Welche Steuern muss ein Ich-Unternehmer zahlen vom Umsatz/Gewinn?

4 Antworten

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Hallo, Du zahlst Umsatzsteuer 19% auf deinen Waren, also auf den Verkaufspreis aufschlagen. Es sei den Du lässt dich nach §19 USTG von der Umsatzsteuerpflich befreien. Das geht, wenn man unter 17.000€ Gewinn oder 50.000€ Umsatz bleibt.( Im Jahr). Dann kommt die Einkommenssteuer dazu, die sich ganz normal nach deiner Steuerklasse berechnet. Du kannst natürlich alle deine Betriebsausgaben absetzen, wie Telefon, Einkauf, Fahrzeugkosten, Büromaterial. Handelkammerbeitrag kommt noch dazu und deine Krankenversicherung. Im ersten Jahr rechnen die als Grundsumme 1811€ und nehmen davon ca. 15%. Kauf dir Mein Büro 2010 von Guhl, das ist ein Buchhaltungsprogramm, das macht alles von selbst, musst nur Eingaben und Ausgaben eingeben.

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danke, sehr schöne Antwort. Was ist mit Gewerbesteuer? Wie hoch ist der Handelskammerbeitrag? Einkommensteuer nur vom Gewinn, nicht vom Umsatz, oder? Sorry für die blöden Fragen, aber ich habe mich mit sowas halt echt noch nie beschäftigen müssen.

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@meerkatze

Gewerbesteuer: § 11 Steuermesszahl und Steuermessbetrag (1) 1 Bei der Berechnung der Gewerbesteuer ist von einem Steuermessbetrag auszugehen. 2 Dieser ist durch Anwendung eines Prozentsatzes (Steuermesszahl) auf den Gewerbeertrag zu ermitteln. 3 Der Gewerbeertrag ist auf volle 100 EUR nach unten abzurunden und 1. bei natürlichen Personen sowie bei Personengesellschaften um einen Freibetrag in Höhe von 24 500 EUR, 2. bei Unternehmen im Sinne des § 2 Abs. 3 und des § 3 Nr. 5, 6, 8, 9, 15, 17, 21, 26, 27, 28 und 29 sowie bei Unternehmen von juristischen Personen des öffentlichen Rechts um einen Freibetrag in Höhe von 5 000 EUR, höchstens jedoch in Höhe des abgerundeten Gewerbeertrags, zu kürzen. (2) Die Steuermesszahl für den Gewerbeertrag beträgt 3,5 %. (3) 1 Die Steuermesszahlen ermäßigen sich auf 56 % bei Hausgewerbetreibenden und ihnen nach § 1 Abs. 2 [Satz 1] Buchst. b und d HAG in der im BGBl III, Gliederungsnummer 804-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geändert durch Artikel 4 des Gesetzes vom 13. 7. 1988 (BGBl I S. 1034), gleichgestellten Personen. 2 Das Gleiche gilt für die nach § 1 Abs. 2 [Satz 1] Buchst. c HAG gleichgestellten Personen, deren Entgelte (§ 10 Abs. 1 UStG) aus der Tätigkeit unmittelbar für den Absatzmarkt im Erhebungszeitraum 25 000 EUR nicht übersteigen. Der Kammerbeitrag liegt bei ca. 200€ im Jahr. Die Einkommenssteuer nur vom Gewinn und nicht vom Umsatz.

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also die erste Antwort von ersatzfahrer24 ist Inhaltlich OK. Ob Du Dich jedoch von der Ust befreien lässt hängt auch von den sonstigen Kosten die Du hast ab. Du könntest von allen Aufwendungen die Du im Zusammenhang mit Deinem Gewerbe hast die Vorsteuer (soweit ausgewiesen) abziehen. Den Gewinn den Du nach Abzug aller Aufwendungen/Kosten hast wird allerdings Deinem Verdienst/Gewinn aus einer anderen Tätigkeit hinzu gerechnet, und darauf entfallen dann die EKSt die Du zahlen musst. Aber wie schon ersatzfahrer24 geraten hat, kaufe Du Dir am besten ein Buchhaltungsprogramm (gibst es von Guhl/WISO) ist nicht teuer und leicht zu bedienen.

Umsatzsteuer und Einkommenssteuer (Abhängig von Deinen Umsätzen und Ein- bzw. Verkäufen), Gewerbesteuer (der Satz ist mir nicht bekannt), dann muss die Krankenkasse bezahlt werden (Abhängig von der Gesundheit und des Eintrittalters bei PK's, bei GK's entzieht sich meiner Kenntnis), möglicherweise dann noch Berufshaftpflicht, Berufsgenossenschaftanteile, Absicherung im Alter etc...

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puh, das hört sich ja alles sehr krass viel an... kein Wunder, dass so wenig Unternehmen gegründet werden in Deutschland.

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@meerkatze

@meerkatze Naja, vielleicht hört es sich aber auch nur schlimmer an, als es ist? Du machst/schaffst das schon :-)

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