welche rolle hatte der papst früher

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Die klare Trennung von Staat und Kirche gab es nicht. Klerus und Adel bildeten quasi eine Einheit in der Staatsführung. die Machtposition erlaubte es dem Papst, darüber zu entscheiden, wer König oder kaiser wurde. War auch nicht jeder Papst gleich mächtig, es lag ja auch an der Persönlichkeit der Person, die auf dem Thron saß, so bestimmten sie doch über weite Zeit das Geschehen im Mittelalter. Die Kreuzzüge wurden zum Machterhalt der Katholischen Kirche ausgerufen. Nicht die Übersendung der "Frohen Botschaft" an Andersgläubige war das hehre Ziel Rief ein Papst zum Heiligen Krieg, so mußten die Königs und Fürstenhäuser Gefolgschaft und Geld bereitstellen. Mit dem Kirchenbann besaß der Papst ein Machinstrument, mitdem er sich die Adeligen gefügig machte. heute würde wahrscheinlich keiner mit der Schulter zucken, wenn er aus der Kirche ausgestoßen wird. Damals kam es einer Ächtung, der Vogelfreiheit gleich. König Barbarossa ebtschuldigte sich demütigst bei seinem Bittgang nach Canossa beim Papast, damit er wieder in Ehren aufgenommen wurde. Heinrich der IV konvertierte zum katholischen Glauben, um König von Frankreich werden zu können.

Danke dür's Sternchen :-)

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Es gab schon eine Trennung von geistlicher und weltlicher Gewalt, z.B. war das Rechtssystem dem Kaiser unterstellt...

Dann wird es abenteuerlich...:-)...Friedrich der I. (Barbarossa) ist nie nach Canossa gepilgert - das war Heinrich der IV. auf Grund des Investiturstreites! -, sondern hat dem jeweiligen Papst die Stirn geboten...

Es hat keinen Koenig im MA gegeben der zum Christentum konvertierte, das waren alles strenge Christen, ich denke Du meinst Chlodwig I. der legte aber lediglich den Arianismus ab und erkannte die Trinitaetslehre an.

Wenn man nicht einmal die elementarsten Kenntnisse ueber Geschichte hat, sollte man solche Fragen nicht beantworten, dem Fragensteller kann man keinen Vorwurf machen...

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@riara

Barbarossa ist heftig daneben. LOL. Da danke ich für die Korrektur.

Aber ansonsten bitte ich riara auch genau zu lesen was geschrieben wurde. Nicht zum Christentum bekehrte sich ein König sondern zum katholischen Glauben konvertierte der Franzose, damit er König von Frankreich werden durfte. Dem ist ja wohl nichts entgegenzusetzen. Den freundlichen Nebensatzen mit den elementarsten Grundsätzen von hm da wollen wir mal schweigen und sich nicht auf das Niveau anderer herabbegeben. Ein schönes Restwochenende dann noch.

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@Merzherian

Es gab keinen franzoesichen Koenig der vorher nicht Christ war, da kommt nur der Franke Chlodwig in Frage, dieser bekannte sich aber zur Trinitaet, Christ war er schon lange vorher...:-)

Frankreich ist als Name noch nicht so alt, Chlodwig stand z.B. dem Merowingwer-Reich vor, erst Karl der Grosse war der erste wirkliche Koenig aller Franken, Frankreich wurde zuerst von Philipp II. um 1190 verwendet...:-)

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@riara

@ riara:Nochmal für Anfänger, lies den Text richtig. Gegen berechtigte Kritik habe ich nie etwas einzuwenden. Aber du beißt dich gerade verzweifelt an eineer Sache fest, die hier nicht steht und die hier auch keinen Platz hat. Wenn du so ein kleines Christengeplänkel mal wiedr für's Wochenende anstoßen willst, nur zu, ist doch immer wieder unterhaltsam und lachen ist gesund. Stell doch so ne Frage rein. Aber hör mit diesen Verdrehungen auf, die jeder Sinnhaftigkeit widersprechen. In dem Sinne ein ganz feines Wochenende.

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@riara

Chlodwig I. konvertierte sehr wohl zum Christentum. Er war vorher Heide, genau so wie die gesamte Oberschicht der Franken. Seine Frau Chrodechild war Christin und wollte unbedingt, dass Chlodwig zum Christentum konvertierte. Bei der Taufe des erstgeborenen Sohnes ließ Chrodechild die Kirche mit Teppich und Decken schmücken. Der Sohn erstickte aber bei der Taufe, und Chlodwig rief "Wäre der Knabe im Namen meiner Götter getauft gewesen, gewiß lebe er noch; aber er konnte nicht leben, weil er im Namen eures Gottes getauft ist!"

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Mit den Kreuzzügen kommt man leicht in falsches Fahrwasser. Ihr Zweck war ein anderer als du schreibst, bist darüber offenbar nicht so gut informiert. - Sonst isses ganz ok.

Ach so, den Canossagang machte Heinrich IV., nicht Barbarossa.

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Respekt vor der gewaltigen Antwort von Merzherian samt getilgten Irrtümern, aber es gibt Fragen, die lassen sich nur sehr schwer mit ein paar Sätzen umfassend beantworten ohne nicht schon wieder im einen oder anderen Fall unpräzise oder gar falsch zu werden. Ich empfehle hier einen Klassiker der Geschichtsschreibung: Leopold von Ranke: Die Päpste. Damit hat man eine Grundlage, in die man dann auch die modernen Erkenntnisse zu einem Gesamtbild sinnvoll einordnen kann. Nur, an einem Wochenende geht so etwas natürlich nicht.

Er hatte in etwa dieselbe Position wie heute, nur dass die Mitgliedschaft in der Kirche obligatorisch war und er dadurch enorme Macht hatte. Er konnte androhen einen Herrscher zu exkommunizieren und damit wäre seine Herrschaft in Gefahr.

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