Welche Rechte habe ich nach Kündigung in der Probezeit(kein Arbeitsvertrag)?

9 Antworten

Wenn Du dort arbeitest, HAST Du einen Arbeitsvertrag!

Denn Arbeitsverträge dürfen auch mündlich geschlossen werden, wie halt in Deinem Fall.

Nur ist dann natürlich schlecht nachweisbar, was denn überhaupt vereinbart wurde.

Ich würde auf den Mindestlohn bestehen!

Die Kündigungsfrist richtet sich in diesem Fall nach dem BGB, bezogen auf innerhalb der Probezeit.

"Die Folge: Arbeitgeber (oder auch Mitarbeiter) können noch am letzten Tag der Probezeit mit einer Frist von zwei Wochen kündigen. ... Ihr Arbeitgeber könnte Sie nur mit der zweiwöchigen Frist gemäß des § 622 Abs. 3 BGB kündigen."

... bezogen auf innerhalb der Probezeit

Wenn denn auch eine Probezeit vereinbart wurde (was ggf. vom Arbeitgeber zu beweisen waere), sonst 4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende.

Da hier aber anscheinend noch nicht einmal die Hoehe des Gehalts vereinbart wurde, duerfte wohl erst recht keine Probezeit vereinbart worden sein (schon gar nicht nachweisbar).

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Vielen Dank für die Antwort! Wie ich mir dachte ist wohl alles andere als mindestens Mindestlohn schwachsinn. Muss ich diese 2 Wochen nun noch zur Arbeit erscheinen oder auf das Hören was der Arbeitgeber sagt? Und wie sieht es in diesen Tagen mit dem Lohn aus?

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@killer758

Du solltest auf jeden Fall Deine Arbeitskraft anbieten. Denn für gewöhnlich arbeitet man innerhalb der Kündigungsfrist bzw. bummelt seinen Urlaub ab.

Es sei denn, der AG stellt Dich frei.

Schreibe Deinen Arbeitgeber per Mail an, frage ob Du arbeiten kommen sollst oder ob Du freigestellt bist!

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@alarm67

Ich soll heute sowieso bei ihm wegen des Gehaltes anrufen, da werde ich das gleich zur sprache bringen danke!

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@killer758

Solange Du keine "schriftliche" Kündigung hast, bist Du ungekündigt.

Schickt Dich Dein Arbeitgeber nach Hause, kannst Du den Lohn, bis zum Ende des Beschäftigungsverhältnisses (Kündigungstermin) beim Arbeitsgericht einklagen.

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@KHSchindelar

Okay danke, aber bevor ich mich zum Gericht mache will ich erst einmal selber mit ihm reden um diesen weg vielleicht umgehen zu können

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@killer758

Bitte schriftlich ( Angebot Deiner Bereitschaft während der Kündigungsfrist zu arbeiten ) !! - denn alles andere ist bekanntermaßen anschließend nicht nachweisbar -

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@wilees

dann schick ich gleich auch direkt eine email ums nachweisen zu können. danke!

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@killer758

Ach ja - für Dich als "Neuling" - auch wenn Dein ! AV nur mündlich! geschlossen wurde, so muss ! die Kündigung zwingend ! schriftlich erfolgen und zwar mit Originalunterschrift eines Zeichnungberechtigten - ergo per Mail oder Fax ist das nicht möglich.

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@wilees

Als Neuling gleich ins kalte Wasser geworfen werden :( Dann werde ich mich darum bemühen das die Kündigung rechtend erfolgt. Wie lange dürfen die sich denn dann mit der Kündigung Zeit lassen?

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@killer758

Warum solltest DU dich bemühen??

Biete Deine Arbeitskraft an, mehr nicht.

Solange die Dich nicht arbeiten lassen, Du dich durch eine nicht wirksam ausgesprochene Kündigung in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis befindest, steht Dir auch weiterhin Dein Lohn zu.

Der AG muss aktiv werden, nicht Du!

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@alarm67

Bevor die das wochenlang schleifen lassen wollen hatte ich mir vor genommen schon einmal selbst zu handeln. Die pflicht liegt wie ich jetz sehe beim AG aber ich weiß nicht was ich von denen erwarten kann... Und das mit dem Lohn steht ja noch nicht fest. Bevor ich dort anrufe mache ich mich hier erst nochmal etwas schlauer

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@killer758
werde ich mich darum bemühen das die Kündigung rechtend erfolgt.

Wozu das - wenn der AG nicht aktiv wird - sprich Dir die zwingend notwendige SCHRIFTLICHE Kündigung aushändigt besteht Dein AV ungekündigt weiter. Wichtig ist im Moment nur dass Du Deine Arbeitsbereitsschaft (schriftlich) anzeigst. Anders ausgedrückt die schriftliche Kündigung muss Dir bis zum 17. zugegangen sein, um ihre Wirksamkeit zum 15. 7. zu entfalten.

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@wilees

Ich habe dem Chef gerade eine kurze Email zukommen lassen. Reicht das ?

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Ein Arbeitsvertrag kann auch mündlich oder durch konkludentes Handeln geschlossen werden.

Der ArbG hat grundsätzlich die Pflicht, die wesentlichen Bestandteile des mündlichen Arbeitsvertrages innerhalb eines Monats schriftlich niederzulegen; das wird aber oft nicht gemacht...

Die Probezeit hat nichts mit der Kündigung zu tun sondern nur mit einer verkürzten Kündigungsfrist.

Eine Probezeit muß vereinbart werden - wenn der ArbG behauptet, daß es eine Probezeit gäbe, muß er das beweisen - das kann er aber wohl nicht.

In den ersten 6 Monaten eines Beschäftigungsverhältnis greift das Kündigungsschutzgesetz nicht - eine ordnungsgemäße Kündigung ist daher i. d. R. auch nicht anfechtbar; die Kündigung MUß schriftlich erfolgen - das "nach Hause schicken" reicht nicht - Du solltest weiter Deine Arbeitsleistung anbieten und wenn der ArbG das nicht annimmt, dann kommt er in Annahmeverzug und muß das Gehalt solange weiterzahlen, bis die Kündigung wirksam wird.

Das Arbeitsverhältnis besteht daher weiter.

Die Kündigungsfrist beträgt, da wohl keine Probezeit wirksam vereinbart wurde, 4 Wochen zum 15. oder Monatsende (§ 612 (1) BGB).

Da es keine anderslautende Vereinbarung gibt, gilt die gesetzliche Regelung.

Die Bezahlung muß so erfolgen, wie sie mündlich vereinbart wurde bzw. wie sie angemessen ist - hier darf der Mindestlohn grundsätzlich nicht unterschritten werden - wenn für die gleiche Tätigkeit aber im Unternehmen höhere Vergütungen gezahlt werden, dann gilt der Gleichbehandlungsgrundsatz.

Fazit

  • Vor Erhalt der schriftlichen Kündigung ist das Arbeitsverhältnis nicht beendet.
  • Du mußt Deine Arbeitsleistung weiter anbieten
  • Du solltest den Nachweis über die vereinbarten Vertragsbedingungen gem. Nachweisgesetz anfordern

Danke für die ausführliche Antwort. Auf vereinbarte Vertragsbedingungen hinweisen wird nicht viel bringen da bisher nur Die arbeitsdauer festgelegt wurde. da muss mich dann auf die allgemeinen Bedingungen beziehen

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Zur Kuendigungsfrist: Sofern vertraglich nichts anderes wirksam vereinbart wurde, betraegt die Kuendigungsfrist waehrend einer vereinbarten Probezeit von hoechstens 6 Monaten 14 Tage zu jedem beliebigen Kalendertag. Ohne oder nach Ablauf einer Probezeit sind es dann 4 Wochen wahlweise zum 15. oder zum Monatsende.

Wurde denn ueberhaupt eine Probezeit vereinbart und koennte der Arbeitgeber dies ggf. auch nachweisen?

Vereinbart wurde es nur mündlich. Nachweisen wird schwer da er es auch einfach verneinen kann da ich nichts schriftliches habe.

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@killer758

Er hat aber auch nichts schriftliches, mit dem er eine solche Vereinbarung beweisen koennte. Ohne Nachweis einer Probezeitvereinbarung gibt es im Streitfall aber auch keine.

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@killer758

Du bist ja nicht unbedingt der, der was beweisen muss.

Der AG ist da auch nicht raus bzw. in der Pflicht!

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@killer758

Falsch der Arbeitgeber muss die Vereinbarung einer Probezeit beweisen - kann er dies nicht - gilt (für beide Seiten) die verlängerte Kündigungsfrist.

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@wilees

Wie muss diese bewiesen werden? es kam ja kein vertrag zu stande. könnte der arbeitgeber auch einfach sagen es wäre mündlich dazu gekommen und ist das rechtens?

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@killer758

Eine Behauptung ist kein Beweis! Da du ja vermutlich eine muendliche Probezeitvereinbarung bestreiten wirst (es wurde ja anscheinend noch nicht einmal die Hoehe des Gehalts vereinbart), duerfte er dann wohl in arge Beweisnoete kommen.

Und noch einmal, auch wenn es dir schon mehrfach gesagt wurde: Es ist sehr wohl ein Arbeitsvertrag zustande gekommen, naemlich ein muendlicher. Nur dessen Inhalte sind eben nicht ganz klar. Die Rahmenbedingungen aber schon. Du arbeitest dort (bzw. hast dort gearbeitet) und stehst somit in einem Arbeitsverhaeltnis, das den gesetzlichen Bestimmungen unterliegt.

Es ist auch noch gar nicht klar, ob dir ueberhaupt schon wirksam gekuendigt wurde. Hast du nun bereits eine schriftliche Kuendigung erhalten oder nicht? Ein Arbeitsverhaeltnis kann zwar muendlich eingegangen werden, gekuendigt werden kann es aber nur schriftlich.

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@DerCaveman

Eine Schriftliche kündigung habe ich noch nicht erhalten.

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@killer758

Also wurde dir auch noch nicht gekuendigt und du solltest einfach wieder zur Arbeit gehen (auch um dir deine Gehaltsansprueche zu sichern). Wenn dich der Chef dann wieder nach Hause schickt, ist das dessen Problem. Gehaltsansprueche kannst du dann so lange geltend machen, bis du eine schriftliche Kuendigung erhalten hast und dann die Kuendigungsfrist abgelaufen ist.

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@DerCaveman

Ich werde mich gleich telefonisch mit meinem ehemaligen Arbeitgeber unterhalten. Da werde ich ihn gleich darauf ansprechen danke!

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@killer758

Und was den Mindestlohn betrifft:

Anspruch auf den Mindestlohn (seit dem 01.01.2019 sind das 9,19 €/Std.) haben auch minderjährige Arbeitnehmer ("Schüler") unter der Voraussetzung, dass sie bereits über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen (was allerdings wohl nur selten der Fall sein dürfte).

Besteht kein Anspruch auf den Mindestlohn, darf der Lohn - grob formuliert - nicht unter 2/3 des für einen vergleichbaren Arbeitnehmer in der Region und Branche üblichen Tariflohns oder üblicherweise gezahlten Lohns liegen, da er sonst als "sittenwidrig" gelten kann.

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@killer758

Ergänzung:

Ich lese gerade, dass Du volljährig bist.

Damit hast du mindestens Anspruch auf den Mindestlohn.

Der arbeitsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz gilt nicht in Zusammenhang mit der Vergütung. Allerdings hast du nach diesem Grundsatz ebenfalls Anspruch auf Zusatzleistungen, wenn der Arbeitgeber diese den anderen Arbeitnehmern gewährt.

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Natürlich hast Du einen Arbeitsvertrag, der mündlich geschlossen wurde.

Der Chef hat Dich bei der Sozialversicherung anzumelden, wenn es kein 450,- Euro Job ist.

Die Bezahlung hast Du vereinbart, wie hoch denn?

Mindestlohn, branchenüblich, genauso wie andere Mitarbeiter ...

Wie alt bist Du denn?

Was ist denn ein Schülerlohn?

Die Bezahlung wurde zwar angesprochen aber nicht vereinbart weil dieser noch einen Termin hatte. Ich bin 23 Jahre alt und was ein Schülerlohn ist weiß ich generell auch nicht :( Deswegen meine Frage hier auch gutefrage

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@killer758

Schülerlohn geht gar nicht mehr.

Wieeviele Stunden hast Du gearbeitet?

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@BVBDortmund

Die erste Woche 8 Stunden (3Tage) und danach 6 Stunden pro Tag

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@killer758

Ich überschlage es mal, Du hast 4 Wochen gearbeitet.

In der ersten Woche 32 Stunden macht bei 9,19 Euro 294 Euro

In den nächsten 3 Wochen 90 Stunden macht bei 9,19 Euro 827 Euro.

Zusammen 1121,- Euro.

Was haben Kollegen verdient? Wenn sie mehr bekommen haben kannst Du davon ausgehen, dass Du brutto 1400,- Euro verlangen kannst.

Was ist mit der Anmeldung der sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit?

Hat der Chef Dich nicht angemeldet, könnte es für ihn teuer werden.

https://dejure.org/gesetze/SGB_IV/111.html

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@BVBDortmund

Im Voraus der Betrieb ist im Vertrieb tätig und die Mitarbeiter haben anscheinend mit allen Zusätzen und 10% ihres Gesamterlöses im Gehalt einen sehr guten Verdienst (ca. 3000-4000 Tausend brutto wurde mir erzählt)

Die Sache zur "Anmeldung der sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit" ich weiß von nichts ...

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@killer758

Also steht Dir als 23-jährigem zwingend ! ( außer Du giltst rechtlich als Langzeitarbeitsloser - sprich warst für den AG nachweislich vor Aufnahme dieser Tätigkeit SGB II_Bezieher ) der Mindestlohn in Höhe von derzeit 9,19 Euro pro geleisteter Arbeitsstunde zu.

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@wilees

Nein ich bin kein Langzeitarbeitsloser :) Hatte mich auch gewundert. Kann eventuell mehr bei rausspringen im Zusammenhang zum Gehalt meiner Mitarbeiter? Oder hat das damit nichts zu tun? (wegen des Gleichbehandlungsgrundsatzes)

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@killer758

"ca. 3000-4000 Tausend brutto", dies solltest Du auch verlangen. Im Vertrieb gibt es Provissionen, ist das bei Dir auch so gesagt worden? Was waren Deine Tätigkeiten, Du bist Vertriebsmitarbeiter gewesen?

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@BVBDortmund

Provisionen hätte es auch für mich gegeben mit 10% meines eigenen Umsatzes , alles andere glaube nur bei Beginn der Ausbildung.

Ich war im Vetrieb mit dabei und habe Neu-Kunden-Akquise betrieben und möglichen Kunden meine Kontaktdaten zukommen lassen (diese auch manchmal in das Kundenverzeichnis eingetragen). Angebote/Anfragen bekommen habe ich in der Zeit nicht und selber auch nichts erwirtschaften können.

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@killer758

Wer bekommt denn Provisionen, wenn Neukunden bestellen?

Neu-Kunden-Akquise kann man auch vom Büro aus machen, das ist noch keine vertriebliche Tätigkeit, die extra honriert wird. Da muß es Richtlinen geben, am besten steht alles im Arbeitsvertrag oder der Provisionsvereinbarung.

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@BVBDortmund

Diejenige Person die den Kunden am Anfang angeworben hat. Ich saß bei den Leuten im Vertrieb und war auch als solcher in meinem Email Kontakt gemeldet. Und ich habe immernoch keinen Arbeitsvertrag erhalten und von einem Provisionsvertrag war auch nie eine rede

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@killer758

Unabhängig von Arbeitsvertrag und Provissionsvereinbarung kann Du Deine Ansprüche stellen. Wird das von der Firma zurückgewiesen, kannst Du vor dem Arbeitsgericht klagen.

Was kann die Firma sagen? Du bist als Sekretärin für Akquise angestllt, ohne Provissionsanspruch? Dann muß die Firma erklären, wer die Provissionen bekommt. Und dann hat die Firma einen schlechten Stand vor dem Arbeitsgericht. Dann ist ein schlechter Vergleich mit Dir immer noch besser als das beste Urteil.

Deine Rating zu gewinnen A++

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@BVBDortmund

So wie ich das verstanden hatte gibt es einen Boni für alle Mitarbeiter wenn eine bestimmte Summe im Monat von allen erwirtschaftet wurde. Die 10% Provision gilt für den jeweiligen "verkäufer". Hat dieser zum Beispiel 20000€ im Monat für den Betrieb als Roherlös gewonnen so werden ihm 2000€ gut geschrieben. Ich war auch kein Sekretär sondern einfacher Vertriebler in dem Sinne. Wenn ich nichts erwirtschaftet habe, wie kann ich dann Ansprüche stellen wenn es anscheinend so geregelt wird?

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@killer758

Deine Ansprüche stellst Du selbst. Du brauchst dazu Provisionstabellen. Und etwas wie Deine Kollegen als Bezahlung zu bekommen. Das ist der Vergleich und Dein Anspruch. Konkret solltest Du mal eine Abrechnung Deiner Kollegen besorgen und darüber nachdenken, was Du bekommen hättest, wenn nach einer Zeit Dir etwas gezahlt wird ....

Weil es schwierig werden kann, solltest Du nicht naiv sein und die Firma unter Druck setzen. Wenn die viel Geld haben, zahlen sie, um ihre Ruhe vor Dir zu haben.

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@BVBDortmund

gut dann werde ich mal eine meiner mitarbeiter fragen. mal schauen was der mir dazu sagt

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Ich habe Mitte Mai angefangen und bis jetzt kam kein Arbeitsvertrag zu stande.

Doch - Du hast lediglich einen "mündlichen" Arbeitsvertrag. Und der kann sich jetzt sogar für Dich günstiger erweisen als ein "schriftlicher" AV:

https://www.arbeitsrecht.org/arbeitnehmer/arbeitsvertrag/rechtsirrtuemer-des-arbeitsrechts-teil-4/

Ein schriftlicher Arbeitsvertrag dient dazu, Rechtssicherheit zu schaffen und einzelne Ansprüche viel leichter beweisen zu können.

Andererseits sind mündliche Arbeitsverträge für Arbeitnehmer in einer Vielzahl von Punkten günstiger. Behauptet der Arbeitgeber eine Vereinbarung, muss er sie auch beweisen. Und das kann er gerade nicht durch die Vorlage eines schriftlichen Dokuments, sondern allenfalls durch Zeugen oder Ähnliches.

Das beste Beispiel ist die Vereinbarung einer Probezeit. Behauptet Ihr Arbeitgeber, Sie hätten eine Probezeit vereinbart, und er könnte in der Probezeit mit einer abgekürzten Frist von 2 Wochen kündigen, so muss er das auch beweisen. Andernfalls gibt es keine Probezeit und Sie haben eine längere Kündigungsfrist.

Gibt es eine Kündigungsfrist ohne Arbeitsvertrag?

Ja - nach § 622 BGB - 4 Wochen zum 15. bzw. Ultima eines Kalendermonats.

oder ob ich nur einen Schülerlohn erhalte ?!?

wichtig wäre es zu wissen :

  • ( Schülerlohn ) heißt hier was ?
  • Bist Du minderjährig? Bzw. wie alt bist Du?
  • War Dein Vertrag von Anbeginn an befristet - sprich nur auf eine Übergangszeit ausgerichtet?
  • "Warum" hast Du bis dato für den Monat Mai keine Abrechnung erhalten?

zum schülerlohn: ich hab keine ahnung deswegen auch meine frage hier.

Zum Alter: ich bin schon 23 Jahre alt

Über befristet oder unbefristet wurde gar nicht gesprochen. diese arbeit sollte auch eigentlich nur eine üpberbrückung zur Ausbildung in dem betrieb sein.

Warum ich keine Abrechnung erhalten hab? die haben noch nicht einmal meine Bankdaten... Da habe ich mir ja etwas eingebrockt

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Auch wenn über befristet geredet worden sein sollte, befristet setzt zwingengend einen schriftlichen AV voraus.

Da es diesen schriftlich nicht gibt, ....

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@alarm67

Was ja hier nicht ausschließt, dass trotz der Situation FS als kurzfristig Beschäftigte/r bei der Knappschaft angemeldet wurde - deshalb meine Fragestellung ( ausschließen tue ich so etwas nun einmal nicht.)

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