Welche Rechtsform für Startup, wenn es kein Kapital gibt?

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7 Antworten

Hallo isdvba72h,

Es gibt den grundsätzlichen Unterschied "Kapitalgesellschaft" und "Personengesellschaft". 

Kapitalgesellschaft: Separate Steuererklärung, separate Rechtspersönlichkeit (also die Gesellschaft ist wie eine Person) und separates Konto. Beispielsweise AG, GmbH und UG. Die UG ist eigentlich eine GmbH, aber du kannst mit weniger Stammkapital starten, und musst es nur Schritt für Schritt auffüllen aus den Gewinnen. Du kannst dir aber auch ein Gehalt zahlen.

Mein Tipp: Finger weg von englischer Limited, braucht seit UG kein Mensch mehr.

Personengesellschaften gehen direkt über dein eigenes Konto (kannst auch ein separates eröffnen), aber zumindest über deine eigene Steuererklärung. Klingt einfach, ist aber steuerlich oft nicht ganz einfach, vor allem bei Steuerprüfungen, wenn etwas Umsatz gemacht wird und z.B. mehrere Gesellschafter dabei sind.

Mit wenig Geld würde ich es mir einfach machen und eine UG nehmen, siehe auch hier bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmergesellschaft_(haftungsbeschr%C3%A4nkt)

Musst du selber entscheiden (dies ist keine Rechtsberatung, informiere dich selber weiter!) Viel Erfolg!

TobiWeb

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Kommentar von isdvba72h
09.02.2016, 18:10

Es geht um die Frage, welche Rechtsform für ein Startup in der Entwicklungsphase angemessen ist. Nur die Website entwickeln und ein Patent auf ein notwendiges Produkt anmelden. Das war es. Und dann geht es auf Kapitalsuche, die den Start erleichtern würde. Sollte das nicht klappen würde ich dsa Geschäftsmodell ein wenig modifizieren, um die Startkosten zu senken. 

Und in dieser Entwicklungsphase muss doch schon ein Unternehmen angemeldet sein?! Aber momentan sind wir in der Planung fortgeschritten und planen demnächst die Anmeldung des Unternehmens. Und wir haben nur ein paar hundert Euro. Das reicht nicht als Stammkapital für eine GmbH, die ich bevorzugen würde. Eine Umfirmierung würde auch wieder kosten...

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Mal ne Frage, machst Du das nebenberuflich?

Die Einkünfte, die Du erzielst, je nach Umfang, solltest Du in eine Einnahmenüberschussrechnung machen und das Ergebnis als "Einnahmen aus selbständiger Tätigkeit" dem Finanzamt melden. daher wäre auch eine Gewerbeanmeldung (Kleingewerbe mit Umsatzsteuerbefreiung) sicherlich hilfreich. Aczte aber auf die Konsequenz dabei (IHK-Zwangsmitgliedschaft).

Aus meiner Sicht dürfte aber eine freiberufiche Ausübung für Dich zum Start das Beste sein. Um sicher zu gehen, dass Deine Tätigkeit als Freuer Beruf zu werten ist (siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Freier_Beruf_(Deutschland)) frage am besten Deinen Steuerberater. Dann hättest Du Einkünfte nach § 18 EStG und kannst Dir die Gewerbeanmeldung erstmal schenken.

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Kommentar von isdvba72h
09.02.2016, 18:06

Nein, nicht nebenberuflich. Ist die Gewerbeanmeldung gleichzeitig mit der Anmeldung der Rechtsform zu tätigen? 

Danke.

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Mit Gesamtkosten von weniger als 300,- Euro kannst Du eine UG gründen.

Für die Durchführung des Vorhabens musst Du Dir dann das nötige Kapital, z. B. mit Crowdinvesting, oder Crowdfunding besorgen.

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Kommentar von isdvba72h
09.02.2016, 18:16

Und bin ich dann irgendwie eingeschränkt im Vergleich zu einer GmbH? 

Wie siehst du denn die Möglichkeiten einer englischen Limited?

Danke. 

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Jeder kann gründen, auch mit kleinem Geld. Dann eben unter dem eigenen Namen. Das nennt sich dann Einzelunternehmen.

Es braucht kein Riesenkapital!

Wenn du kein Geld hast, wird es allerdings schwierig. Du mußt werben, eventuell Materialien einkaufen, etc.

Was genau hast du denn vor?

Ich hab mich 2009 selbständig gemacht und habe im letzten Jahr eine Umsatzgrenze geknackt, die sich einigermaßen empfindlich auf die Liquidität auswirken wird.


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Kommentar von isdvba72h
09.02.2016, 18:12

Wenn die Entwicklung abgeschlossen ist, dann würden ja die ersten Umsätze reinkommen. Kann man die Anmeldung bis dahin aufschieben? Sonst müssten wir auf eine Kapitalspritze warten...

Es geht um ein E-Commerce Shop...

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Du kannst eine UG (Haftungsbeschränkt) oder eine englische Limited

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Die 25.000 EUR kann man nachdem die GmbH gegründet ist wieder rausholen.

Aber es gibt ja auch eine GbR, UG, englische Limited, usw. Die Limited z.B. braucht kein Stammkapital bzw. nur einen symbolischen EUR - man muss aber mit englischer Behördenpost klar kommen.

Wieso braucht man als Appentwickler gleich ein Gewerbe?

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Kommentar von michi57319
07.02.2016, 00:25

Spätestens, wenn man damit Geld in nicht unerheblicher Menge verdient, wäre eine Gewerbeanmeldung besser.

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Kommentar von isdvba72h
09.02.2016, 18:15

Und wenn anfangs nur ein paar hundert Euro zur Verfügung stehen? GmbH ist definitiv die Rechtsform, die ich bevorzuge. Es muss doch irgendwie möglich sein eine GmbH zu gründen ohne das Kapital für einen Scirocco auf der Bank zu haben...

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