Welche Rolle spielten die olympischen Spiele im Leben der Griechen?

2 Antworten

die olympischen spiele der antike gehen bis hunderte von jahren v.christi geburt zurück. ursprünglich waren sie dafür vorgesehen, im sportlichen wettkampf mit sportlern der verschiedenen regionen griechenlands die kräfte zu messen. damals galt nur der sieg. ein 2. oder 3.platz war schon eine blamage. nach dem sieg erhielt der gewinner den siegerkranz aus olivenzweigen. sie waren teilweise recht brutal (boxen-stockfechten-ringen) manchmal kam es auch zu todesfällen.

1894 wurde die idee der olympischen spiele wieder aufgegriffen auf anregung des franzosen pierre de coubertain. logischerweise fanden dann die ersten spiele 1896 in athen statt. 1924 war der anfang der winterspiele in chamonix frankreich.

Die Olympischen Spiele der Antike hatten eine große Bedeutung als eine Veranstaltung, an der alle Griechen teilnehmen konnten und die für sie etwas Gemeinsames und kulturell Verbindendes war. Die Sportwettkämpfe waren panhellenische (gesamtgriechische) Spiele und die mit der größten Bedeutung (es gab auch noch die pythischen Spiele in Delphi, die isthmischen Spiele in Korinth und die nemeischen Spiele in Nemeia), die ältesten und die geschichtlich am längsten überlebenden.

Die Spiele sollten der Ehrung der Götter dienen, in Olympia besonders Zeus, dem das Hauptheiligtum geweiht war. Die Götter und die Mythologie waren Teil einer gemeinsamen griechischen Kultur.

Die olympische Spiele waren Wettkämpfe, bei denen ein innerhalb von Regeln Kräftemessen stattfinden konnte. Dies bot Teilnehmern die Möglichkeit, sich durch Leistungen auszuzeichnen und Ruhm zu gewinnen. Der Gedanke des Wettstreits (griechisch: ἀγών [Agon]), ein agonistisches Prinzip, spielte in der griechischen Gesellschaft eine erhebliche Rolle. Für die Zuschauer waren die Wettkämpfe eine spannende Unterhaltung. Das Freizeitangebot war damals nicht riesig. Verheiratete Frauen hatten keinen Zugang.

Neben den sportlichen Wettkämpfen gab es kulturelle Aufführungen und einen Marktplatz mit Waren, der in der Festzeit gut besucht war. Die olympischen Spiele waren in dieser Zeit ein Ort der Geselligkeit und eine Plattform, um große Aufmerksamkeit zu finden. Redner, Philosophen und Dichter traten auf.

Alexander der Große hat 324 v. Chr. in Olympia vor mehr als 20000 Verbannten für die Mehrzahl der Verbannten eine Amnestie und ein Rückkehrrecht in die Heimat verkündet.

Für das Gebiet des Stadtstaates, dem das Zeusheiligtum zugeordnet war, wurde für die Festzeit ein Verbot von Kampfhandlungen verkündet. Dies ist auch zu weitgehend als olympischer Frieden gedeutet worden. Tatsächlich war es eine räumlich begrenzte Waffenruhe (Ὀλυμπιακή Ἐκεχειρία [„olympisches Zurückhalten der Hände“) und eine ungehinderte Hin- und Abreise für Teilnehmer (Wettkämpfer und Zuschauer).

Bedeutende Künstler waren bei den Bauten tätig. Die Zeusstatue des Phidias (griechisch Φειδίας) in Olympia wurde zu den 7 Weltwundern der Antike gezählt.

Die Sieger erhielten einen Zweig von einem Ölbaum. Sie errangen Ruhm. Von ihrer Heimatstadt erhielten sie Ehrungen (z. B. die Errichtung einer Bildsäule) und Belohnungen (z. B. Steuerfreiheit, kostenlose Speisung und Unterkunft, Geschenke).

Die olympischen Spiele wurden für die Zeitrechnung herangezogen. Eine Olympiade war ein Zeitraum von 4 Jahren (die olympischen Spiele wurde alle 4 Jahre abgehalten). Die einzelnen griechischen Staaten hatten eine offizielle Zählung, bei der die Jahre z. B. nach bestimmten Amtsträgern eines Jahres bei ihnen angegeben wurden. Daneben gab es aber eine Jahreszählung nach Olympiaden (soundsovieltes Jahre der soundsovielten Olympiade), mit der Ereignisse besser in zeitliche Beziehung gesetzt werden konnten und die besser eine übersichtliche Chronologie zuließ (nützlich für die Geschichtsschreibung.

Ein zum Thema nützliches Buch ist:

Ulrich Sinn, Olympia : Kult, Sport und Fest in der Antike. Original-Ausgabe. 3. Auflage. München : Beck, 2004 (Beck'sche Reihe : C. H. Beck Wissen ; 2039). ISBN 3-406-40339-5

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Du weißt schon das nur Männer teilnehmen durften 

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