Welche Qualität bei Motoröl für Ottomotoren

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Nimm bei einem jungen Auto definitiv das Öl gemäß Herstellerempfehlung. Achte auf die Erfüllung der vorgeschriebenen Normen. Und niemals ein dünneres Öl verwenden. Die Kaltviskosität (der Wert vor dem W) sollte niemals unterschritten werden. Die Warmviskosität (Wert nach dem W) kann im Zweifelsfall höher aber auch niemals niedriger sein. Wenn der Motor älter wird, evtl. schon etwas Öl verbraucht oder leichte Geräusche macht kann etwas dickeres Öl (z.B. 10W40 statt 5W30) Wunder wirken und die Restlebensdauer massiv erhöhen.

Ich empfehle aus gutem Grund Öle von Castrol und Liqui Moly. Castrol ist der führende Entwickler von Motorölen. Arbeitet eng mit den Autoherstellern zusammen. Castrol und LM kooperieren eng.

also ich bin Dipl. Ing. und das mit dem dickeren Öl bei älteren Autos kann ich unterstreichen. Prinzipiell geht das auch mit 10w- ... problematisch wird es dabei für einen Turbolader, der extrem enge Spaltmaße hat und im Kaltlauf eventuell nicht ausreichend geschmiert wird. Wer sein Auto gescheit auf Temperatur bringt, bevor er Leistung abverlangt, kann auch sorglos mit einem 10er Öl fahren- auch mi tTurbo.

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beim öl wird viel getrickst,meistens zahlt man nur den namen.Und halten tut es auch länger als vorgeschrieben.SAE 20 W 30 reicht für unsere Breitengrade vollkommen aus!

die viskositätsklassen sind genormt, teueres öl lohnt sich nicht. verwende die sorte die der Hersteller vorschreibt, ich glaube nicht, dass der 75 PS Renault Motor teueres synthetisches öl braucht

Laut http://www.motoroel.com/auto/motoroel-normen-und-freigaben.html benötigst du ein Öl, das die Freigabe RN0700 (Renaultspezifisches Normsystem) erfüllt. Ich würde dies allerdings nochmal im Handbuch prüfen, evtl steht dort etwas anderes oder auch ein Freigabe nach einem anderen Normsystem. Dort kannst du dann auch die zulässigen Viskositäten erfahren, wichtiger ist jedoch, das das Motoröl die Herstellerfreigabe erfüllt.

Das kann man pauschal nicht beantworten - generell läßt sich sagen, dass über die Jahre, die Herstellervorgaben für Ölwechselintervalle immer länger wurden - gleichzeitig sind aber auch die Qualitätsanforderungen ans Motoröl gestiegen um diese Verlängerung zu ermöglichen.

Viele Fahrzeuge haben heute dynamische Ölwechselintervalle die abhängig von der Ölbelastung (Drehzahlen, Kurz-/Langstrecke, Ölzustand, etc) das Wechselintervall berechnen und dem Fahrer über ein Display mitteilen. Auch für solche Fälle sind spezielle Eigenschaften des Öls erforderlich.

Natürlich führt die Verwendung minderwertigen Öls nicht zum sofortigen Motortod, zumal die Herstellervorgaben Sicherheitsreserven auch für ungünstige Betriebszustände enthalten. Aber es muss einem klar sein, dass der Motor einem höheren Verschleiss unterliegt und auch die Tatsache, dass manche Motoren trotz schlechten Öls hohe Laufleistungen erreichen, ist kein Freibrief. Die Ausfallstatistik und schleichender Verschleiß (Leistungsverlust, Kompression, Lagerspiel) werden ihren Tribut fordern.

Mechanische Beanspruchung des Öls läßt die Kohlenstoffketten zerbrechen und Verbrennunsrückstände und Abrieb verschmutzen das Öl und setzen im Laufe der Zeit den Ölfilter zu. Durch chemische Alterungsreaktionen verlieren die Additive im Öl ihre Wirksamkeit - das alles passiert bei billigem und minderwertigem Öl viel schneller, bzw bestimmte Additive fehlen von vorneherein.

Billiges Motoröl kann für moderne Motoren einen schnellen und sicheren Tod bedeuten - Ölschlamm, Lackbildung, HTHS-Werte und Aschewerte (letzters besonders bei Dieselpartikelfilter) sind hier die Schlagworte.

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