Welche Religion lässt den Menschen sein Leben leben?

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18 Antworten

Bei mir gibt es nicht viele Regeln und die, die es gibt, sind nicht "verpflichtend". Ich muss nichts davon machen, wenn ich es nicht will oder es sich für mich nicht richtig anfühlt.

Nur eine dieser Regeln würde ich als zwingend empfinden: Schade niemandem (das schließt auch einen selbst mit ein...daher: ich muss nichts tun oder sein lassen, wenn ich das so nicht möchte).

Im Groben sind die Regeln: Liebe und vertraue, sei maßvoll, erst zuhören, darüber nachdenken und dann reden. Feiere die heiligen Tage im Jahreskreis, sei gütig, lüge nicht, halte dich fern von Menschen, die dir nicht gut tun und tu, was du willst, solang es niemandem schadet.

Ich bin eine Wicca.

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Ob man die Gebote und Regeln einer Religion als Weg zur geistigen Befreiung, oder als Einschränkung der persönlichen Freiheiten betrachtet, ist Ansichtssache.

Heutzutage ist praktisch jeder auf seine Individualität stolz und die Vorstellung, sich zusätzlichen Regeln zu unterwerfen wirkt wenig attraktiv.

Tatsache ist aber, dass wir erst durch die Regeln und Beschränkungen, die uns unsere Eltern auferlegt haben, zu den Menschen wurden, die wir heute sind.

Regeln stehen also nicht zwangsläufig der freien Entwicklung der Persönlichkeit im Weg, zügeln aber mitunter das Ego des Menschen.

Persönliches

Ich selbst bin Buddhist und fühle mich als religiöser Mensch keineswegs unfrei, oder in wesentlichen Dingen beschränkt.

Es gibt fünf Grundgelübde, die alle Buddhisten, egal welcher Tradition sie angehören, allgemein als verbindlich akzeptieren.

Je nachdem, welcher Richtung des Buddhismus man angehört, können weitere dazu kommen. In meinem Fall sind es 16 Gelübde.

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Wir haben die Freiheit, alles mögliche auszuprobieren, werden aber unweigerlich früher oder später mit den Folgen konfrontiert.

Religion regelt normalerweise wie wir mit Gott, unseren Mitmenschen und mit uns selbst umgehen. Folgen wir religiösen Vorschriften, so ersparen wir uns eine Menge negatives Karma, unter dem wir später zu leiden hätten. Somit geben uns gewisse "Einschränkungen" Freiheit von negativen Folgen.

Die Vermeidung von negativem Karma ist ein Aspekt. Wichtiger wäre es, an unserer Beziehung zu Gott zu arbeiten, denn nur dadurch wird es uns ermöglicht, diese Welt der Gegensätze, in der fast alle Handlungen negative Folgen mit sich bringen können, wieder hinter uns zu lassen. 

Niemand ist in der Lage sein Leben so zu leben, dass kein Karma entsteht.

Aber stellen wir bewusst Gott in den Mittelpunkt unseres Lebens (wie es z.B. im Bhakti-Yoga praktiziert wird), dann sind wir von allen Reaktionen auf unsere Handlungen, sei es nun negatives oder positives Karma, befreit. Auch positives Karma bindet uns an den Kreislauf von Geburt und Tod. 

Also, auch wenn das auf den ersten Blick paradox zu sein scheint, genau genommen sind wir erst dann frei, wenn wir wieder nach dem Willen, den Wünschen Gottes handeln.

Die Veden beschreiben, dass wir von Ihm getrennte Teile Gottes sind. Als solche sind wir von Ihm abhängig und können letztendlich nur dann zufrieden sein, wenn auch er es ist.

Wie sehr Gott mit uns zufrieden ist, das lässt sich an unseren (inneren und äußeren) Lebensumständen ablesen. Wir bekommen genau das, was wir verdient haben und wenn wir ein wenig realistisch und ehrlich sind, dann werden wir uns kaum jemals "beschweren". Aber da wir nicht gern zugeben, wie es in unserem Inneren aussieht, machen wir entweder Gott verantwortlich oder leugnen seine Existenz.

Dabei wäre es so einfach: in der Bhagavad-gita Wie Sie ist", Kapitel 18, Vers 66 sagt Krsna (Gott) selbst: "Gib alle Arten von Religion auf und ergibt dich einfach mir. Ich werde dich von allen sündhaften (karmischen) Reaktionen befreien. Fürchte dich nicht."

"Religion aufgeben" - das heißt nicht "keinen Regeln mehr folgen", sondern Gott in den Mittelpunkt zu stellen, zu akzeptieren, was auch immer Er für uns vorgesehen hat und sich keine Sorgen mehr um sein Leben in dieser Welt zu machen. 

"Entkommen" können wir unserem Karma oder Gott ohnehin nicht. Wie Er an anderer Stelle in der Bhagavad-gita (4.11) sagt: "Jeder folgt meinem Pfad in jeder Hinsicht." 

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robi187 24.09.2016, 15:55

es gibt ein deutsches volkslied:

http://www.labbe.de/liederbaum/index.asp?themaid=60&titelid=361

um die gedanken der menschen in griff zu bekommen braucht man dazu eine religion?

wo ist auf der welt mit den vielen religionen denn der größe spielraum der feiheit zu feinden? z.b. die menschen rechte?

wenn wer meint das das leben für das jenseit da ist, der sollte mal gott fragen ob das so richtig ist?

viele glauben das dies von menschen hand kommt?

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RevatiKKS 24.09.2016, 16:26
@robi187

Es geht in erster Linie nicht um die Gedanken der Menschen. Denn die Gedanken resultieren aus unseren Wünschen und Gefühlen.

Nennst du das Freiheit, wenn wir den daraus entstehenden Gedanken und Plänen zwanghaft folgen?

Die größte "Freiheit" findest du in den vedischen Schriften. Dort findet man Regeln für alle Arten von Menschen, ganz nach ihrem spirituellen Entwicklungsstand. In Indien findet man auch heute noch so viele teilweise sehr unterschiedliche spirituelle Praktiken, da hat jeder Mensch eine Möglichkeit sich weiterzuentwickeln. 

Wie ich schon sagte, es geht nicht darum Religion zu praktizieren, sondern wieder in Kontakt mit Gott zu kommen. Religion mag für den Anfang ganz hilfreich sein, ist aber nicht das letztendliche Ziel.

Aber ich kann das nur noch einmal wiederholen: ohne Regeln geht es nicht. Von Religion einmal ganz abgesehen - wo kann man klar kommen, ohne gewissen Regeln zu folgen?  

Es gibt so viele Gesetze und Gesetzmäßigkeiten.

Fahr mal ohne Ticket mit der Bahn, oder mit dem Auto verkehrt herum in eine Einbahnstraße; sag mal deinem Chef oder deinem Lehrer, dass du ab sofort nur noch einmal in der Woche auftauchen wirst; steck mal den eingeschalteten Toaster in die Badewanne um das Wasser aufzuheizen; versuche mal Geld aus dem Geldautomaten zu bekommen, indem du deine Krankenkassenkarte reinsteckst;  versuche mal deinen Fernseher anzuschalten, indem du den Stecker ziehst... bestenfalls bekommst du nicht das gewünschte Ergebnis und in vielen Fällen handelst du dir Schwierigkeiten ein.

Das Leben ist nicht für das "Jenseits" da, sondern es existiert ewig. Aus Sicht der spirituellen Welt, aus der wir ursprünglich stammen, ist übrigens die uns jetzt bekannte Welt das "Jenseits". 

Wir leben hier in einer Welt, in der der Tod zur Tagesordnung gehört. Er ist allgegenwärtig. Wenn du hier bleiben möchtest - das steht dir frei, die Freiheit hast du.

Deinen letzten Satz habe ich leider nicht verstanden.

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Was verstehst Du unter Freiheit und Einschränkung?

Als evangelisch-reformierter Christ fühle ich mich von der Religion her sehr frei. So weit es geht lebe ich nach dem Jesus Wort: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

Das heißt, manchmal auf seinen Vorteil zu Gunsten des Anderen zu verzichten. Den 10. Teil meines Einkommens für bedürftige Menschen und andere diakonische Aufgaben zu verwenden. Ökologisch nicht nur für mich, sondern auch an die nächste Generation zu denken usw. Dies jedoch alles ohne "Heiligenschein". Bis vor ein paar Jahren unternahm ich z. B. keine Urlaubsreisen mit dem Flugzeug. Da es keine guten Alternativen mit der Bahn oder dem Schiff gab, verzichtete ich nicht auf eine solche Reise, sondern flog. Auch sonst gibt es immer wieder Verhaltensweisen, bei der ich mich über mich ärgere, weil Jesus etwas anderes (besseres) vorgelebt hat.

Die grösste Freiheit ist, keine Angst vor der Zukunft zu haben.  Mein Leben ist in Gottes Hand. 

 

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Keine. Religion ist dafür geachaffen worden, dass eine höhere Gruppe das niedere Volk unterdrücken und so formen kann, wie sie es will. Die eine mehr, die andere weniger. Aber ich kenne keine Religion die einen Menschen so leben lässt, wie er es ohne Religion machen würde.

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Religion ohne Regeln gibt es wohl nicht. Wenn die Menschen sich gezwungen sehen, nach bestimmten Regeln zu leben statt dass es sich ergibt, dass diese Regeln genau ihrem gewollten Handeln entsprechen, dann schränkt sie ihn ein.

Aber auch wenn manche schreien, dass es Zwang sei: Manche Regln entsprechen eben dem was man will und dann schränken sie nicht ein sondern dienen als Angebot der Führung in Zeiten der Vergesslichkeit.

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robi187 23.09.2016, 19:08

ist dies auch nur glauben sache? gibt es auch regeln die zur freiheit fürhen?

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priesterlein 23.09.2016, 19:31
@robi187

Für den Gläubigen ist der Glaube die Befreiung, für den Nichtgläubigen ein Zwang. Ich wurde durch Jesus befreit.

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Keine Religion, oder ev. noch Pastafarianismus (wenn man das als Religion und nicht als Parodie auf ebendiese sehen will)

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religionen sind dazu da, um die menschen auf der erde zu erziehen, bis sie "mündig" geworden sind.

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robi187 25.09.2016, 06:33

wo steht dies das die religionen erziehen? oder machten dies meinschen daraus? was hat erziehung mit glauben an einen gott zu tun?

ein allmächtiger gott braucht erziehung?

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nowka20 25.09.2016, 13:16
@robi187

gott erzieht die menschen durch religionen, bis die selbsterkenntnis erarbeitet  haben.

dann können sie alleine weitermachen

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nowka20 28.09.2016, 13:08
@robi187

@robi!

hesse hatte das gut erkannt und in gedichtsweisheit umgeschmolzen.

danke für das hessegedicht!

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Eine Religion die dir deine Freiheiten lässt.

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tommy4gsus 23.09.2016, 19:17

Sorry, das ist keine Antwort auf die oben gestellte Frage.

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Wicca und andere Naturreligionen wie z.B. Ásatrú.

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Liegt im Auge des Betrachters-Genau so wie die Schönheit.:)

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robi187 23.09.2016, 19:48

sicher? nur was führt zb zu mehr besere menschenrechte auf erden und was schränkt dies mehr ein?

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AzadeBo 23.09.2016, 21:46

das kann dir keiner wirklich so sagen. İch bin Moslem elhamdullah und würde deshalt natürlich auf den İslam tippen. Dann gibt es Christen, die sagen was anderes, dann Juden und etc... Deshalb,die Frage kann dir nicht mal jemand unreligiöses beantworten.

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Das macht keine "Religion", denn diese sind vom "Gott dieser Welt" gegründet (Offb.12,9; 17.4-6), der alle Menschen hasst und sie umbringen will (Offb.19,19).

Unser ewige Schöpfer jedoch lässt jeden Menschen "seine Entscheidung" treffen (5.Mose 30,19; Röm.6,23).

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robi187 25.09.2016, 17:20

heute ist der gott dieser welt das geld?

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Das "echte" Christentum. Keine andere Religion lässt dem Menschen alle Freiheiten. Man darf alles tun - außer den 10 Geboten, die sind dafür gemacht, dass der Mensch eben nicht seiner Freiheiten beraubt wird!

Und für die Sünden hat Jesus schon bezahlt. Also - nur gute Nachrichten!

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Hi,

Religionen sind im Grunde dazu da, ein friedliches miteinander der Menschen zu gewährleisten (ich weis, edel im Gedanken, erbärmlich in der Umsetzung), daher liegt es in der Natur von Religionen ihren Anhängern gewisse Vorschriften zu machen bzw. sie zu einer Weltsicht zu bringen, mit der sie sich anderen gegenüber rücksichtsvoll verhalten.

Von daher bleibt dir wenn du selbstbestimmt leben willst leider nur selber Denken übring, ich weis das das anstrengend sein kann, aber es lohnt sich.

"- Sprach der Paganist ;-)"

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robi187 23.09.2016, 19:13

der staat gibt die regeln vor und nicht die religionen auf erden?

aber lese mal oben die frage?

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Welche Arbeitsstelle lässt mich tun, was immer ich will, auf der Arbeit? :D

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robi187 24.09.2016, 07:01

religion ist weisungsgebundene arbeit? so könnte man dies auch sehen?

oder hat die freiheit was mit entwicklung z.b. von produkten oder gar mit entwicklung von menschenrechte zu tun?

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gar keine, denn alle religionen haben den anspruch, dass man dessen märchenfigur anbeten und ihm/ihr dienen oder gehorchen muss..........

religionen sind nur dazu da, um menschen zu beeinflussen und zu beherrschen.....:)

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Keine. 

Wenn man wirklich ein Leben nach religiösen Regeln ohne sie zu brechen führen will, muss man sich einschränken.

Es gibt nur liberalere und weniger liberalere Ausrichtungen von Religionen und zwar bei nahezu allen Religionen. 

(Kultur-religiöse Ungläubige bis schriftgläubige Fundamentalisten)

In ihrer Regeln stehen Religionen im krassen Widerspruch zum modernden Freiheitsbegriff.

Wie frei man leben kann, hängt von der Einhaltung dieser Regeln ab.

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robi187 23.09.2016, 19:33

welche freiheiten der religoinen haben z.b. die menschen rechte hervorgebracht?

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MisterX85 23.09.2016, 19:40
@robi187

Keine. 

624 v. Chr. wurde bspw. im antiken Athen die willkürliche Rechtsprechung eingeschränkt.

Das war sozusagen der erste dokumentierte Versuch Meschen Rechte zu geben.

Religionen haben meist (nicht in allen Fällen) auf der seit derer gestanden, die Menschenrechte eingeschränkt haben. Die Religion diente hierfür oft als Rechtfertigung.

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tommy4gsus 23.09.2016, 19:36

Ganz falsch, lieber MisterX85. Ich bin seit 40 Jahren lebendig-gläubig und fühle mich durch die christlichen Fundamente null eingeschränkt, sondern vielmehr geschützt. Und wieso um alles in der Welt soll eine lebendige Beziehung zu Jesus ein krasser Widerspruch zur Freiheit sein?

Wie schon Jesus gesagt hat: "Wer an mich glaubt, ist wirklich frei!"

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MisterX85 23.09.2016, 19:52
@tommy4gsus

Ich meinte auch nicht dich als Person sondern reale Fälle in den Menschen aufgrund von Religionen Freiheiten aufgeben müssen.

Menschen die diese Freiheiten nicht wollen sind auch nicht eingeschränkt.

Aber z.B Homosexuelle die in Deutschland heiraten wollen sind es .

Ode Frauen die Abtreibungen vornehmen wollen.

Oder Leute  die generell  NICHT an Deinen Gott glauben wollen und gezwungen sind sich an politisch manifestierte, christliche Dogmen halten zu müssen sind es.



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