Welche Religion ist die Logischte?

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19 Antworten

Wenn es dir um die bewusste Wahl einer Religion geht, ist Logik meiner Meinung nach ein zweischneidiges Schwert..

Suche nach Religion

Da Menschen häufig über Lebenskrisen mit Religion in Kontakt kommen, fühlen sie sich eher emotional berührt, statt rational überzeugt.

Ein spirituell Suchender hat also einerseits den Wunsch nach Antwort auf Lebensfragen, zugleich aber auch häufig eine emotionale Sehnsucht.

Die wenigsten Menschen werden aus rationalen, objektiven Gründen religiös, sondern aufgrund von subjektiven, emotionalen Erfahrungen.

Vergleiche von Religionen

Wenn es dir darum geht zu prüfen, welche Religion am "logischsten" ist, so wirst du in allen Religionen irrationale Elemente finden.

Praktisch jede Religion setzt irgendeine Form von Glauben voraus - und sei es nur daran, dass der Gründer eine besonders wertvolle Lehre bietet.

Der einzig "logische" Grund, einer Religionsgemeinschaft beizutreten, ist der Wunsch nach sozialen Kontakten in einer homogenen Gruppe.

Dieses Bedürfnis könnte aber womöglich auch rein weltlich, etwa durch einen Sportverein, befriedigt werden und bedürfte keiner Religion.

Der Buddhismus

Ich bin Buddhist der Soto-Zen-Tradition und nehme mir mal den Buddhismus als Beispiel heraus, da ich hierzu am ehesten etwas sagen kann.

Im Buddhismus gibt es beispielsweise keinen Schöpfergott, keine Seele, keine Gottesgebote oder Sünden - aber das Vertrauen in die Lehre.

Buddha erklärte allerdings selbst, dass man seine Lehre nicht blind glauben, sondern selbst prüfen soll, ohne sich beeinflussen zu lassen.

Dennoch glauben auch Buddhisten letztlich, dass die Lehre des Buddha für sie der richtige Weg ist und sie auf dem "Erwachen" des Buddha basiert.

Weder das "Erwachen" noch die "Wahrheit" der Lehre sind objektiv beweisbar, sondern unterliegen der subjektiven Bewertung - also dem Glauben.

Die Abwesenheit von Schöpfergöttern und Propheten macht den Buddhismus also zunächst "rationaler" oder "logischer" - ohne Vertrauen/Glauben, gehts aber auch hier nicht.

Konzepte des Buddhismus

Der Buddhismus wird manchmal wegen der Konzepte des Karma und der Wiedergeburt als "unlogisch" angesehen - ein berechtigter Einwand.

Allerdings ist diese Einschätzung zumindest teilweise auf Fehlinformationen, oder aber auf einseitige Kenntnisse zurückzuführen.

Karma

So stellt "Karma" keine Modell aus Belohnung und Bestrafung dar, sondern bezeichnet nur das Prinzip von Ursache und Wirkung.

Meine jetzigen Gedanken, Worte und Taten beeinflussen mein Umfeld - und wirken sie womöglich irgendwann wieder auf mich aus.

Durch meine Beteiligung an der Umweltverschmutzung wird der Klimawandel gefördert und das Hochwasser, das mein Haus überflutet, ist die Folge davon.

Wenn ich ständig negativ denke, entwickele ich womöglich psychosomatische Beschwerden - eine Folge meiner Geistesverfassung.

Wenn ich meine Mitmenschen schlecht behandele, kann es passieren, dass mir irgendwann jemand vorsätzlich schadet - eine Folge meiner Handlungen.

Das hat also nichts mit "Bestrafung" böser Taten zu tun, sondern ist letztlich eine Verknüpfung verschiedener Faktoren.

Allerdings sagte der Buddha auch, dass diese Zusammenhänge theoretisch ewig weitergedacht werden können, ohne jemals die "Ursache" zu finden.

Deshalb riet er dazu, sich nicht in die Gedanken über vergangene Taten und ihre Folgen zu grübeln, sondern stattdessen das Leben jetzt bewusst zu gestalten.

So betrachtet ist Karma zumindest "logischer" als Bestrafungsszenarien durch irgendwelche Gottheiten - aber immer noch eine Frage der persönlichen Überzeugung.

Wiedergeburt

Wiedergeburt wird häufig als "Seelenwanderung" missverstanden, die nach dem Tod geschieht. Dabei gibt es auch ganz andere Ansätze.

So erklärt beispielsweise der japanische Priester Shohaku Okumura, die Wiedergeburt sei lediglich ein symbolisches psychologisches Modell.

Jeder der "sechs Daseinsbereiche" (Dämonen, Hungergeister, kämpferische Wesen, Tiere, Menschen und Halbgötter) stünde demnach für eine geistige Verfassung.

Im Laufe des Tages werde man also womöglich mehrfach "wiedergeboren" da die geistige Grundverfassung sich ändert.

Man wird gierig wie ein Hungergeist, arbeitsam wie ein Tier, sorgenvoll wie ein Mensch und machtgierig-ängstlich wie ein Halbgott,

Zu dieser Theorie passt, dass der Buddha in den ursprünglichen Schriften des Palikanon über irgendwelche metaphysischen Dinge geschwiegen hat.

Er erklärte, es gäbe "unbeantwortbare Fragen" (avyakrita), deren Lösung durch Denken nicht erreicht werden könne, etwa zum Geschehen nach dem Tod.

Auch diese Deutung der Wiedergeburt klingt "logisch" - dennoch müsste man auch diese Darstellung zunächst einmal glauben.

Fazit

In gewisser Weise ist der Buddhismus also vergleichsweise rational - daran glauben, dass diese Lehren war genug sind, um danach zu leben, muss man aber immer noch.

Religion hat zudem immer eine persönliche Erfahrungsebene, etwas das sich richtig "anfühlt" - und das ist nun einmal kein streng logischer Schluss.

"Ich habe den heiligen Geist/die Gegenwart Gottes gespürt" oder "ich fühlte ein große Klarheit und Ruhe" sind typisch religiöse Aussagen.

Sie sind aber subjektiv - ähnlich wie die Erfahrungen bei einem Drogentrip - und egal wie toll das "Erweckungserlebnis" war - es ist kein objektiver Beweis.

Somit wird es eine gänzlich logische Religion nicht geben.

Dazu kommt, dass Glaubenssysteme in sich als Zirkelschluss durchaus schlüssig bzw. logisch erscheinen können - aber das gilt eben nur innerhalb dieses Denkmodells.

Für Terroristen die sich religiös legitimieren ist es "logisch" andere Menschen zu töten - innerhalb ihres Weltbilds ist das völlig schlüssig so zu handeln.

Erst wenn man die Perspektive wechselt sieht man plötzlich, dass man sich selbst etwas vormacht, weil sich die Katze in den Schwanz beisst.

Mit diesem "Vorwurf" müssen religiöse Menschen eben leben - dass ihr Glaube nur innerhalb ihrer eigenen Konzepte "logisch" scheint, aber womöglich schwerwiegend rationaler Grundlagen entbehrt.

Als Buddhist solltest du wissen, dass es sich dabei um keine Religion, sondern um eine Philosophie mit gewissen religiösen Elementen handelt. Alles Wesentliche, was eine Religion ausmacht, fehlt dem Buddhismus: Gott/Götter, feste Dogmen, politische Intention, Gesetze, fester Moralkodex, strikte Organisation,....

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@wildcarts2

Es gibt in asiatischen Ländern, wie zB Japan buddhistische Organisationen die kirchliche Strukturen haben - von einem Oberhaupt, über eine sorgfältige Hierarchie von Rängen, einem Verwaltungsapparat, bis hin zu offiziellen Auflandsbeauftragten für religiöse Angelegenheiten.

Außerdem sprechen auch das Vorhandensein eines Standes von Geistlichen (Mönche, Nonnen, Priester) unterschiedlichen Ranges, sowie Klöstern unterschiedlicher Bedeutung für eine organisierte Religion.

In Japan wird der institutionalisierte "Beerdigungs-Buddhismus" beklagt, da die Durchführung von Zeremonien für Verstorbene eine wichtige Einnahmequelle für die lokalen Tempel sind.

Daher bin ich durchaus geneigt, den Buddhismus als "Religion ohne Gott" anzusehen. Aber natürlich kann das jeder halten wie er will. :-)

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Hallo Hearsey,

glaubst Du, es gehe bei der Frage nach der richtigen Religion ausschließlich um Logik? Geht es nicht vielmehr um Wahrheit und darum, wie Gott eine Religion betrachtet?

Eines ist jedoch völlig klar und auch logisch: Wenn es einen wahren Gott gibt, dann kann es auch nur eine wahre Religion geben. Da sich Gott in seinem geschriebenen Wort, der Bibel, offenbart, kann auch nur sie Auskunft darüber geben, auf welche Weise er angebetet werden möchte und auf welche nicht.

Eine Zeit lang (d. h. mehrere Jahrhunderte lang), waren die Nachkommen Abrahams, die Israeliten, Gottes auserwähltes Volk und somit die wahre Religion. Gott handelte ausschließlich mit Ihnen. Durch das Kommen Jesu Christi wurde jedoch ein neues Zeitalter eingeläutet. Die Juden, die ihn als den Messias verwarfen, blieben nicht weiterhin Gottes Volk. Jesus sagte einmal zu den jüdischen Zeitgenossen: "Das Königreich Gottes wird von euch genommen und einer Nation gegeben werden, die dessen Früchte hervorbringt." (Matthäus 21:43). Bei dieser neuen Nation handelt es sich um Menschen, die Christus genau nachahmen und das Werk fortsetzen, das er im ersten Jahrhundert begonnen hatte.

Heute behaupten zwar viele Kirchen und andere religiöse Gemeinschaften, Nachfolger Jesu Christi zu sein, doch Christ zu sein zu behaupten macht noch lange keinen echten Christen aus. Jesus sagte einmal mit Blick auf die vielen Möchtegern-Christen: "Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämọnen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?‘ Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit" (Matthäus 7:21-23). Worin im einzelnen der "Wille des Vaters" besteht, zeigt die Bibel an vielen Stellen sehr deutlich. Die wahre Religion besitzt eine Reihe von Erkennungsmerkmalen, durch die sie sich von allen anderen Religionen unterscheidet. Einige der Haupterkennungsmerkmale sind die folgenden:

(Johannes 13:35) Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt.“

Die Liebe, von der Jesus hier sprach, geht weit über reine Menschenfreundlichkeit hinaus. Wie weit diese Liebe gehen sollte, beschrieb es einmal so: "Dies ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe. Niemand hat größere Liebe als die, dass einer seine Seele zugunsten seiner Freunde hingebe" (Johannes 15:12,13). Das Band der Liebe sollte also unter den Christen so stark sein, dass jeder bereit ist, für den anderen zu sterben. Dadurch entsteht eine multinationale Familie, ja eine weltweite Bruderschaft, in der einer für den anderen da ist und die fest zusammenhält.

(Johannes 17:17) " Heilige sie durch die Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit."

Für Jesus war also das geschriebene Wort Gottes von Anfang bis Ende die Wahrheit. Daher stützt sich das wahre Christentum weder auf Philosophien noch auf Traditionen, sondern auf die Lehren der Bibel. Jesus selbst brachte den heiligen Schriften immer wieder große Achtung entgegen, indem er entweder direkt daraus zitierte, oder sie anführte. Oftmals leitete er seine Ausführungen damit ein, das er sagte: "Es steht geschrieben ..." oder "Habt ihr nicht gelesen..." Für ihn waren die bis dahin veröffentlichten Schriften des sogenannten "Alten Testaments" maßgebliche Autorität. Er verurteilte diejenigen (wie beispielsweise die Pharisäer und Schriftgelehrten), die das Wort Gottes um ihrer Überlieferungen willen verwässerten.

(Johannes 17:6) "Ich habe deinen Namen den Menschen offenbar gemacht, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort gehalten."

Jesus machte aus dem Namen Gottes kein Geheimnis. Auch folgte er nicht der jüdischen Tradition, die Aussprache des Namens Gottes für zu heilig zu halten. Jesus gebrauchte bei seinem täglichen Lehren stets Gottes Wort. Die wahre Religion ist also auch dadurch gekennzeichnet, dass sie den Namen Gottes kennt und gebraucht. Schließlich kommt der Name Gottes in den Urschriften der Bibel etwa 7.000 mal in Form der vier hebräischen Konsonanten "JHWH" vor. Die genaue Aussprache des göttlichen Namens ist zwar im Laufe der Jahrhunderte verloren gegangen, doch im Deutschen ist die Form "Jehova" oder "Jahwe" bekannt. So heißt es in Psalm 83:18: " Damit man erkenne, dass du, dessen Name Jehova ist, Du allein, der Höchste bist über die ganze Erde."

(Matthäus 10:7) "Während ihr hingeht, predigt, indem ihr sagt: ‚Das Königreich der Himmel hat sich genaht.‘

Die wahre Religion zeichnet sich also auch dadurch aus, dass sie dasselbe predigt, was auch Jesus damals landauf und landab verkündigte: Die Botschaft vom Königreich Gottes. Jesus maß dem Predigen dieser Botschaft eine große Bedeutung bei, da er mit Blick auf unsere Zeit voraussagte: "Und diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen" (Matthäus 24:14). Gemäß der Bibel ist dieses Königreich die von Gott eingesetzte Regierung, die der Erde echten Frieden und Sicherheit bringen wird.

(Johannes 17:14) "Ich habe ihnen dein Wort gegeben, doch die Welt hat sie gehasst, weil sie kein Teil der Welt sind, so wie ich kein Teil der Welt bin."

Kein Teil der Welt zu sein bedeutet, sich aus den politischen Angelegenheiten und jeglichen militärischen Auseinandersetzungen herauszuhalten. Das trägt wahren Christen zwar immer wieder den Hass der Welt ein, doch folgen sie dadurch dem Beispiel Ihres Herren und Meister. Jesus Christus ließ sich zu keiner Zeit in irgendwelche weltlichen Auseinandersetzungen verwickeln und schloss sich auch keiner politischen Gruppierung seiner Tage an. Selbst als man ihn zum König machen wollte, lehnte er ab, weil seine Zeit dafür noch nicht gekommen war. Als Fußstapfennachfolger verhalten sich auch seine Jünger ebenso strikt neutral.

Das sind nur einige wenige Punkte, die deutlich machen, was die wahre Religion ausmacht und wie man diese identifizieren kann.

LG Philipp

Ebenso könntest du auch fragen, ob es logischer ist, daß die Erde eine Scheibe ist, oder daß sie innen hohl ist.

Wäre Logik für jeden Einzelnen die Bedingung für Gottesüberlegungen, dann gäbe es keine Religionen, sondern lediglich wissenschaftliche und philosophische Erörterungen.


Es gibt keine logische Religion.
Es gibt Botschaften (zum "Heil" für ein irdisches und auch transzendentes Sein) welche Religionen vermitteln, welche mehr oder weniger nachvollziehbar sind.
Am meisten nachvollziehbar ist die Botschaft Jesu - sogar für Atheisten ! - welche in den Evangelien des NT enthalten ist.
Leider wird diese von vielen christl. Konfessionen oder Religionsgemeinschaften nicht in den Mittelpunkt gestellt sondern es werden oft zweitrangige oder nebensächliche Aussagen aus den Schriften forciert.
So sind z.Bsp. für die meisten Religionsgemeinschaften aus (nach) der Reformation die Aussagen Jesu zweitrangig zugunsten (mißverstandener) "Einlassungen" (im weiterem Sinne) von Paulus.

Ich kenne keine "Botschaft Christi". In den Evangelien ist derartiges auch nicht enthalten. Darin findet man nur die Hinweise der Autoren auf das Einhalten des mosaischen Gesetzes.

Es gibt keine Religion die sich nach "Jesus" ausrichtet, denn dann müssten es jüdische Sektierer sein.

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@wildcarts2
Ich kenne keine "Botschaft Christi"...

ich auch nicht, aber die Botschaft Jesu.
Ansonsten - wenn dir Kenntnisse fehlen - und das scheint hier massiv vorzuliegen - wen kratzt es, das brauchst du hier nicht zu bekunden.

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Da "Logik" sich ausschließlich auf menschliches Denken bezieht ist keine Religion der Definition nach besonders "logisch".

Ich kenne jedenfalls keine, die sich nur auf menschliches Denken und Verstehen bezieht. Meistens ist das genau der Fehler, der gemacht wird. Alles soll "logisch" erklärbar sein. Dann wäre es aber kein Glauben mehr, sondern menschliches Verstehen.

Ich bin selber Christ - wenn Gott mit menschlichem Verstand begreifbar und erklärbar wäre, dann wäre Er ein sehr kleiner Gott. An den würde ich nicht glauben wollen.

Also: keine Religion ist logisch.

Das suggeriert aber, daß es die Grundbedingung religiösen Glaubens ist, nichts zu kapieren, bzw., daß man nur gläubig sein kann, solange man nichts kapiert hat.

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@Dxmklvw

Nein. Ganz im Gegenteil.

Es heißt nur, dass man nicht nur das glauben sollte, was man selber auch wissenschaftlich belegen / beweisen / kapieren kann. Abgesehen davon, dass das bei den meisten Menschen eher wenig wär (wer rechnet z.B. schon höchstselbst bis zum Urknall zurück?) beschränkt das den Glauben auf Wissenschaft.

Und Glauben ist eben viel mehr.

Glauben und Wissenschaft sind verschiedene Kategorien. Die fein säuberlich zu trennen tut Not. Schaffen die meisten aber leider nicht.

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Alleine die Frage ist bereits unlogisch.

Was suchst Du wirklich? Willst Du irgendwo dazu gehören?

Dann darfst Du nicht nach Logik fragen.

Religion hat nur was mit Glauben zu tun. Aber Glauben ist nicht Wunschdenken, sondern eine tiefe innere Überzeugung, welche man durch besondere Erlebnisse und/oder Erfahrungen und/oder Erkenntnisse erlangt hat. Da geht man nicht hin und fragt, wo man unterschreiben kann, um Mitglied zu werden. Wenn Du irgendwo Mitglied werden willst, dann geh in einen Sportverein oder zu Greenpeace.

Wenn Du aber etwas Hoffnung und Halt suchst, dann darfst Du nicht nach Logik fragen. Das ist eine völlig andere Baustelle.

Bei der Suche nach einem Sinn im Leben, musst Du im Leben selbst suchen. Du musst alles aufmerksam beobachten und Deine Schlüsse daraus ziehen. Natürlich darfst Du Dich dabei mit Anderen austauschen und ihre Erkenntnisse – wenn sie für Dich passen und einen Sinn ergeben – zu Deinen machen.

Glaube ist kein leichtgewichtiges Thema wie Quantenphysik. Das braucht Zeit und ist auch kein Konsum- oder Convenience-Produkt. Es ist mühsam, anstrengend und man macht sich eine Menge Feinde. Aber es lohnt sich, wenn man den "richtigen" Glauben gefunden hat. Welcher aber der "Richtige" ist, kannst nur Du ganz allein heraus finden. Jeder, der Dir etwas Anderes sagt, ist ein Täuscher und Verführer, also Finger weg!

Viel Spaß bei der Suche :)

Das dumme ist halt (für alle Gläubigen) das an Ende (wenn überhaupt) nur ein Glaube "richtig" ist, und alle anderen ihre Zeit verschwendet haben ^^

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@Deamonia

Das ist leider der gängige Irrtum im Glauben!

Was für den Einen der "richtige" Glaube ist, ist es nicht für den Anderen und umgekehrt.

Doch so wie jeder Mensch unterschiedlich ist, so ist auch jeder Weg unterschiedlich. Der Glaube ist der Weg. Wenn der Weg des Einen also der Richtige ist, dann kann ein anderer Weg für jemand Anderes auch der Richtige sein. Denn viele Wege führen zum gleichen Ziel. Doch leider eben auch nicht alle.

Jeder muss seinen Weg finden.

Das Ziel ist für alle dasselbe: Liebe, Hoffnung, Frieden, Glück, Leben. Eigentlich ist alles auch dasselbe, wenn man es einmal wirklich verstanden hat.

Wer ein anderes Ziel hat, der darf auch seinen Weg gehen, denn jeder ist frei zu wählen.

Dennoch gibt es am Ziel keinen Weg zurück. Wer einmal angekommen ist, für den ist die Reise zu Ende. Und so enden dann die "anderen" Ziele leider im Nichts.

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@MarkusGenervt

Also das lehren aber die großen Religionen alle nicht. Bei denen heißt es immer, das nur SIE den Weg zur Erlösung kennen, und alle, die anderen Religionen angehören, ungläubige, oder gleich verdammt sind.

Zudem könnte wenn überhaupt (logisch betrachtet) nur eine Religion recht haben (von denen mit Monotheistischen Göttern)

"Das Ziel ist für alle dasselbe: Liebe, Hoffnung, Frieden, Glück, Leben. Eigentlich ist alles auch dasselbe, wenn man es einmal wirklich verstanden hat."

Also das sind Ziele, die mir als Atheistin wichtig sind, aber von religiösen Menschen lese/höre ich das eher selten. Da geht es eher darum, die Hölle zu vermeiden, sich strickt an Regeln zu halten, und sich bloß irgendwie ein Ticket für den Himmel zu sichern. Viele Christen sehen das Leben ja auch nur als Vorbereitung auf das Leben nach dem Tod, was ich extrem traurig finde...

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@Deamonia
und alle, die anderen Religionen angehören, 
ungläubige, oder gleich verdammt sind.

So stellen sich viele Religionen (oder manche Lehren darin) tatsächlich dar. Dabei hat das Christentum eine ganz andere Botschaft.
https://www.bibleserver.com/text/EU/R%C3%B6mer2,14
So werden hier auch die "Ungläubigen" (Atheisten !) das "Heil" erlangen, wen sie ihrem redlichen Gewissen folgen.
Oder Jesus selbst:
https://www.bibleserver.com/text/EU/Matth%C3%A4us25,35
hier kommen die zum "Heil" welche entsprechend ihrem Gewissen sich der Not ihrer Mitmenschen angenommen haben obwohl sie von Jesus garnichts "wußten" !
Diese zentrale Botschaft der christl. Religion wird leider oft  übersehen oder von machen Konfessionen fast ganz ignoriert zu Gunsten von irgendwelchem "Glauben". Warum solltest dann du auch davon wissen.
Aber jetzt weißt du es.

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@Deamonia

@Deamonia:

Lerne zu differenzieren und genau hinzuhören! – Also allgemein.

Religion ist NICHT dasselbe wie Glaube!

Ich habe hier an anderer Stelle bereits mal darauf hingewiesen:

Religion ist von den Menschen und Glaube ist für die Menschen.

Ich hoffe Du verstehst, was damit gemeint ist. Im Kern bedeutet es einfach, dass das, was die Religionen lehren, nur das ist, was für die Religionsführer gut ist.

Aber der Glaube ist etwas, was man nicht lernen kann. Man kann ihn nur erfahren und erfahren kann man ihn nur am und im Leben. Der Glaube ist nämlich gar nicht so weltfremd und schon gleich gar nicht strafend. Der Glaube soll den Menschen in dieser Welt voller Ungerechtigkeit und Schmerz die Hoffnung geben, die sie brauchen, um durchzuhalten. Er soll sie mit der Liebe erfüllen, die sie brauchen, um das Leben weiter zu tragen und mit im Schmerz zu ertrinken. Hoffnung und Liebe ist Leben. Ohne das geht es nicht weiter.

Religion ist die Perversion von all dem Guten, was der Glaube den Menschen bringen soll. Lüge in ein bisschen Wahrheit verpackt – so schmeckt es gleich viel besser. 

Der neue Atheismus ist nichts anderes als die Erkenntnis, das Religion eine Lüge ist, der Schmerz, der Tod. Was die Neo-Atheisten aber noch nicht verstanden haben ist, dass sie noch einen Schritt weiter gehen müssen, um die Wahrheit hinter der Wahrheit zu erkennen. Doch diesen Schritt kann man eben nicht lehren und niemand kann ihn lernen. Man muss ihn einfach selbst machen.

Doch das ist die große Schwierigkeit. Fool me once, shame on you, fool me twice, shame on me. Das ist die große Angst der Atheisten.

Doch es bleibt ein Schritt, den man gehen sollte und nicht muss.

Müssen müssen nur die Narren, die Kleingläubigen, diejenigen die ohne Glauben sind, diejenigen die Angst haben, alleine ihren Weg durchs Leben zu gehen. Diese werden getrieben und sie finden ihre Treiber, ihre Religion.

Denk-mal …
…darüber nach!

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Falls du dich zwischen verschiedenen entscheiden willst... Das ist keine Hotelbuchung wo man Vor- und Nachteile gegeneinanderstellt oder so. ;-)

Du kannst wenn du willst auch einfach so an Gott glauben, dazu musst du keiner Religion angehören. Klingt logisch oder?

Eine schwierige Frage. Logik ist nicht entscheident. Denn Religionen beinhalten grundsätzlich nur frei erfundene Geschichten. In sich selbst klingen sie meist logisch, sofern man nicht den historischen Kontex tund Wissenschaft hinzuzieht.

Ein Kinofilm kann in sich selbst logisch sein. Es ist logisch, wenn James Bond sich aus einer ausweglosen Situation befreien kann, weil das der Beschreibung der Figur entspricht. In der Realität ist es aber unlogisch, dass er es immer in der letzten Sekund schafft ;)

So ist es auch mit Religionen. Sobald man die Realität einbezieht, ist es vorbei mit jeglicher Logik.

Religion muss in sich selbst logisch aufgebaut sein, sonst würde es niemand glauben. Daher greifen Religionen gerne auf realisitische Rahmen zurück, um ihre Lehre zu verbreiten. Lügen bleiben es dennoch.

Es ist z.B. höchst unlogisch an Götter zu glauben, weil klar ist, dass sie nur Produkte von Religionen sind. Würde man sie aber aus den Geschichten entfernen, ergäben die Geschichten keinen Sinn mehr und könnten ihren Zweck nicht mehr erfüllen.

Man kann also sagen:

Religion ist in sich selbst ziemlich logisch aufgebaut, nach Aussen aber gänzlich unlogisch, da frei erfunden.

Diese Frage kann keiner für dich beantworten, denn das musst du selber für dich heraus finden. Suche dir einfach ein paar heraus und entscheide dann, ob du dich zu einer Religion hingezogen fühlst oder eher nicht.

LG und viel Glück

"hingezogen" fühlen hat mit Logik nichts zu tun.

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@mrDoctor

Ja, damit hast du natürlich recht. Ich habe bei dem Wort logisch, jedoch daran gedacht welche am besten ist, um daran zu glauben. Ich habe die Fragestellung anders verstanden, als sie gemeint war:)

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Es gibt keine "logische" Religion, wie es auch z.B. keine "grüne" gibt. Logik hat mit Religion so gut wie nichts zu tun, da Religion auf Glauben (Dafürhalten) beruht und nicht auf Schlussfolgerungen.

Ich habe Wahrscheinlichkeitsabschätzungen von Philosophen für die Existenz Gottes gelesen, die aber eigentlich keinen Schritt weiterführten. Glaubt oder lasst es sein!

Das auch zu den meist albernen Versuchen, die Existenz Gottes per Logik zu widerlegen.

Die "logischste" (wenn man das bei Religionen überhaupt sagen kann) ist für mich der Buddhismus.

Dort gibt es keine Götter, und alles was gelehrt wird, ist darauf ausgelegt, Leid zu vermeiden.

Das erscheint mir wesentlich Sinnvoller, als all die anderen Religionen, die einem den Spaß am Leben versauen wollen.

Sie suggeriert aber dass das Leben ein Fluch sei! Naja, man kann daran glauben, aber naja! :-)

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@Hadaguggna

Nein, die Lehre sagt aus, das das Leben von Leid geprägt ist, und das ist gar nicht mal so falsch (Krankheiten und Tod begleiten einen ja quasi ständig)

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@Deamonia

Buddhidmus ist doch keine Religion es ist eine LEhre

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@mojo65

Klar ist das eine Religion, dafür braucht es keine Götter.

Religion ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher Weltanschauungen, deren Grundlage der jeweilige Glaube an bestimmte transzendente (überirdische, übernatürliche, übersinnliche) Kräfte ist, sowie häufig auch an heilige Objekte.

Die weltweit größten Religionen (auch bekannt als Weltreligionen) sind Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus, Daoismus, Sikhismus, Jüdische Religion, Bahaitum und Konfuzianismus[Anm. 1] (siehe auch: Liste von Religionen und Weltanschauungen). Die Anzahl und der Formenreichtum der historischen und gegenwärtigen Religionen übersteigt Anzahl und Formenreichtum der Weltreligionen bei weitem.

Quelle: Wikipedia

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Logisch ? Das meinst du doch nicht im Ernst ?

ist darauf ausgelegt, Leid zu vermeiden. 

Ja - in dem man letztendlich das (Er-)Leben ausschaltet.

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@Viktor1

Die "logischste" (wenn man das bei Religionen überhaupt sagen kann)

Verstehe nicht, was daran auszusetzen ist. Du solltest an deinem Textverständnis arbeiten.

"Ja - in dem man letztendlich das (Er-)Leben ausschaltet."

Joa, in den meisten Religionen wird einem alles was Spaß macht verboten, aber im Buddhismus eben nicht. Dort gibt es keine Verbote, nur Empfehlungen.

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@Deamonia
 Dort gibt es keine Verbote, nur Empfehlungen. 

das ist nur Schönfärberei, Mord und alle anderen "unmoralischen" Handlungen sind sehr wohl untersagt, ihre Unterlassung nicht nur "empfohlen".
Es gibt die Wege welche zum "Heil" führen sollen.
Im Buddhismus ist das "Heilsziel" das "Nichtsein" (Nichtbewußtsein). Weder die Wege noch das Ziel machen Spaß.
Ich sehe darin auch nicht "das logischste" an Religion, um bei deiner Wortklauberei zu bleiben.
Das "Sein" beenden um nicht zu leiden, statt das Sein verändern,  verbessern, soweit man vermag - das ist Schwachsinn.

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@Viktor1

Du scheinst den Buddhismus nicht verstanden zu haben, ich habe aber keine Lust ihn dir zu erklären.

Nur so viel: Es sind sehr wohl "Empfehlungen" und wer sich nicht dran hält, braucht eben etwas länger um ins "nicht sein" einzutreten. (Was anderes ist es bei Mönchen, aber wie reden hier ja von normalen Buddhisten)

Ich finde auch, das der Weg dahin Spaß macht, weil der Weg nämlich "Leid vermeiden" bedeutet, was auch durch "anderen Helfen" passieren kann, und genau das mache ich von Herzen gern: Anderen helfen.

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@Viktor1

Wenn du mehr dazu wissen willst, lies dir Antworten von Enzylexikon durch ;)

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religion hat nichts mit logik zu tun

Scientology, ist doch klar!

Logisch ist keine Religion ...

FSM - Fliegendes Spaghettimonster

Was bitteschön ist an Religionen Logisch?

Das ist zu subjektiv, es gibt darauf keine objektiv-rationale Antwort.

Keine Religion ist die logischte oder beste!!!

Die Religion der Pastafarier.

Das ist keine Religionsgemeinschaft, sondern ein Weltanschauungsverein zu Fun- oder Protestzwecken. Wurde gestern erst gerichtlich festgestellt.

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@danhof

( ._.) 

Manche Menschen haben wirklich, wirklich, wirklich große Langeweile, um sich eine ganze Pseudo-Religion mit einer kompletten Geschichte, Regeln und so'n Tinnef auszudenken …

Die brauchen ein Hobby – oder eine Freundin! xD

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@MarkusGenervt

Naja, ich verstehe schon die Beweggründe dafür.

Aber mir wäre meine Zeit dafür auch zu schade. Den ganzen Tag nur GEGEN etwas zu sein, ist sicher viel frustrierender, als FÜR etwas zu sein.

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@danhof

Genau DAS ist es! Einfach nur dagegen zu sein ist die dümmste Zeitverschwendung. Denn das muss man nicht begründen oder argumentieren. Das ist eigentlich per se schon ein Glaubensbekenntnis, also genau das, was eigentlich angeprangert werden soll.

(⇀‸↼‶)

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