Welche Steuerrisiken birgt eine Anteilsübertragung einer GmbH im Rahmen einer Scheidung?

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1 Antwort

Im Rahmen der Scheidungsfolgesachen enfällt z. B. völlig die Schenkungs- oder Grunderwerbsteuer.

Übertragungen von GmbH - Anteilen sind schon sehr speziell, da müsste man die Details kennen.

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femblade 23.02.2016, 10:20

Die Eheleute sind Gesellschafter einer GmbH, weitere Gesellschafter gibt es nicht. Sie leben in Scheidung und jetzt möchte der eine Partner dem anderen seine Anteile übereignen. Der Gewinn der GmbH ist sehr hoch, so dass sich die Stammeinlage um ca. 200% gesteigert hat. Die Frage ist auch, ob man eventuell im Bereich der Einkommensteuer etwas zu berücksichtigen hat.

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wfwbinder 23.02.2016, 10:36
@femblade

Haben sich die Stammeinlagen gesteigert, oder wurden nur die Gewinne thesauriert und dadurch hat sich ein großer Gewinnvortrag aufgebaut?

Das typische bei einer Scheidungsfolgesache ist, dass man zwar die Werte aufrechnet, aber die Gewinne nicht aufdeckt.

Also als Beispiel:

Die beiden haben je Hälftig ein schuldenfreies Eigenheim im Wert von 300.000,- und eine GmbH mit 50.000,- Stammkapital, die aber 350.000,- Wert ist.

Man einigt sich, einer bekammt das Haus, der andere die GmbH.

Gewinne werden nicht realisiert.

Der die GmbH hat, hat eben eine GmbH mit 50.000,- Anschaffungskosten, die bei einem Verkauf 350.000,- bringen würde. versteuern müsste er erst, wenn er verkauft.

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femblade 23.02.2016, 11:08
@wfwbinder

Wenn ich das richtig verstanden habe, hat sich nur ein hoher gewinnvortrag aufgebaut. Angenommen es gibt keine Möglichkeit des Ausgleichs so wie Sie es beispielhaft beschrieben haben. Wäre es dann ein privater Kapitalgewinn und somit steuerfrei oder gibt es da irgendwelche Steuerrisiken?

Ich weiß, es ist alles sehr allgemein, aber die Aufgabenstellung, die ich mündlich erhalten habe, gibt nichts anderes her. Im Grunde ging es vorrangig darum, ob bei einer Anteilsübertragung im Rahmen einer Scheidung Einkommensteuer anfällt oder es halt andere Steuerrisiken gibt.

Vielleicht haben Sie ja auch eine Idee, wo ich das gegebenenfalls nachlesen kann. U.U. muss ich meine Stichworte bei der Suche erweitern oder umbenennen. Aber so langsam weiß ich mir da auch nicht zu helfen, denn google und Haufe wollen mir nichts nützliches anbieten.

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wfwbinder 23.02.2016, 11:41
@femblade

Wenn es keine Sache wäre, wo Vermögenswerte gegeneinander aufgerechnet werden, sondern wirklich Geld fließt für die Anteile, dann wäre es ein Kauf. Also beim Abgebenden  ggf. Veräußerungsgewinn und beim Käufer Anschaffungskosten. Da wäre zu errechnen, ob nicht Gewinnausschüttung, zumindest zum Teil, günstiger wäre.

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