Welche psychischen Voraussetzungen sollte man als Altenpfleger haben?

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5 Antworten

Wie lange ging Dein Praktikum denn? Worauf ich hinauswill: man kann sich an vieles gewöhnen. Der Tod gehört zum Leben ja dazu, aber man wird im Alltag doch sehr selten mit ihm konfrontiert. Als Altenpfleger erlebt man natürlich, daß Menschen, die man pflegt und teilweise dann auch Jahre lang kennt, versterben. Das ist natürlich traurig. Aber auf der anderen Seite hat man mit ihnen auch schöne Momente erlebt, hat ihnen zu Lebzeiten geholfen, war eine Bezugsperson. Das kann ja den Verlust auch im gewissen Sinne aufwiegen.

Ob und wie Du mit dem Tod im Alltag umgehen könntest, das kannst nur Du selbst rausfinden. Man wächst in solche Situationen auch rein. Wie alt bist Du denn, wenn ich fragen darf?

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Kommentar von Raphi88
25.01.2013, 18:36

Ich finde das hast du schön geschrieben! Und da geb ich dir vollkommen recht! Wenn man mal bedenkt das ich kurz vor meinem exam stehe und immernoch keinen Toten gesehen habe den ich gepflegt habe, sondern sie immer gestorben sind wenn ich in der Schule oder anderes war bestätigt das deine Aussage dass es nicht alltag ist! Und die meisten waren bzw sind ja schon relativ alt und meist schwer Krank wo ist dann zum Teil auch eine erleichterung sein kann (für einen selbst) wenn man weiß das sie losgelassen haben.

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Lieber Yuuupi, Paul Schlonz hat deine Frage schon sehr schön erklärt. Ich selbst war über 22 Jahre in der Altenpflege. Ich fing meine Ausbildung erst mit 34 Jahren an und hatte das gleiche Problem wie du.

Auch ich hatte große Angst das erste Mal alleine vor einem Toten zu stehen und ich betete im Stillen "Lieber Gott lass mich nicht alleine sein, wenn ein Bewohner verstirbt.

Ich arbeitete dann genau drei Monate, als ich eine Bewohnerin wusch, ich unterhielt mich noch mit ihr und sie antwortete ganz normal. Plötzlich fiel sanft ihr Kopf zur Seite und ich sagte mir "Oh Gott, jetzt ist sie gestorben."

Du wirst es nicht glauben, aber ich war ganz ruhig, von Angst keine Spur mehr, nur noch Ruhe war in mir. Die Frau verstarb an einem Herzschlag.Ich rief meine damals erfahrenen Kollegen herbei und wir wuschen sie dann gemeinsam und riefen den Arzt der ihren Tod dann auch bestätigte.

Es war für mich ein sehr einschneidendes Erlebnis, deshalb konnte ich es bei meinen Schülern später sehr gut nach vollziehen wenn auch sie mit dem Tod Probleme hatten.

Ich würde dir empfehlen dass du ganz offen mit deinen Problemen mit deinen erfahrenen Kollegen darüber sprichst, sei ganz ehrlich was deine Gefühle betreffen und sie werden dir in dieser Situation dann ganz besonders bei stehen.

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dann bewirb dich als krankenpfleger habe ich auch gemacht das ist wirklich ein cooler beruf und ist so ähnlich wie der des altenpflegers und da hat man nicht mit so viel tot zu tun ^^

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Kommentar von Raphi88
25.01.2013, 18:32

gibs da nicht auch genug tote nur das man KEINE Beziehung aufgebaut hat weil die Personen nur paar Tage da sind? :D

Ich finde nicht das es der Altenpflege ähnelt!

Gesundheits- und Krankepfleger werden auf Krankheiten und dessen behandlung etc ausgebildet!

Altenpfleger eher auf das Soziale!

(Meine Erfahrung nach!)

Ich mein wenn ich als Altenpflegeazubi (2. Jahr) eine Gesundheits- und Krankenpflegeazubi (kurz vor dem exam) erklären muss wie man mit Dementen umgeht oder wie man richtig lagert oder anderes, dann pack ich mri schon am Kopf! (das war keine Ausnahmen) aber gibt sicherliche auch andere da bezweifle ich nun mal nicht!

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ich bin ein "alter hase" du kannst alles alles lernen.....und die vielen gedanken die ich hatte bei meiner berufswahl - ich bin krankenpflerger - später dann altenpfleger - ** jeder kann in den schönen - schweren beruf reinwachsen ... du auch**

mir hat auch meine religiöse einstellung auch geholfen .....um nicht fromm zu erscheinen aber : das Leben und der Tod : wir sind alle in Gottes Hand.

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Hi...diese fragen habe ich mir auch gestellt bevor ich meine jetzige stelle( erste stelle nach diversen praktikas im altenheim angefangen bin... Hatte echt angst vor dem ersten toten aber meine kollegen haben mir sehr dabei geholfen...Und jetzt nach ein paar toten kann ich recht gut damit umgehen auch wenn es mich mitnimmt.

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