Welche Rolle spielen Autoren bei der Verfilmung ihres Buches?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das kommt auf die Art des Deals drauf an. Es gibt zum einen ganz klar "Fire & Forget" Verträge, wo für einen Preis X (meist Pauschale + Tantiemenen, oder ein Advance against Royalties + eben die Royalties) bezahlt werden, aber ansonsten kein Funken Mitspracherecht beim Autor bleibt.

Am anderen Ende der Skala ist die volle Einbindung des Autors, der dann meist auch in einer aktiven Rolle in den Credits gelistet wird. Das geht von Production / Creative Consultant bis hin zum Executive Producer.
Die meisten Vereinbarungen liegen irgendwo dazwischen, was verständlich ist. Zum einen will der Autor, gerade wenn es sich um eine laufende oder irgendwann vielleicht fortgesetzte Reihe handelt, sicher stellen, dass diese nicht "qualitativ verbrannt" wird.

Andererseits muss sich das Studio oder die Production Company dagegen absichern, dass Forderungen des Autors ein Risiko für den kommerziellen Erfolg darstellen.

Was genau hinter den Kulissen abläuft, ist für den Kinogeher oft nicht ersichtlich. Man kann aber einige grobe Schlüsse aus der Präsentation ziehen. Wenn der Name des Autors in den beworbenen Titel einfließt, zum Beispiel

Max Mustermann`s
Stirb Schnell 25

dann kann man davon ausgehen, dass der schon seine Finger mit im Spiel hatte. Wenn nur irgendwo im Vorspann kurz verschämt "basierend auf den Büchern von" oder gar "inspiriert von" auftaucht, dann eher nicht - oder es gab ein Zerwürfnis während der Produktion.

Ich befinde mich selbst gerade in Vorgesprächen, allerdings mit Partnern, die mich aus einer vorigen Zusammenarbeit in meiner hauptberuflichen Producer-Tätigkeit kennen. Daher werden mir finanziell nur Peanuts angeboten, aber man erwartet sich noch, mich als Associate Producer "gratis on top" mitzukaufen. Quasi das Schlechteste aus beiden Welten. Muss wohl erst berühmter werden ;)

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Das ist davon abhängig, welche Rechte er sich beim Verkauf der Verfilmungsrechte hat zusichern lassen.

Das geht bei "gar keine" los und endet bei einem ausführlichen Mitspracherecht, wie es beispielsweise J.K. Rowling bei der Verfilmung der Harry Potter-Romane hatte, das auch ein gewisses Mitspracherecht bei der Besetzung beinhaltete. Andere wiederum behalten sich das Recht auf die Verfassung des Drehbuchs vor.

Naja das Studio muss sich erstmal die Rechte erwerben.

Und da kann der Autor ja schon Bedingungen stellen, ob er mitmachen will oder nicht usw...

Das Studio akzeptiert diese Bedingungen, ändert diese, oder akzeptiert diese auch nicht.

Es ist also alles möglich würde ich sagen.

Woher ich das weiß:Hobby – viele Filme/Serien geschaut, Cineast, kenne mich aus

Kommt drauf an was vorher ausgehandelt worden ist. Der Autor von "World War Z" sagt zum Beispiel dass von seinem Buch bei der Verfilmung nur der Titel übrig geblieben ist.

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