Welche Schriftart sollte man für einen technischen Bericht verwenden (Typografie)?

3 Antworten

Wir haben in allen Bereichen Times New Roman verwendet, sieht irgendwie professioneller und eleganter aus.

Einverstanden! Ich mache das auch immer. Der Vorteil ist außerdem, dass I (i) unf l unterschiedlich dargestellt werden.

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Ich erkenne professionelle Typographie nicht an der Schriftart, sondern an der Übersichtlichkeit, Lesbarkeit, und Korrektheit.

Unprofessionell wirkt es auf mich,

  • wenn ein Text als ungegliederte Buchstabenwüste vor mir liegt, ohne Absätze und ohne sinnvolle Zwischentitel, wenn also die Verfasser zu wenig Mühe darauf verwendet haben, die logische Struktur ihrer Arbeit nachvollziehbar zu machen oder überhaupt eine solche zu erarbeiten;
  • wenn für die Schrift ein blasser Grauton verwendet wird, der das Schriftstück so kontrastarm macht, wie wenn beim Drucker der Toner alle ist, und den Herausgebern egal zu sein scheint, ob ich ihren Text meinen Augen zumute;
  • wenn ich sehe, daß Zahlenangaben per copy-and-paste eingesetzt werden, ohne darauf zu achten, was dabei mit den Exponenten von Zehnerpotenzen geschieht, so daß dann z.B. da steht, die Avogadro-Konstante sei "6,022 × 1023".

Was nun die Schriftart betrifft, empfehle ich:

  • Nimm irgendeine ganz gewöhnliche, gut lesbare, nicht zu magere Schriftart.
  • Achte bei einem technisch-wissenschaftlichen Text darauf, daß ähnliche Zeichen gut unterscheidbar sind, (wie große Ida und kleiner Ludwig, sowie großer Otto und Ziffer Null).
  • Wo griechische Buchstaben stehen müssen, dort verwende griechische Buchstaben. Ersetze sie nicht durch entfernt ähnlich aussehende lateinische Buchstaben, (also etwa das μ durch u, ν durch v, ρ durch p, oder ω durch w, wie hier immer wieder Teilnehmer zu tun pflegen, weil sie den richtigen Umgang mit Schriftzeichen auf dem PC nicht gelernt haben).

Beispiel für zu kontrastarme Schrift:

https://datacenter.computerwoche.de/a/volle-kontrolle-ueber-unstrukturierte-daten,3570821

Beispiel für vermurkste Zahlen:

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2011/daz-6-2011/homoeopathie-skeptiker-geben-sich-ueberdosis

NOTO SANS und LUCIDA CONSOLE

Woher ich das weiß:Beruf – IT-Kaufman & Maschinenbauer
 - (Computer, Schule, Buch)

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