Welche rechtlichen Vorschriften gibt es bei technischen Dokumentationen?

...komplette Frage anzeigen

1 Antwort

Vorweg zum Thema technische Dokumentation: Eine für den vorgesehenen Gebrauch des zugehörigen Gerätes vollständige, korrekte und verständliche Dokumentation ist ein Recht eines Käufers, der ein technisches Gerät erwirbt. Eine mangelhafte Dokumentation kommt einem Mangel am Gerät selbst gleich, und ist für den Käufer ein Reklamationsgrund.

Vertragsrecht: zwischen Käufer und Verkäufer des zugehörigen Geräts: siehe oben. Wenn die Dokumentation nicht vom Gerätehersteller selbst erstellt wird, sondern von einem Dienstleister, der vom Gerätehersteller beauftragt wird, so ist der Vertrag zwischen diesen beiden ein Werkvertrag oder Werkliefervertrag. Dass heißt, der Dienstleister schuldet dem Auftraggeber ein Werk (die fertige Dokumentation) in einer im Vertrag festgelegten Qualität zu einem im Vertrag festgesetzten Termin. Der Auftraggeber schuldet dann dem Dienstleister die im Vertrag festgelegte Bezahlung zu dem Zeitpunkt (Zahlungsziel), welches im Vertrag festgelegt ist.

Medienrecht: Der Ersteller der Dokumentation darf nur Inhalte benutzen, an denen er das Recht besitzt. Texte, Fotos, Zeichnungen etc. muss er also entweder selbst erstellen, oder er muss die Rechte zur Benutzung fremder Texte, Fotos, Zeichnungen etc. erwerben (kaufen) von demjenigen, der das Recht an diesen Inhalten hat. An der fertig erstellten Dokumentation hat dann der Ersteller das Urheberrecht, sofern er es nicht an jemand anderen weitergibt. Wenn z. B. ein Dienstleister für den Gerätehersteller eine Dokumentation erstellt, kann man durchaus vertraglich vereinbaren, dass der Gerätehersteller nach Bezahlung der fertigen Dokumentation auch das Urheberrecht daran übertragen bekommt, und damit diese Dokumentation beliebig vervielfältigen, weiterentwickeln, weiterverkaufen etc. kann.

Was möchtest Du wissen?