Welche Probleme haben rollstuhlfahrer und wie wird versucht sie zu lösen?

8 Antworten

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Es gibt bei euch doch sicherlich Einrichtungen für Körperbehinderte, oder? Da kann man nachfragen, was Leute, die wirklich im Rolli sitzen für Barrieren im Leben haben.

Und gerade wenn du es im Selbstexperiment ausprobierst, wirst du schnell an die vorhandenen Grenzen stosssen. Zu enge Türen, keine Rampen, zu hohe Regale etc...

Ich kenn's eben von meiner besten Freundin, die also hochgradig körperbehindert im Rolli sitzt...und es fällt einem immer mehr auf, wie wenig behindertengerecht doch vieles ist und auch wie wenig Bereitschaft herrscht zu helfen.

ja das habe ich auch schon gemerkt und solche leute werden auch nicht immer akzeptiert und werden schief angeguckt...

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@moni9219

Ich hab's zumindest letztes Mal mitbekommen, als ein Radler voll in sie reingefahren ist. Es hat ihn einen Schei.ß interessiert, dass sie halb aus dem Rolli gefallen ist, und er ihr die Kniescheibe angebrochen hat...er ist weitergefahren. Davon abgesehen, dass ich den Krankenwagen gerufen habe, hat es auch sonst keinen interessiert, dass da jemand vor Schmerzen heulend in einem Rollstuhl sitzt...die sind vorbei, eine meinte noch "die soll sich nicht so anstellen".

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@Aglajana

ja sowas ist schon arm...sowas werden wir auch mal testen um zu gucken ,welche altersgruppe am ehesten hilft... Ich denke ja das es die leute nicht wirklich interessiert...

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Am Anfang meiner "Rollifahrerkarriere" fand ich es BESONDERS nervig, dass viel "über meinen Kopf hinweg" geredet wurde: Verkäufer und Angestellte irgendwelcher Läden (auch Angestellte und Beamte) sprachen GRUNDSÄTZLICH meine laufende Begleitung an: "Welche Schokolade isst er denn am liebsten?" Ich halte mich NICHT für einen "optischen Totalausfall": Weder hängt mir die Zunge aus dem Hals, noch habe ich ständig verdrehte oder geschlossene Augen. Selbst ein nachlässiger Beobachter müßte leicht aus meinem Verhalten schliessen können, dass ich in der Lage bin, Fragen SELBST zu beantworten. Heute habe ich i.d. R. KEINE Begleitung mehr und somit ist die zuerst von mir angesprochene Ärgerlichkeit für MICH entfallen

Du leihst Dir im nächsten Sanitätshaus oder Altenheim einen gebrauchten Rollstuhl und setzt Dich zwei Tage hinein. Fahr durch die ganze Stadt, mach Besuche und Einkäufe. Benutz die öffentlichen Verkehrsmittel. Nach den zwei Tage hast Du eine Menge über die Probleme behinderter Menschen gelernt und kannst sicher auch Vorschläge für Problemlösungen nennen.

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