Welche Stoffe lösen sich in andere auf?

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1 Antwort

Im Allgemeinen gilt: similia similibus solvuntur zu deutsch Ähnliches löst sich in Ähnlichem.

In der Chemie gibt es ja zwei Arten an Stoffen nämlich Hydrophile("Wasserliebend")/Lipophobe("Fetthassend) und Hydrophobe("Wasserhassend")/Lipophile("Fettliebende") Stoffe. Übertragen auf den obigen Satz heißt es, dass sich
Hydrophile (ab jetzt benutze ich nur noch "das mit -phil") Stoffe nur mit anderen hydrophilen Stoffe vermischen, jedoch nicht mit lipophilen Stoffen (und umgekehrt).

Beispiel: 1. Vermischt man Wasser mit Öl so bilden sich zwei Phasen (z.B. beim Salat anmachen). Denn Wasser ist hydrophob und Öl lipophil, nach obigem Spruch kann es sich also nicht vermischen, da sie nicht ähnlich sind.

2. Mischt man Ethanol (Trinkalkohol) mit Wasser bildet sich nur eine Phase, da beides hydrophil ist.

Die Frage ist nur noch, wie man erkennt, ob lipo- oder hydrophil. Dazu benötigst du die Strukturformel des Stoffes (notfalls auch Summenformel, du musst nur wissen wie es aufgebaut ist). Hier schaust du nach den sog. Funktionellen Gruppen wie z.B. die Säuregruppe (-COOH) oder die Hydroxygruppe (-OH) (z.B. Ethanol, C2H5OH).

Hydrophile Gruppen sind generell Gruppen, die Wasserstoffbrückenbindungen oder Dipol-Dipol-Wechselwirkungen ausbilden können. Lipohile Stoffe sind Gruppen/Stoffe, die nur Van-der-Waals-Wechselwirkungen ausbilden können (meist hat dieser Stoff keine funktionellen Gruppen bzw. hat die funtionelle Gruppe fast keinen Einfluss mehr auf die Wechselwirkungen) z.B. Öle/Fette, denn sie besitzen zwar durch Glycerin als Baustein drei Esterbindungen, die per se hydrophil sind, allerdings spielen sie durch ihre geringe Größe (im Vergleich zu den riesigen Alkylresten -> lipophil) kaum Einfluss auf die Wechselwirkungen des Fettes/Öls.

Ich hoffe du kannst die Aufgabe jetzt auch ohne Versuche (gedanklich) "zu Ende" führen ;)

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