Welche Stoffe entstehen bei einem Atomkraftwerk? Und welche davon sind für den Menschen tödlich?

4 Antworten

Vieles wurde schon erforscht und ist belegbar. Ich bin mir sehr sicher, dass aber noch nicht alle "Strahlenprodukte" bekannt sind. SO wird vielleicht in 10 Jahren mal eine Notiz in der Zeitung stehen, dass dicke Alphateilchen gefunden worden, die normal fast nicht meßbar sind, aber genügend Schaden im Umkreis von 100 km angerichtet haben.

Alphateilchen haben eine Reichweite von etwa einem cm. Dass die wirklich 100 km reisen, ist quasi unmöglich.

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Es entstehen Radioaktive Abfälle. Diese Zerfallen und geben Energie in Form von Strahlung ab (Alpha, Beta, Gamma). Es gibt einen Halbwertszeit, signalisiert dur ein Lamba (Das zeichen in Half-Life) wo die Strahlung nur noch halbsostark ist. Das Tädlich an den Abfällen ist defenetiv einfach die Strahlung, die meines Wissens nach in winzigen Teilchen der Luft rumfliegen und dann in der Lunge hägen.

(Wenn das falsch ist, bitte verbessert mich ^^)

Ich verbessere hier mal:

Es entstehen bei der Kernspaltung, also das im Kernkraftwerk eingesetzen Verfahren Spaltprodukte. Diese können je nach gespaltenem Stoff unterschiedlich ausfallen. Konkret entstehen dabei z.B. Cäsium, Technetium, Krypton, Stronium oder Iod.

Akut tödlich für den Menschen ist keiner dieser Stoffe. Wobei es da auch auf die Konzentration und die Anpassungsfähigkeit des Organismus abhängt. - Jeder Mensch kann anders auf Strahlung reagieren.

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@RoKi92

Was für ein Schwachsinn....

Hast du dir im vergangenen Jahr mal die Berichte im Fernsehen angeschaut. Fukushima?

Zum Glück haben sie da die Leute weit weg von dem Reaktor gehalten.

Oder Tschernobyl: http://de.wikipedia.org/wiki/Katastrophe_von_Tschernobyl#Gesundheitliche_Folgen

Natürlich ist eine gewisse Strahlenmenge aushaltbar, aber die generell als "nicht akut tödlich" darzustellen ist einfach nur Quatsch.

Wären paar Leute zu lange in den Reaktor gegangen, dann würden sie heute mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr leben.

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@user1074

Wo ist das schwachsinn? Ich meine, es gibt übrings natürliche radioaktive strahlung! Genau jetzt wirst du davon verstrahlt - und - heeeyy.... wir müssen sterben, weil ich sonnenstrahlen abekommen hab! Keiner der Stoffe tötet innerhalb von 0,3 Sekunden, was ich als akut ansehen, weil man das dann nicht merken würde.

Zitat: Akut tödlich für den Menschen ist keiner dieser Stoffe. Wobei es da auch auf die Konzentration und die Anpassungsfähigkeit des Organismus abhängt

Damit trifft er genaustens!

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Stimmt im Grunde schon.... also die Strahlung hat negative Auswirkung auf den Körper (Zellen können degenerieren, was bei geringer Belastung zu Krebs führen kann und bei starker Belastung zu einem recht schnellen Tod.)

Wenn die im Castor sind, dann sind sie halbwegs ungefährlich (halbwegs... sie strahlen immer noch raus), aber richtig dramatisch wird es, wenn die radioaktiven Teilchen "aufgewirbelt" werden und man den Staub einatmet. Dann ist die Strahlung direkt im Körper und kann umso fataler wirken.

Die Halbwertszeit ist übrigens bei einigen Stoffen weit über 10.000 Jahre, also nach 20.000 Jahren ist noch 1/4 da, nach 100.000 Jahren noch 1 Promille ... aber wenn das richtig missbraucht wird, dann ist das immer noch sau gefährlich. Und selbst 10.000 Jahre sind extrem lange, vor 10.000 Jahren das war vor allen Hochkulturen.... also Atommüll ist so, als ob die Ägypter oder die Römer irgend was vergraben hätten, die Castorbehälter sind nach 500 Jahren weggerostet, und heute wird ein Haus gebaut und 'tadaaa', der Bagger wühlt irgendwelche Abfälle auf. Keiner hat ne Ahnung, was das ist. Da sind Gase dabei, die in die Luft entweichen, bevor man überhaupt merkt, dass dort irgendeine alte Müllkippe ist.... und selbst wenn man es merkt, gäbe es keine Dokumente mehr, was damals verbuddelt wurde.

Das andere ist, dass einige der Reststoffe giftig sind.

Also generell gilt, der Atommüll ist in zigfacher hinsicht extrem gefährlich.

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Das ist leider auch alles sehr kompliziert, gerade die vereinfachungen sorgen ja immer für Missverständnisse und die Angst vor Atomkraft.

Tödlich für den Menschen ist "alles und nichts". Athme zwei Liter Wasser ein und Du bist tot. Oder iß mal zwei Pfund Salz, damit haben die Japaner früher Selbstmord begangen.

Strahlung ist wie Licht, hat man keine Sichtverbindung (dabei ist aber fast alles Transparent, z.B. Holz und dünner Beton) kann einen die Strahlung nicht erreichen.

Das Problem ist die Kontamination, also das austreten von radioaktiven Stoffen die sich durch die Umwelt verteilen. Hier sind Jod und Cäsiumisotope die größte Gefahr, die sind leicht genug um mit dem Wind weggeweht zu werden, verteilen sich also Großflächig. Aber das gute an den Stoffen ist die kurze Halbwertszeit, nach wenigen Jahrzehnten ist praktisch nichts mehr davon übrig. Schlimm sind die schweren radioaktiven Isotope, die halten Jahrtausende! Aber die wiederum sind so schwer dass die sich nicht von selber ausbreiten können. Die werden nur durch eine gewaltige Explosion verteilt und das dann natürlich auf einen kleinen Radius um den Reaktor begrenzt.

Wird man von den Isotopen kontaminiert, hat man dann eine Strahlungsquelle am bzw. im Körper. Gerade Cäsium und Jod wird vom Körper gezielt gesammelt und konzentriert. Cäsium wird mit Kalzium verwechselt und gelangt in die Knochen, Jod in die Schilddrüse. Im Körper eingelagert wird dann die selbe Stelle ständig bestrahlt was dann punktuell Krebs auslösen kann.

Das einzige was ein Reaktor zu bieten hat was direkt tödlich ist sind immense Strahlendosen nach einer Explosion (In Fukushimna nicht passiert, bisher nur in Tschernobyl) und Plutonium das hochgiftig ist, also einem chemisch umbringt lange bevor es einen durch radioaktive Prozesse töten kann.

Geringe Mengen an Plutonium entstehen in jedem Kernreaktor (auch bei Kernfusion), In Fukushima Block 3 wurde das aber in gewaltigen Mengen hochkonzentriert als "Kernbrennstoff" verwendet. Wäre Block 3 explodiert wie in Tschernobyl, dann wäre die Japanische Insel für Jahrtausende nur noch eingeschränkt bewohnbar.

Ist Plutonium in Elementform chemisch giftig oder erst in gewissen chemischen Verbindungen, wenn ja, welche davon treten bei einem Kraftwerk auf?

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@HelpfulHelper

In Kraftwerken werden lutoniumoxide verwendet. Aber egal in welcher Form, das ist immer hochgiftig. Es zerfällt auch in überwiegend giftige Substanzen, ist also so oder so giftig.

Aber das gute daran ist, dass es extrem schwer ist, es bleibt auf dem Kraftwerksgelände und der nahen Umgebung liegen und versinkt im Boden. Allerdings kann es durch Tiere verbreitet werden, daher hat man in Tschernobly als erstes alle Tiere die größer bzw. schneller sind als ein Igel abgeknallt.

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@Joochen

Das Problem bei Plutonium ist die Giftigkeit, weniger die eher harmlose Alpha-Strahlung, die sich durch ein Blatt Papier abschirmen lässt. Viele Stoffe sind aber nicht weniger giftig. Um diese Stoffe, wird aber weit weniger Aufsehen gemacht und die werden mit deutlich weniger Aufwand in unterirdische Endlager (im Salz) gepackt.

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