Welche Risiken bestehen bei einer Ausweitung von DNA-Datenbanken?

2 Antworten

Der hauptsächliche Nachteil ist die missbräuchliche Verwendung. Auch wenn es durch gesetzliche Regelungen unterbunden wird, weiß man aus Erfahrung, dass trotzdem, also illegal, auf solche Daten immer wieder zugegriffen wird. Ebenso weiß man auch aus Erfahrung, dass gesetzliche Regelungen kaum abschreckend wirken, da es immer Tricks gibt, sich juristisch aus der Klemme zu ziehen und oft auch der Nutzen erheblich größer ist als die zu erwartende Strafe. Politiker, die gegen solche Gesetze verstoßen, haben juristisch kaum was zu befürchten (siehe Spendenaffäre von Altkanzler Kohl). Auch die Verfolgung Unschuldiger, die heute schon normale Rechtspraxis ist, würde zunehmen.

Ist es denn in Ordnung, wenn Deine DNA entschlüsselt wird und Du aufgrund eines Gens, welches unter Umständen verbrecherische Aktivitäten auslösen könnte, präventiv verhaftet und verurteilt würdest? Oder vielleicht neigst Du zu psychischen Krankheiten und wirst präventiv eingewiesen? Die Krankenkassen könnten sich dieses Wissen zunutze machen und Krankheiten, an denen Du eventuell erkranken könntest von der Leistung ausschließen. Banken könnten Dir Kredite verweigern, Arbeitgeber Dich daraufhin nicht einstellen, weil Dir die richtigen Gene fehlen oder Du in Kürze schwer Krank werden könntest...

Außerdem kann man gezielt DNA-Spuren hinterlassen und andere damit richtig in Schwierigkeiten bringen. Ich fische Deinen Kaugummi aus dem Müll und lasse es am Tatort...

Denk mal darüber nach.

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