Welche Religionen ehren die Tiere genauso wie den Menschen - oder geht es immer nur um das Heil des Menschen?

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9 Antworten

Eigentlich alle Naturreligionen.
Das findest du bei den Ureinwohnern Nord- und Südamerikas, Afrikas und Australiens. Und du findest es auch im Buddhismus, wobei indigene Völker oft sowieso noch näher sind an der Natur, weil sie in ihr und mit ihr leben (wenn sie denn gelassen werden).

In den drei arabischen Religionen Judentum, Christentum und Islam ist es allerdings so, dass Mensch sich über den Rest der Schöpfung erhebt und sich ganz gerne als Krone der Schöpfung ansieht, wobei gerade diese Kulturen sich eher wie der Reißwolf der Schöpfung aufführen.

Interessanterweise gibt es da auch Parallelen zu ostasiatischen Kulturen
wie in China, Japan usw.. Diese Parallen betreffen allerdings nicht
nur die Religionen des abgehobenen Menschseins, sondern die Wirtschaft. Wo immer man hinschaut, gehen Wirtschaft und Missachtung von Tier und Natur Hand in Hand. Eine von der Natur abgehobene Stellung des Menschen in Verbindung mit der Einführung eines Bezahlmediums mündet überall darinnen, Schindluder mit der Schöpfung zu treiben - aber wie soll es auch anders sein, wenn Mensch der Idiotie verfällt, so was Besonderes zu sein, dass er aus der Natur Geschäfte machen darf?

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Kommentar von ancanei
19.11.2016, 01:24

Ich hab etwas Wichtiges vergessen:

Wenn ich vom 'Christentum' rede, dann meine ich NICHT die Lehre von Jesus Christus, sondern die Interpretation der Schriftgelehrten bzw. deren Definition des Christentums. Das ist etwas völlig anderes.

Jesus Lehre fordert uns auf, Schöpfer und Schöpfung zu lieben mit allem, was uns ausmacht. Und aus dem, was man liebt, macht man keine Geschäfte.

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Diese, die wir heute Naturreligionen oder Schamanismus nennen.

Anders als die moderne Wissenschaft, die herausgestellt hat, dass Tiere und Menschen sich im (biologischen) Körper gleichen, und nur die "Kultur"/Lebensweise anders ist, besteht im Schamanismus ein umgekehrtes Weltbild, in welchem die Kultur gleich ist (sowohl Tier als auch Mensch besitzt eine Familie, muss sich ernähren, schlafen und besitzt Gewohnheiten) jedoch wie einen unterschiedlichen Körper besitzen. 

Daraus folgert: Tiere werden zwar nicht verehrt, dennoch als Wesen, das mit dem Mensch koexistiert geehrt. Die Jagd ist erlaubt, da sie der Ernährung dient - sowohl Puma als auch Mensch muss ja die Familie ernähren ;) 

Liebe Grüße, B

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Kommentar von Kachada
19.11.2016, 01:12

Die Indianer jagten auch die Büffel und mit dem erlegten Bären rauchten sie symbolisch die Friedenspfeife. Wer bedankt sich schon nach dem essen eines Rinder-Steaks oder denkt an das jeweilige Tier?

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Keine der bekannten Religionen. Tiere sind Tiere und keine Menschen und deshalb muss es einen Unterschied geben. Das bedeutet aber nicht, das diese Seele nicht in den Himmel kommt und das wir Menschen tun können, was immer wir wollen.

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Kommentar von ancanei
19.11.2016, 16:09

Das ist so nicht ganz richtig. Natürlich sind wir darauf konditioniert, dass der Mensch eine gesonderte Spezies ist, aber der Mensch ist ein Primat, der sich in einigen Kulturen selbst über seine Natur erhoben hat. Natürlich hat er besondere Fähigkeiten, aber soviele sind das nicht. Seine Abgehobenheit entspringt vor allem seiner Überzeugung an diese Abgehobenheit. Und das war auch die Basis der Wissenschaften, die aber Gott-sei-Dank heute soweit sind, im Gallopp zurückzurudern. Und ein Schimpanse ist dem Menschen VIEL näher als dem Reptil, der Echse, dem Vogel oder dem Fisch.
Außerdem hat es weder Mensch, Tier noch Natur gutgetan, dass Mensch sich dem Wahnsinn hingegeben hat, von Gott auserwählt zu sein. Und wenn ich Gott wäre und mein Kind sich erdreisten würde, seine Geschwister und alles, was ich geschaffen habe, für sich im schieren Eigennutz und Größenwahn zu erniedrigen, dann würd ich ihmden Hosenboden so stramm ziehen dass er glaubt, sein Ar*** sei geliftet.
Für mich ist Gott natürlich kein persönliches Wesen, sondern die Essenz der Schöpfung und des Lebendigen, deswegen ist 'wenn ich Gott wäre' nur ein Fantasie-Wortspiel :D

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Jesus hat niemals gesagt, man müsse irgendwelche Vorschriften einhalte, um "in den Himmel" zu kommen.

Der Himmel ist kein Ort, sondern ein spezieller, ein "himmlischer" Bewusstseinszustand. Hat man diesen Bewusstseinstand erlangt (durch die "2.Geburt", die "durch den Geist" wird man sich bestimmt nicht (mehr) an Tieren vergehen, man wird sie als Mitgeschöpfe achten und entsprechend (gut) behandeln.

Also: zueerst Bewusstseinsänderung, dann, weil eben dadurch, anderes Verhalten.

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Kommentar von Kachada
19.11.2016, 00:52

Mitgeschöpfe - Auchgeschöpfe

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die früheren naturreligionen ehrten und verehrten alle die natur mit allen wesen darin.........sie sprachen auch oft nur von mutter natur und davon IM einklang MIT der natur zu leben.............

aborigines haben in ihrem glauben viele tiere mit enthalten, genauso wie die indianer amerikas, die z.b. die "büffelfrau" als großes geheimnis ansahen..... selbst die alten ägypter verehrten tiere als götterform...........der ganze religiöse glaubenswahn ist erst mit dem monotheismus aufgekommen und die letzten 2000 jahre haben bewiesen, dass eine welt ohne religionen mit sicherheit anders und schöner wäre, denn 85 prozent der menschen, die an ihren gott glauben, sind nicht in der lage, ein echtes paradies zu erschaffen.........WEGEN dem glaubenswahn..................:)

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Im Buddhismus wird jedes Lebewesen geschätzt und eines umzubringen ist wie sich selbst zu töten.

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Kommentar von Kachada
19.11.2016, 00:45

Nur geht man in ostasiatischen und somit auch in  buddhistisch geprägten  Ländern nicht gerade zimperlich mit manchen Tieren um... Da werden beispielsweise Hunde elendig in Käfigen zusammengepfercht auf dem markt verkauft 

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Im Buddhismus und Jainismus wird jedes Tier ebenso geehrt, wie der Mensch.

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Kommentar von Kachada
19.11.2016, 00:40

Duldet man sie auch in ihren Klöstern?

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.....geht es immer nur um das Heil des Menschen? 

so ist es

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am ehesten wohl der buddhismus

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Kommentar von Kachada
19.11.2016, 00:35

"Die Tiere sind unsere Verwandten und lehren uns. Solange die Wölfe leben, lebe auch ich; wenn sie sterben, sterbe auch ich." TASUNKE HINTO, BLUE HORSE, DAKOTA

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