Welche rechtliche Möglichkeiten habe ich bei Betrug durch einen eBay-Verkäufer?

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3 Antworten

Okay - das strafrechtliche Verfahren ist abgeschlossen. Selbst wenn das Verfahren nicht eingestellt, sondern der Beklagte verurteilt worden wäre, hättest Du dadurch das Geld nicht zurück bekommen. Deine Forderung musst Du zivilrechtlich einklagen. Dass heißt, Du kannst auf Zahlung klagen oder - was einfacher ist - einen Mahnbescheid beantragen. In beiden Fällen musst Du aber die Gerichtskosten vorstrecken und kannst die dann mit dem Urteil/Vollstreckbaren Mahnbescheid eintreiben. Urteil und Mahnbscheid sind 30 Jahre lang vollstreckbar, d. h. sollte der Schuldner jetzt nicht zahlen können, kannst Du den Gerichtsvollzieher später erneut beauftragen. Aber bis zur Zahlung durch den Schuldner musst Du immer in Vorkasse gehen. 

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Du kannst dem Verkäufer einen Mahnbescheid senden. Die Gerichtskosten dafür mußt du im Voraus bezahlen. Einen Gerichtsvollzieher kannst du erst beauftragen, wenn du einen vollstreckbaren Titel hast. Dem geht das Mahnverfahren voraus.

Es ist üblich, dass solche Bagatellfälle wegen Geringfügigkeit von der Staatsanwaltschaft eingestellt werden. Die Strafverfolgungsbehörden haben in der Tat Wichtigeres zu tun, als sich um € 13 zu kümmern. Sorry, ist aber so und ich finde es auch richtig, dass die Staatsanwaltschaft andere Prioritäten setzt, nämlich Verbrechensbekämpfung vor Lapalienfälle.

Ich kann deinen Zorn verstehen. Aus Prinzip möchtest du den Verkäufer nicht mit deinen € 13 davonkommen lassen. Ich wäre auch böse. Dennoch mußt du abwägen, ob du noch mehr Zeit und Kosten investieren willst.

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