Welche Punkte sind nochbwichtig bei einer Notariellen Beglaubigung vor der Scheidung

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3 Antworten

Ihr könnt den vertrag so schließen, es gibt aber Folgendes zu bedenken:

  1. Ein Unterhaltsverzicht gilt in jedem Fall immer erst für die Zeit nach der Scheidung. Bis dahin kann man rechtlich nicht auf Unterhalt verzichten.
  2. Auf den Versorgungsausgleich (Rentenausgleich) kann man zwar grundsätzlich verzichten. Das Gericht lässt einen Verzicht aber nicht gelten, wenn die Eheleute während der Ehe sehr unterschiedlich hohe Renten angespart haben - z.B. weil der Bruttoverdienst sehr unterschiedlich war oder weil einer der Eheleute während der Ehe für längere Zeit gar nicht berufstätig war. In einem solchen Fall nutzt auch der Notarvertrag nichts. Es kann also sein, dass in einem solchen Fall das Gericht trotz des Notarvertrags den Versorgungsausgleich durchführt.
  3. Die Vereinbarung, dass das Sorgerecht gemeinsam ausgeübt wird, ist rechtlich nicht bindend. Trotz dieser Vereinbarung kann später jeder Elternteil beantragen, dass ihm das alleinige Sorgerecht übertragen wird, falls dies seiner Meinung nach dem Kindeswohl besser dient.
  4. Ebenso verhält es sich mit der Vereinbarung, dass das Kind sich zu gleichen Teilen bei beiden Elternteilen aufhält. Auch eine solche Vereinbarung kann nachträglich jederzeit geändert werden, sie gilt also nur für den Augenblick.

Zum "Verhängnis" können euch diese Absprachen nicht werden.

Sollte allerdings einer von euch sich (und/ oder das Kind) nicht aus eigenen Mittel finanzieren können, so würden die unterhaltsrelevanten Absprachen während des Trennungsjahres nicht gelten..., das Familienrecht hätte dann Vorrang...

Der Versorgungsausgleich ("Rentenpunkte") würde "automatisch" berechnet, wenn die Ehe länger als drei Jahre dauerte, allerdings kann hierfür eine "Ausgleichszahlung" vereinbart werden.

Grundsätzlich muss der Versorgungsausgleich bei jeder Scheidung durchgeführt werden. Bei Ehen, die bis zur Einreichung des Scheidungsantrags höchstens drei Jahre gedauert haben, wird kein Versorgungsausgleich durchgeführt, falls keiner der Parteien auf der Durchführung des Versorgungsausgleichs besteht.

Bitte den Rest hier lesen:

http://www.finanztip.de/recht/familie/sperling/va-aus.html

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