Welche Prozesse bei Magmenaufstieg können explosive Vulkaneruptionen auflösen?

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1 Antwort

Um explosiven Vulkanismus zu erhalten, muss eine wassergesättigte Schmelze vorliegen.

Sagt dir Solidus was? Es ist sozusagen der Punkt, "unter" dem (bei tieferen P/T-Bedingungen) das Gestein nur noch solide/fest vorliegt. "Darüber" existieren Schmelze und Kristalle nebeneinander (bis zum Liquidus).

Der Solidus ist abhängig vom Wassergehalt der Schmelze: der "nasse" Solidus liegt tiefer, das Gestein schmilzt also früher (bei tieferen P/T-Bedingungen).

Z.B. an einer Subduktionszone hast du also "Wasser", dass in die darüber liegende Kruste aufsteigt, dort den Solidus herabsetzt, womit die Kruste aufschmelzt. Nun der eigentliche Punkt: Beim aufsteigen der Schmelze nähert sich diese immer mehr dem Solidus an, sie wird also viskoser. Daher kann das Gas (z.B. Wasserdampf) nicht mehr gut austreten und es baut sich ein Druck in der Magma auf, welcher bei weiterem Aufstieg der Magma zunimmt (Expansion des Gases).

Häufig kristallisieren solche Schmelzen als Plutonite unter der Erde aus. Tritt sie aber an die Erdoberfläche, so erhalten wir explosiven Vulkanismus.

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Kommentar von Australia23
19.07.2016, 09:59

Muss mich noch korrigieren:

Ich bin mir gerade nicht mehr sicher, ob bei einer Subduktion, das "Wasser" in den darüber liegenden Mantel aufsteigt und dessen Solidus herabsetzt. Worauf die basaltische Schmelze aufsteigen würde und im laufe des Aufstieges stark differenziert wird (aufgrund des langsamen Aufstieges). Oder ob das "Wasser", wie ich oben geschrieben habe, wirklich bis in die Kruste aufsteigt etc.

Aber um das ging es ja nicht direkt und das Prinzip ändert sich dabei nicht nicht...

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