Welche Religion hatte Paulus der Apostel?

6 Antworten

Damals gab es noch keine "Religion".

Diese wurde erst mit der "Weltkirche" (Offb.12,9) etabliert, die vom "Gott dieser Welt" geleitet wird (Offb.17,1-6). 

Es gab vorher "nur" die Gemeinde Gottes" in den verschiedenen Ortschaften (Apg.11,22; 1.Kor.1,2; 1.Thes.1,1 etc.).

Der folgende Kommentar ist eine Abschrift in Auszügen aus: Jane Roberts: kursivGespräche mit Sethkursiv. Berlin: Goldmann 1986, 373–378; 392–394. Es handelt sich hierbei um ein gechanneltes Buch; die gechannelte Persönlichkeit nennt sich kursivSethkursiv. Die eingestreuten Fragen werden gestellt von Robert Butts, dem Ehe-mann von Jane, der die Sitzungen aufzeichnet. Meine eigenen Ergänzungen in eckigen Klammern.

>Zitatanfang„[zum besseren Verständnis einiger Passagen:]
Der historische Christus wußte, wer er war. Er wußte aber auch, daß er eine von drei Per-sönlichkeiten darstellte, die zusammen eine Wesenheit [Johannes d. Täufer, Christus, Pau-lus] bildeten. Die Erinnerungen der anderen zwei hat er weitgehend geteilt. [373]

Die dritte kursivhistorischekursiv Figur [neben Johannes dem Täufer und Christus] über-nahm die Rolle eines Zeloten [genauere Erklärung ganz am Ende].
Dieser Mann verfügte über eine erstaunliche Energie und Geisteskraft und besaß ein glänzendes Organisationstalent, doch haben sich durch die Irrtümer, die er unabsichtlich beging, einige gefährliche Entstellungen verfestigt. Die historischen Dokumente jener Epo-che sind weit verstreut und voller Widersprüche.
Als historische Figur war dieser Mann Saulus oder Paulus. Seine Aufgabe war es [in ei-nem spirituellen übergeordneten Sinn], ein System zu errichten. Es hätte aber ein ideelles System sein sollen, und nicht ein System von Vorschriften; eine Menschen-, und keine Gruppenorganisation. […]
Nun hat sich Saulus die größte Mühe gegeben, sich als eine gesonderte Identität einzufüh-ren. Charakterlich war er beispielsweise von dem historischen Christus scheinbar grundver-schieden. Er wurde durch ein intensives persönliches Erlebnis ‚bekehrt‘, ein Umstand, der darauf abzielte, ihm die persönlichen Aspekte statt der organisatorischen ans Herz zu legen. Aber einige Heldentaten aus seinen jüngeren Jahren sind Christus zugeschrieben worden – nicht Christus als Mann, sondern als Knaben.
Alle Persönlichkeiten haben Willensfreiheit und arbeiten an der Lösung selbstgestellter Aufgaben. Dies galt auch für Saulus. Wenn man die Ereignisse in ihrem historischen Kontext sieht, so waren die organisatorischen ‚Entstellungen‘ auch wieder eine Notwendigkeit. […]
Er hat sie [die organisatorischen ‚Entstellungen‘] jedoch nicht aus sich selber heraus ge-schaffen und der historischen Wirklichkeit aufgezwungen. Er hat sie geschaffen insofern, als er sich genötigt sah, gewissen Tatsachen Rechnung zu tragen: In der Welt, wie sie damals war, konnte man ohne weltliche Macht nicht auskommen, wenn man die christlichen Ideen gegen unzählige andere Theorien und Religionen abgrenzen und sie inmitten von sich ge-genseitig befehdenden Partien aufrechterhalten wollte. Es war seine Aufgabe, ein physi-sches System zu errichten. Er hatte zwar selber Angst, daß das System die Ideen ersticken würde, aber er sah keinen anderen Weg.
kursiv‚Warum die beiden Namen, Paulus und Saulus? kursiv
Er war unter beiden Namen bekannt. […]
Paulus versuchte, sein Wissen um seine Identität vor sich selber zu verleugnen bis zum Augenblick seiner Bekehrung. Allegorisch betrachtet stellte er einen widerstrebenden Teil seines Selbst dar, der gegen sein besseres Wissen ankämpft und eine hochgradig physische Einstellung hat. Es sieht so aus, als wäre er von einem Extrem ins andere gefallen, indem er erst gegen Christus und dann für ihn war. Doch das innere Ungestüm war schon immer vor-handen, das innere Feuer und die Erkenntnis, die er so lange vor sich selber verbarg.
Er repräsentierte den Teil der Wesenheit, dem die physische Realität und deren Manipula-tion oblag, und deshalb waren diese Eigenschaften stark in ihm ausgeprägt. Bis zu einem gewissen Grad beherrschten sie ihn sogar. Als der historische Christus ‚gestorben‘ war, soll-te Paulus die spirituellen Ideen in die physische Tat umsetzen; er sollte dessen Werk fortfüh-ren. Indem er das tat, legte er aber die Keimzelle für eine Organisation, die die Ideen später ersticken sollte. Er war die Nachhut Christi, so wie Johannes der Täufer der Vorläufer war. Zusammen umfaßten die drei eine ziemlich lange Zeitspanne. […]
Paulus repräsentierte auch die kämpferische Seite des Menschen, die bei dem damaligen Entwicklungsstand der Menschheit einfach mitberücksichtigt werden kursivmußtekursiv. […]

Diesen Männern [spirituell entwickelten, z.B. wie Johannes d. Täufer oder Christus] war das Wissen um ihre Rolle in diesem Drama und ihre Stellung im Koordinatensystem von Alles-was-ist angeboren. Sie besaßen alle außergewöhnliche hellseherische und telepathische Fähigkeiten und neigten zu Visionen und zum Hören von Stimmen.
In ihren Träumen standen sie miteinander in Verbindung. Paulus konnte sich an viele sei-ner Träume bewußt erinnern, bis er sich von Christus verfolgt fühlte. Es war wegen einer Reihe von sich wiederholenden Träumen, daß Paulus sich auf die Christenverfolgung verleg-te. Für ihn war Christus eine Art Teufel, der ihn im Schlaf heimsuchte.
Auf unbewußter Ebene verstand er jedoch den Sinn dieser Träume, und seine ‚Bekehrung‘ schloß sich als physisches Ereignis natürlich nur der inneren Erfahrung an. […]
Wegen der besonderen Pflichten, die ihm auferlegt waren, benötigte Paulus die größte Ich-Stärke. Aus diesem Grunde war er sich auch der Rolle, die er spielte, weit weniger als die anderen bewußt. Das innere Wissen entlud sich natürlich dann in dem physischen Be-kehrungserlebnis.

[zusätzliche Erläuterungen über den Begriff ‚Zelote‘:]
Anfangs hatte ich [Robert Butts] gedacht, er [Seth] wolle damit [mit dem Begriff ‚Zelote‘] eine Verbindung zwischen Paulus und Saulus und den Zeloten andeuten, einer der religiösen Sekten, in die sich das jüdische Volk in Judäa im ersten nachchristlichen Jahrhundert ge-spalten hatte. Das Heilige Land war damals von den Römern besetzt, und Paulus war ein Jude und ein römischer Staatsbürger. Ich hatte kürzlich in einem Buch über die Schriftfunde vom Toten Meer etwas über diese Sekten gefunden. […] [Jane Roberts:] Seth habe mit der Bezeichnung ‚Zelote‘ für Paulus dessen Temperament charakterisieren und nicht seine Zu-gehörigkeit zur Sekte der Zeloten andeuten wollen. [378]

Die Sekte der Zeloten war in zwei Hauptgruppen gespalten, von denen sich eine schließlich selbständig machte. Es werden noch weitere Dokumente gefunden werden, die verschiede-ne wichtige Punkte in dieser Geschichtsepoche aufhellen werden. Während einer kurzen Phase seines Lebens gehörte Paul einer Zeloten-Gruppe an. Dies ist jedoch nicht bekannt. Es gibt keine schriftlichen Aufzeichnungen darüber. […]
Er hat sogar eine Weile ein Doppelleben als Mitglied der Zeloten geführt. Er hat sich dann aber ebenso heftig von ihnen abgewendet wie später von den Römern, als er sich den Chris-ten anschloß. Vor seiner Bekehrung wußte er schon, daß er ein Ziel und eine Sendung hatte, und legte sich mit der ganzen Leidenschaft seines Wesens für die Wahrheiten ins Zeug, die er glaubte gefunden zu haben. [393 f.]“<Zitatende

mal was anderes… ;-)

Zuerst war er Jude.

Nach der Auferstehung Jesu zum Christen.

Das ist so nicht richtig: Saulus (der später Paulus hieß) verfolgte die Christen, als die Menschen die nach der Auferstehung Jesu an Jesus Christus glaubten. Erst später wurde er durch ein Bekehrungserlebnis selber Christ!

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