Welche Religionen möchte die AfD entfernen?

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8 Antworten

Es geht lediglich um den Islam.

Der Grundgedanke dabei ist nicht das Thema Religion als solche, sondern lediglich die Kompatibilität zu westlichen Gesellschaftsformen, zu denen diverse Inhalte des geglaubten und zum Teil auch gelebten Islam nicht passen.

Die AfD hat die seltsame Idee, "das Christentum" gehöre zu Deutschland, aber "der Islam" nicht. So weit ich das überblicke möchte die AfD gar keine Religion entfernen, sie möchte das "der Islam" sich an das etwas seltsame Leitbild von einer "christlichen Kultur des Abendlandes" anpaßt. Wenn man ihn ncht bemerkt ist er in Ordnung. Was das genau für ein Verschobenes Werte- und Weltbild ist kannst Du im Grundsatzprogram von 2016 nachlesen.

Neben dem Parteiprogramm das man lesen kann hier mal ein ganz aufschlußreiches Interview zum Thema AfD und Glaube:

http://hpd.de/artikel/afd-speerspitze-des-christlichen-fundamentalismus-12723

Sagittarius1989 26.09.2016, 14:58

das Christentum" gehöre zu Deutschland, aber "der Islam" nicht.
tut er ja auch nicht klar es gab schon vor über 200 Jahren Islam hier aber das war eine Minderheit ,der Islam gehört nun mal in dem Kulturkreis des Morgenlandes,so wie auch Buddhisten eine Asiatische Religion ist.

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matmatmat 26.09.2016, 15:13
@Sagittarius1989

Wo etwas hingehört ist doch eher eine Frage der Zeit und des "Stichtags" den man da setzt, oder? Großteile Portugals waren 500 Jahre lang muslimisch. Gehört Portugal jetzt nicht mehr zu Europa? Wie weit geht man da zurück? Im Ursprung ist das Christentum in der gleichen Region außerhalb Europas entstanden wie der Islam. Wie kann man sich da hinstellen und sagen "das eine gehört her, das andere nicht"? Wahnvorstellungen sind doch nicht an eine Region gebunden, sondern reisen um die Welt, immer mit den Menschen die sie haben, oder?

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matmatmat 26.09.2016, 15:17
@matmatmat

Nachtrag, weil ich eine Weile gebraucht habe den Buchtitel zu finden:

Das schöne in Europa ist doch, daß wir uns mit Jahrzehntelangen
Kriegen erkämpft haben, daß hier jeder denken darf was er möchte.
Natürlich sollte man verlangen, das sich das Gedankengut den allgemeinen Menschenrechten unterordnet (sollte es überall, tut es leider nur nicht überall), aber davon abgesehen darf hier gerne jeder glauben was er möchte und ein Aberglaube dem anderen vorzuziehen nur weil Leute ihn ein par Jahre früher hatten empfinde ich als bizarr.

Lesetip, ein Buch, bei dem schön aufgeschlüsselt wird, welcher Teil unserer Kultur und Gesellschaft welchen Ursprung hat:

"Christlich-Abendländische Kultur" von Rolf Bergmeier.

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Die AfD will keine Religion abschaffen, hat aber eine extrem ablehnende Haltung gegenüber dem Islam, was sich auch in ihrem Programm zeigt.

In ihrem Grundsatzprogramm sagt die Partei, der Islam "gehört nicht zu Deutschland" (Seite 49), will die Auslandsfinanzierung von Moscheen stoppen (S. 49) und fordert, der Islam dürfe keine Körperschaften des öffentlichen Rechts bilden (S. 50)

Diese Anerkennung wurde bereits einem islamischen Verein gewährt, so dass er Steuervorteile in Anspruch nehmen, eigene Friedhöfen betreiben kann und theoretisch auch das Recht auf Religionsunterricht hat.

Außerdem fordert sie ein Verbot der Vollverschleierung im öffentlichen Raum (Seite 50).

Kritik am Islam müsse "erlaubt sein" (S. 49) was ja aber durch die Meinungsfreiheit ohnehin bereits gewährleistet ist. Man wehre sich dagegen, Islamkritik pauschal als"islamophob" zu bezeichnen.

Soweit die offiziellen Angaben der AfD.

Die AfD kann keine Religion entfernen. Sie nutzen Themen, welche bei der "gebildeten" Schicht ankommen, Menschen die Angst vor Ausländern haben bzw. von Menschen, die deren Jobs übernehmen können, obwohl die nicht einmal Deutsch sprechen können :D

Die eigentlichen Probleme sprechen die nicht an, wie jede andere Partei auch nicht, weil dann gibt es ein richtiges Echo.

In Deutschland gibt es einige Sekten, die vom Staat untrlerstützt werden, weil Sie den Isoam spalten. Die AfD will diese Sekten als Islam verkaufen.

Verbieten nicht, ungesehen machen, ja. Der Islam soll in der Öffentlichkeit nicht mehr stattfinden.

Wenn sich all das bewahrheitet , was über diese Partei an Ungereimtheiten  im Umlauf ist.... dann sage ich nur :

                                           "armes Deutschland !"

Keine. Selbst der Islam ist geduldet, wenn er nicht offen gezeigt wird.

SplitterFX 26.09.2016, 13:49

Wow, das ist ja keine Diskriminierung
"Ich habe nichts gegen Muslime, wenn sie nicht zu sehen sind"

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MAB82 26.09.2016, 13:51
@SplitterFX

Dem stimme ich voll zu. Das ist ja das Verwerfliche an der AFD.

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Jogi57L 26.09.2016, 16:04
@MAB82

hm.. in dem Punkt stehen sich AFD und Islam ziemlich nahe:

Pflichten der Dhimmis

Die Rechtsgelehrten legten eine Anzahl von Pflichten für die Dhimmis fest, die erfüllt werden mussten.

 Nach dem bis heute wirkenden Rechtsgelehrten al-Mawardi (†1058) gehören folgende Verhaltensweisen zwingend zu den zu erfüllenden Pflichten: 

Verzicht auf Angriffe oder Beleidigungen des Korans, des Propheten und des Islam überhaupt, 

Verbot der Berührung oder Heirat einer Muslima, Bedrohung des Lebens oder Eigentums eines Muslims, des Versuchs der Missionierung eines Muslims und Verzicht auf jegliche Hilfe für die Feinde der Muslime. 

Daneben existierten nach al-Mawardi „wünschenswerte“ Verhaltensweisen:

 das Tragen bestimmter Kleidung, die Juden und Christen als solche kennzeichneten, das Verbot, neue Synagogen und Kirchen zu bauen oder höhere Häuser zu errichten als die der Muslime, 

und die Pflicht, sich des öffentlichen Genusses verbotener Produkte – Wein, Schweinefleisch – zu enthalten, und das Verbot der Zurschaustellung von Kreuzen und des Geläutes von Kirchenglocken.

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Die wollen gar keine Religion entfernen.

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