welche stimmung herrschte unter der bevölkerung bzw. den soldaten in Deutschland zu krigsbeginn?

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4 Antworten

Die übliche Aussage ist: man war geradezu heiss auf den Krieg, konnte ihn kaum erwarten.

Allerdings erwartete die Öffentlichkeit einen kurzen Krieg (und das wohl auf beiden Seiten). Es hiess: "zu Weihnachten (desselben Jahres) sind wir wieder zuhause!"

Im Laufe des Krieges trat Ernüchterung ein und Erschöpfung, und in manchen Löndern auch revolutionäre Stimmung gegen die Herrscher, denen man das Leiden im Krieg vorwarf.

Daher Revolution 1917 in Russland und 1918 in Deutschland und Österreich sowie dessen nichtdeutschen Territorien.

PaulBaeumer 17.12.2012, 19:28

Vergessen Sie Frankreich nicht! Da man auf deutscher Seite davon nichts mitbekam, konnte man das auch nicht zum eigenen Vorteil nutzen...

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Gott zum Gruße.

Ein überlebender Zeitzeuge wurde zu Verdun und der psychischen Verfassung der deutschen Soldaten befragt. Er meinte nur: " Bis Verdun war man begeistert! Angesichts des Leids, Elends und der Schrecken dieser Blutmühle konnte man nicht mehr begeistert sein- nur noch gehorsam- und das war man!"

Am Anfang Euphorie. Keiner wusste was Einen erwartet hat. Nationalstolz, Gemeinschaftsgefühle. Gegen Ende fand man es doch nicht mehr so lustig.

Die angebliche Kriegsbegeisterung war ein Produkt der Propaganda. Diese Legende hält bis heute an, wie man an den Antworten sieht.

Veröffentlichte Meinung und öffentliche Meinung sind selten dasselbe.

hafensaenger 09.11.2016, 10:12

Interessante These. Ich würde gerne anhand von belastbaren Belegen mehr darüber erfahren.

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