Welche Teile hat der Gottesdienst?

7 Antworten

Hallo,

Ein normaler evangelischer Gottesdienst besteht aus vier Teilen:

1.) Eröffnung und Anrufung

Hierzu gehören das musikalische Vorspiel nach dem Glockengeläut, die Begrüßung durch den Pfarrer/ die Pfarrerin oder auch durch eine andere Person, die an der Gottesdienstleitung beteiligt ist, z.B. ein Mitglied des Presbyteriums etc. Auch ein stilles Gebet des Gottesdienstbesuchers nach Betreten des Gottesdienstraumes gehört hierhin.

Auch das Eingangslied und der Eingangspsalm und das Eingangsgebet und verschiedene liturgische Stücke wie das Schuldbekenntnis, das Kyrie eleison, die Gnadenzusage und das Gloria (Ehre sei Gott in der Höhe) gehören hierhin.

2.) Verkündigung und Bekenntnis.

In diesen Teil gehören die Schriftlesungen, das Glaubensbekenntnis, die Predigt, die Lieder vor und nach der Predigt, das Lied zwischen den Lesungen.

3.) Abendmahl

Das Abendmahl wird in der Regel einmal im Monat oder an hohen Feiertagen gefeiert, gehört also nicht zu jedem Gottesdienst.

Auf jeden Fall gehört hierhin ein Lied, das zum Abendmahl hinführt, die Einsetzungsworte, mit denen Jesus das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern eingeleitet hat (dies ist mein Leib; dies ist mein Blut). Wenn das Abendmahl gefeiert wird, wird in diesem Teil auch das Vaterunser gesprochen, was sonst im Anschluß an das Fürbittengebet im Schlußteil gebetet wird.

4.) Fürbitten und Segen.

Hier gibt es noch einmal ein Schlußlied, das Fürbittengebet, das Vaterunser - sofern dies nicht bereits beim Abendmahl gesprochen wurde, und den Segen. Der Gottesdienst endet mit einer Musik zum Schluß, in der Regel Orgelmusik. 

Abkündigungen und Hinweise zur Kollekte oder zu Gemeindeveranstaltungen gibt es bei der Begrüßung oder nach der Predigt oder im Schlußteil. 

Für einen Gottesdienst ist nicht unbedingt ein Pfarrer nötig - er kann auch durch ordinierte Laien geleitet werden. Auf jeden Fall gehören Gebete und Schriftlesungen dazu, die Eröffnung im Namen des dreieinigen Gottes, das Vaterunser und der Segen.

Besondere Gottesdienste gibt es etwa bei der Konfirmation, an hohen Feiertagen oder bei Taufen, Trauungen und Beerdigungen, den sogenannten Kasualien. Auch Gottesdienste anläßlich einer Synode sind etwas besonderes.

Herzliche Grüße,

Willy

Super Willi, das gleiche hätte ich auch geschrieben. Dazu kommt noch je nach dem Bekenntnis (lutherisch oder reformiert) die Form A oder B, aber das würde vielleicht auch zu weit führen.

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@Matzko

Für einen Konfirmanden, der nach soundsoviel Gottesdienstbesuchen wohl immer noch nicht das Orgelvorspiel vom Fürbittengebet unterscheiden kann, wäre das entschieden zu viel, da hast Du recht. Herzliche Grüße, Willy

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Ich bin eher der 'Papierchrist' und ich musste bei meiner Konfirmation nie Hausaufgaben machen, aber das würde mir jetzt spontan einfallen:

- Gesang, Gebet, Predigt

- Nen Pfarrer, ne Gemeinde, der Rest kann improvisiert werden (Krisenzeit z.B)

- Kindergottesdienst (mit Basteln etc), Weihnachtsgottesdienst, Adventssonntage

Das Wort Gottesdienst erklärt sich selbst, Dienst für Gott. Das kann in einer Gemeinschaft oder Solitär erfolgen. Gemeinde, Kloster, Einsiedelei..., öffentlich oder allein.

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