Welche Rolle spielt die Frau im Buddhismus?

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3 Antworten

Die Frau, liebe viv648,

hatte im trad. Buddhismus eine untergeordnete Rolle, wie es der damaligen Gesellschaftsordnung entsprach.

Erstmal möchte ich sagen, dass ich Draggy und Withey Recht gebe.

Ergänzend:

Man(n) war im "Ur-Buddhismus" der Ansicht, Frauen könnten nicht die Buddhaschaft erreichen / niemals Buddha werden.

Meines Wissens nach hat der jap. Mönch Nichiren Daishonin im 13. Jahrhundert erstmals auf Basis der Studien über das Lotus Sutra, einer der letzten Sutren von Gautama Siddhartha, dem "Ur-Buddha" die Schlussfolgerung gezogen und "gepredigt" dass natürlich auch Frauen die Buddhaschaft erreichen können.

Er belegte dies mit der Legende über die 10jährige Tochter des Drachenkönigs, die als minderjährige, missgestaltete weibliche "Unperson" für die damalige Zeit durch Ihren Glauben an das Lotus Sutra die Buddhaschaft eher als viele weise Männern erlangte.

Seither ist der Nichiren-Buddhismus sowas wie ein "Hort der weiblichen Buddhas" - In Japan paritätisch besetzt, in Europa sind die Mehrheit der Nichiren-Buddhisten Frauen und den Männern absolut gleichgestellt.

Dennoch gibt es auch heute noch eine traditionelle Männer-Dominanz (sogar im Nichiren-Buddhismus) dergestalt, dass Männer irgendwie weiter nach oben in der B.-Hierarchie kommen.

Das muss natürlich überwunden werden!

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Ich bin Buddhistin. Ich spiele unter Buddhisten keine Rolle als Frau, sondern ausschließlich als Mensch. Das ganze Tamtam, schön sein zu sollen/wollen, sich Farbe ins Gesicht schmieren zu müssen, das Überbleibsel des Korsetts sich um die Brust schnüren zu müssen, usw. fällt unter Buddhisten auch weg. Schon alleine wegen diesem ätzenden Kleidungsstück hat frau nicht immer so Lust auf die "normale" Welt wo die Frauen gar nicht frei sind. So viele schreiben auf facebook ja, wie wahnsinnig erleichtert sind wenn sie nach der Arbeit den scheiß BH ablegen dürfen. 

 Eine hohe Meisterin wie z. B. Jetsun Khandro Rinpoche trägt die gleiche Robe wie die Männer tragen ( das Teil was auch der Dalai Lama an hat).  Das Kleidungsstück für Mönche und Nonnen ist also das gleiche. Es ist nichts anders, ob eine Meisterin oder ein Meister lehrt.

Die Tibeter haben z.T die alte Rollenverteilung, dass die männlichen Machos halt Ansagen machen in der Gesellschaft, Ehe usw. Und die Frauen gehorchen. Dies ist aber tibetische Kultur und nicht buddhistisch. In buddhistischen Schriften ist sowas nicht verankert. Allerdings einer Meisterin, die als verwirklicht galt, durfte und wollte noch nie ein Mann was sagen. Von der Machokultur betroffen waren/ sind also "nur" Frauen die nicht als Yogini gelten.

Allerdings muss ich sagen: in anderen buddhistischen Linien und Kulturen außer dem tibetischen Buddhismus kenne ich mich nicht aus.

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Die Frau kann für vieles stehen, einerseits für Liebe aber auch für Erotik und Verführung... Im Buch Siddartha, in welchem es über den Weg das Buddahs geht ist die Fraue eine teils Ablenkung für Ihn, sie versucht den angehenden Buddah von seinem Weg zu seinem innersten Ich abzubringen , indem sie probiert ihn zu umgarnen. Jedoch gibt es in der selben Geschichte eine Frau die den jungen Buddah in der Liebe und Erotik unterrichtet und ihm das Lieben beizubringen versucht. Wie du siehst kann die Frau im Buddhismus auf verschiedene Arten interpretiert werden und ich wette es gibt auch no weitere zu den oben genannten Symboliken, btw. Metaphern für die Frau im Buddhismus...

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