Welche Qualifikation befähigt den gelernten Bankkaufmann Jens Spahn, Gesundheitsminister zu sein?

18 Antworten

Ich bin Mathematiker und arbeite als Manager in der Entwicklung für Medizinprodukte. Was man mal gelernt hat ist nach einer Weile nicht mehr so wichtig.

Minister sollten immer führen können und ein Team haben, das die Sachkunde abdeckt. Sicherlich hilft es, wenn sie vom Fach sind, aber notwendig ist das nicht.

Aber dann musst Du doch von Medizinprodukten Ahnung haben, oder etwa nicht?

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@Schwuttcke

Jein. Ich könne nicht den Job der meisten meiner Mitarbeiter machen. Die können Dinge, die ich definitiv nicht kann. Und das ist auch in Ordnung so - dafür habe ich sie ja eingestellt, und ich kann nicht in allem ein Experte sein.

Als Manager muss man halt wissen, in was man gut ist und in was nicht; für die Sachen, in denen man nicht gut ist, sucht man sich halt Leute.

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Keine wie bei den meisten anderen Ministern auch.

Die Ministerien sind in der Regel so groß und decken so viele Fachbereiche mit ab, das ohne Fachberater es nicht geht.

Er muss nur die nötigen Informationen filtern und bewerten können, die man so weit aufbereitet hat, das jeder der Entscheidungsträger diese bewerten kann!

Es ist oft sogar hinderlich vom Fach zu sein, weil man dazu neigt gewisse Bereiche eher zugeneigt zu sein.

Im übrigen hat der Herr Spahn deutlich mehr Baustellen wie nur Corona oder den Fachkräftemangel. Gerade in der Gesundheitsindustrie geht es um viel Geld und das vollen alle! Da ist ein Bankmensch gar nicht so falsch.

Er ist von den Wählern*innen zum Bundestagsabgeordneten gewählt worden, da wird nicht nach Berufsausbildungen gewählt, - dazu noch mehrheitlich die Partei, deren Mitglied er ist. Er ist dort in gesundheitspolitischen Arbeitskreisen hervorgetreten und deshalb und aus weiteren Gründen zum Minister durch die Bundeskanzlerin ernannt worden. So wird man Minister.

Deutschland ist eine Demokratie, in der alle politische Macht vom (wahlberechtigten) Volk ausgeht. Jeder Bürger, jede Bürgerin kann also Minister*in werden.

Hunderte Fachleute und Juristen arbeiten in einem spezialisierten Ministerium für dessen politischen Leiter, den Minister. Der (juristische) Leiter des Ministeriums (z. B. ltd. Mineraldirektor, Ministerialdirigent) ist deshalb die rechte Hand eines Ministers.

Er kann die finanzielle Seite mehr oder weniger gut beurteilen.

Für die Politik reicht es, wenn du ein Posten besetzt, von dem du allerhöchstens für einen Teilbereich - hier: Verwaltung (Finanzen) - Ahnung hast.

Man kann doch nicht alles nur mit Geld regeln! Halleluja!

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@kiniro

Kein Wunder, dass die Politiker in Krisen versagen, wenn sie sich wie seelenlose Sprechpuppen gebärden und nichts anderes können als alles mit Geld zu regeln!

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Er hat dafür keine Qualifikation, wie so viele in der aktuellen und auch in der Zukünftigen Regierung, dass ist ja das Problem. Deshalb steigen ja auch jährlich die Beraterhonorare, weil unsere Politiker nichts wissen müssen von ihren Ämtern, dass läuft meistens über Seilschaften...

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