet viel fürs Geld. Ich empfehle dir, die 49 Euro mehr auszugeben und dir das hier zu holen: http://bit.ly/iFZ0UU (Galaxy D8-K-CRF Galaxy D8-K-CRF)

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Kommentar von derastronom
20.06.2011, 01:21

Guter Tipp.

Glaube auch, dass ein 8er Dobson das beste Preis / Leistungs Verhältnis für das angepeilte Budget hergibt. Und Newtons sind auch bei Planeten gut. Genau dieser auch von dir empfohlene Galaxy D8-K-CRF ist in einer Juni-Aktion (Astrofest) bei ICS um 300 € zu haben.

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Kommentar von algol1
20.06.2011, 10:54

Da scheinst du aber sehr "vergesslich" zu sein. Denn da war doch noch...

Ach ja, Koma, Bildfeldkrümmung und die kurze Brennweite (Öffnungsverhältnis), letztere ist gerade besonders nachteilig für die angestrebte Planetenbeobachtung.

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Also ich hab jetzt mal kurz gegoogelt und für 300 € als 'Schnäppchen' z.B. gefunden:

Galaxy D8-K-CRF (Das ist ein Dobson Newton mit 20cm Spiegel und 1000mm Brennweite). Gutes Teil!

und ein Explorer 150/750 NEQ-3 (Linsenteleskop) 150mm Linsenteleskop, 750mm Brennweite

Beides gute Einsteigergeräte,

wobei ein Fraunhofer Linsenteleskop mit diesen Öffnungsverhältnis leider ziemliche Farbränder aufweist. Außerdem ist 750mm Brennweite für Planeten etwas wenig. Geht aber noch ...

Lies dir vielleicht die älteren Beiträge zu diesem Thema noch einmal durch, da waren sehr viel gute Hintergrundinformation und Tipps dabei. Melde dich wenn du Fragen hast.

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Ich weiss nicht, woher die anderen Ratgeber die Information bezüglich €300 für den angepeilten Systempreis nehmen, aber sollte dies zutreffen, wäre mein Rat folgender:

Lass einfach die Finger davon, das ist billiger und erspart dir eine Menge Frust und Scherereien!

Für €300 bekommt man noch nicht mal ein hochqualitatives Fernglas, ein solches Nachtglas mit weitem Gesichtsfeld sollte aber der erste Begleiter des ambitionierten Anfängers sein, um sich einen Überblick am Himmel zu verschaffen.

Für €300 geh ein paarmal in ein Planetarium, guck mal in einem lokalen Verein für Amateursterngucker gratis durch ein anständiges Teleskop, und vielleicht verkauft dir da ja jemand ein gutes, gebrauchtes Weitwinkel-Nachtglas (7x42 oder 8x56), weil er selbst sich ein noch besseres zulegen möchte.

Wirklich empfehlenswerte, langbrennweitige Teleskope ohne nennenswerte Bildfehler zur seriösen Planetenbeobachtung kosten etwa €2000 und aufwärts, nur zur vergleichenden Information.

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