Welche Rechte hatten die Bauern im Mittelalter?

6 Antworten

Teilhabe an der Flurgenossenschaft: Recht auf Landnutzung (das aber nicht zwingend sein eigenes war), Nutzung der Allmende, Mitentscheidung in der Dorfschaft (Weistum), allgemeine Geschäftsfähigkeit.

Sie durften z.B. ihre frisch vermählten Ehefrauen ihrem lehensherrn zur Erledigung der lästigen Entjungferung übergeben (lus primae noctis, Recht der ersten Nacht).

Das ist ein ganz altes, aber dadurch nicht wahrer werdendes Ammenmärchen.

0
@Hoegaard

Du warst nicht dabei und ich auch nicht.Überlieferungen allerdings sind unstreitig,oder?

0
@Hoegaard

Die Quellenlage ist zwar spärlich aber durchaus eindeutig. Ein Ammenmärchen ist das sicher nicht.

0
@Miramar1234

Aha, Überlieferungen also. Die Topquelle jedes Historikers.

Im Lexikon der populären Irrtümer wird bezweifelt, dass es das Recht der ersten Nacht überhaupt gegeben habe. Es wird darauf hingewiesen, dass es an irgendwelchen Beweisen zu diesem Tatbestand fehle und dass sich die angeblichen Quellen als Fälschungen, Fehlinterpretationen oder Dorflegenden herausgestellt haben.

0

Wie sich die Ansichten doch wandeln können,oder war es ein Vorwand,es nicht als gar so schlimm anzusehen,dem Lehnsherrn die Entjungferung zu überlassen ?!

0

Im Mittelalter waren die Bauern Leibeigene der Gutsbesitzer und hatten eigentlich kaum Rechte.

Das ist Unsinn. Leibeigenschaft gab es erst nach dem 15. Jahrhundert in größerem Umfang. Da war das MIttelalter schon lange zu Ende

1
@Hoegaard

Aus http://www.wissen.de/lexikon/leibeigenschaft

Die Leibeigenschaft war besonders ausgeprägt 1. im Mittelalter im westlichen Deutschland als (allmählich sehr gemilderte) Abhängigkeit mit meist nur in geringer Höhe zur Anerkennung der Leibeigenschaft erhobenen Abgaben (Leib- und Heiratszins; im Todesfall Besthaupt, Bestkleid); z. T. erhalten bis ins 18. Jahrhundert; 2. im östlichen Deutschland im Gebiet der Gutsherrschaft als Erbuntertänigkeit ein in vielem der antiken Sklaverei ähnliches Rechtsverhältnis, das auch die gesamte Familie des Leibeigenen (Erbuntertänigen) zu Zwangsdiensten, aber auch den Gutsherrn (zumindest rechtlich) zur Fürsorge verpflichtete;



0

Wenig bis keine.Die Unterschiede liegen darin,ob es sich um Freie Bauern oder Lehensbauerntum handelte.Die jeweils herrschenden konnten strenger,zuweilen aber auch milder gestimmt sein.Vor allem das Eintreiben der Steuern,in Jahren mit schlechten Ernten,Sommerfrösten,etc.hat ganze Bauernstämme verarmen lassen,teilweise auch auswandern.Dies konnte die Obrigkeit aber gar nicht wollen,weil es ohne Bauern kein schlagkräftiges Heer geben konnte und zuwenige Bauern ,auch nur wenig Steuern einbrachte.LG

Rechte in welchem bereich? Es ist unmöglich alle rechte hier aufzulisten. ABer es ist im vergleich zu heutigen rechten ein witz.

Was möchtest Du wissen?