Welche Sprache kommt vom Grammatikaufbau der Deutschen am nähesten?

4 Antworten

In vielem ist Niederländisch eng verwandt, z. B. Satzbau mit Verbklammer (Marie heeft dat boek gezocht.), Fragesatz, Steigerung, zusammengesetzte Substantive, Präfixe (ge-, be-, ver- usw.), Ableitungen (held - heldin), schwache und starke Verben (lopen-liep) etc. 

Also von der grammatikalischen Struktur her, steht dem Deutschen das Isländische wohl recht nahe. Innerhalb der germanischen Sprachen haben Deutsch und Isländisch den größten Teil an Flexion und grammatikalischem Umfang bewahrt, auch wenn sie in anderen Beziehungen (Aussprache, Rechtschreibung u.a.) doch recht weit auseinander liegen. Folgende grammatikalische Kategorien sind in beiden Sprachen enthalten: 4 Kasus, nämlich Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ; Deutsch und Isländisch sind so weit ich weis die einzigen indoeuropäischen Sprachen die diese vier Kasus kennen (alle anderen Sprachen kennen mehr, z.B. Russisch oder LItauisch oder weniger Kasus, z.B. Irisch oder Englisch) 3 grammatikalische Geschlechter (nämlich Maskulinum, Femininum und Neutrum) 2 Numeri (Singular und Plural) eine eindeutige und vergleichbar stark ausgeprägte Unterscheidung von schwachen und starken Verben

Neben Isländisch auch noch Sanskrit, obwohl man es kaum glaubt. Ansonsten ist es eher grammatikalisch etwas in Richtung Altgriechisch und Deutsch.

Was möchtest Du wissen?