Welche Rolle spielten die Kolonien bei der Industrialisierung?

5 Antworten

Als Rohstofflieferant, den man gnandelos ausbeuten konnte, bis in den Kalten Krieg (Heiß begehrt: Kongo durch seine Uranvorkommen!)

Mit der Entwicklung des Fahrrads beispielsweise beutete Leopold der 2., König von Belgien, im 19. Jahrhundert den Kongo aus an Kautschuk, und zwang sie unter Androhung und Ausführung unglaublicher Verbrechen, der Nachfrage des benötigten Kautschuks nachzukommen.

Die Kongogräuel: https://de.wikipedia.org/wiki/Kongogr%C3%A4uel

Das Perverse: vor allem unter britischer Kolonialherrschaft wurden die erbeuteten Waren im erworbenen Land teuer weiterverkauft von den "Herrenmenschen".

LG

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Studium der Politikwissenschaften

Ausgelagerter Anbau von Rohstoffen auf großen Flächen und im Großen Stil, Absatzmärkte für Fertigwaren aus dem Mutterland.

Durch die vielen Rohstoffe, die man so bekommt lässt sich im großen Stil produzieren, durch hohes Produktionsvolumen steigt das Angebot und der Preis sinkt insgesamt

Während der Kolonialisierung war Europa in Afrika und auch in Asien. Amerika war bereits unabhängig. Die brachten die Rohstoffe und waren auch Statussymbol.

Amerikas Unabhängigkeit ist allerdings damals eher noch eine 'de jure' Unabhängigkeit. Zudem bezieht sich das nur auf die Nordamerikanischen Vereinigten Staaten. Südamerika blieb bis in die 20'er, 30'er des 19. Jhd. Spanisch und die Briten saßen fest in der Karibik

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@BeviBaby

Nun, England begann natürlich zu erst mit der Industrialisierung. Aber da die Unabhängigkeitskriege in Südamerika 1809 begonnen und die Industrialisierung so 1830 losging. Würde ich schon sage, dass die amerikanischen Kolonien WÄHREND der Industrilaisierung keine Rolle spielten. Aber gerne lasse ich mich da eines anderen belehren.

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@LukiDukiSchmuki

Ich würde die Industrailisierung niemals erst in der Mitte des 19. Jhd. beginnen lassen. Aus der Zeit stammt der Begriff, das Phänomen an sich in GB begann jedoch schon Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Baumwollindustrie hatte ihren großen Boom ab 1780, die erste Spinnmaschine wurde 1764 erfunden und bereits Ende des 18./Anfang des 19. Jhd.s wurde zumindest Garn etc. in rauer Menge produziert und dementsprechend auch vertrieben.

Und selbst wenn man auf 1830 abstellt kann man einen gewissen Einfluss US-Amerikanischer Baumwolle nicht verneinen, die natürlich wichtiger Rohstoff für Englands Textilfabriken war.

Die Unabhängigkeit der USA ist hier, was ich angesprochen habe, deswegen eher de facto, weil GB einen massiven Repressalienkatalog hatte, gegen den die USA schlecht etwas ausrichten konnte. Daraus folgt im Endeffekt der Krieg von 1812... dementsprechend hier eine de facto unabhängigkeit, wirtschaftlich allerdings eine teilweise starke abhängigkeit in vielerlei Hinsicht.

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Praktisch keine sinnvolle.

Eher eine bremsende, weil deren Unterhaltung mehr Geld kostete als ihre Ausbeutung einbrachte.

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