Welche private Versicherung könnt ihr mir als Beamtenanwärterin empfehlen?

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8 Antworten

Wie Du aus den unterschiedlichen antworten lesen kannst gibt es kein "richtig" oder "falsch".
Die Ratschläge von Kollegen oder Berufsverbänden sind NIE neutral und unabhängig. Wie auch? Privatpersonen haben eine subjektive Meinung und Verbände sind von unterschiedlichen Interessengruppen (zum Beispiel Versicherungen) entweder gesponsort (wessen Bier ich trinke dessen Lied ich singe") oder zumindest "unterwandert".

Auch die "guten" Namen der Anbieter sind durch die Tarifänderungen der EUVerfügung (aus Bisex wurde Unisex) nichts wert, denn viele Anbieter haben gute Tarife in Sachen Leistung regelrecht "kastriert".
Somit ist die Pauschalaussage "X" oder "Y" ist gut regelrecht falsch. Apollon hat z.B. mit den Defiziten der vermeintlich guten HUK-Coburg einfach Recht.

Auch das die LKH kein Versicherer für Beamte ist stimmt, schlicht und ergreifend.Auch aus den genannten Gründen.
Eine Empfehlung mag ich deshalb auch nicht geben, dazu fehlen mir zu viele Infos von Dir und ich bin leider nicht mit einer funktionsfähigen Glaskugel bedacht. Und immer wieder den gleichen Link zu potsen halte ich für verfehlt.
Dir bleibt eigentlich nur der Weg entweder zu einem gerichtlich zugelassenen Versicherungsberater oder einem auf Beamte spezialisierten Makler. In beiden Fällen solltest Du mit offenen Ohren und Aufmerksamkeit den Ausführungen folgen. Solhc eine Entscheidung trifft man auch nicht im Zeitfenster von 30 Minuten, dazu ist das Thema und der Umfang der wichtigsten Punkte zu komplex..

Mir bleibt Dir viel Erfolg bei der Wahl des richtigen Beraters und dann der richtigen Versihcerung zu wünschen!

Ist es schwer, zu wechseln, falls ich mit meiner PKV unzufrieden bin?

Ja. Denn jeder Wechsel ist ein Neuabschluss, spricht neues Einstiegsalter.


Du stellst hier einen Haufen Fragen und das leider an die falsche Zielgruppe. Die Erfahrungen anderer wird dir nicht weiterhelfen, da deren Situation nicht exakt auf deine passen dürfte.

Stattdessen rate ich dir, dich an einen auf PKV spezialiersten Versicherungsmakler zu wenden, denn ich wüsste gerade ehrlich nicht wo ich den Hebel ansetzen sollte ohne Sonntags abends Tarife und AVB zu lesen...

Ich habe nun einen Termin bei einem Versicherungsmakler ausgemacht. Danke für deine Antwort.

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... dann prüfe bitte auch die HUK Coburg mit Ansprechpartner in fast allen Dienststellen. Viele wollen hier dies nicht hören, weil sie so gut ist, aber eben nicht über Makler vertrieben wird, die horrenden Provisionen zu Lasten der lieben Kundschaft von den Mitbewerbern erhalten. Viel Glück.

Nachtrag: Die private Kranken­versicherung für Beihilfe­berechtigte – Ihre wichtigsten Vorteile: „Sehr gut (1,2)“ für Tarif B501 für Beamte - ausgezeichnet von Stiftung Warentest (Ausgabe 5/2014) Besonders günstige und bedarfsgerechte Krankenversicherung Attraktive Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit Kompetent für den öffentlichen Dienst – die HUK-COBURG ist der größte deutsche Beamtenversicherer

„Sehr gut (1,2)“ für Tarif B501 für Beamte - ausgezeichnet von Stiftung Warentest (Ausgabe 5/2014)

.... und wenn keine Leistungen abverlangt werden, soll es 6 Monatsbeiträge zurückgeben! Vorsorge und Zahnreinigung bleiben dabei unberücksichtigt, höre ich immer wieder..

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@schleudermaxe

die HUK-COBURG ist der größte deutsche Beamtenversicherer

Sorry - aber wir schreiben hier über Krankenversicherungen und nicht über Kfz-Versicherungen.

Beides fängt zwar mit K an - aber den Unterschied solltest auch Du kennen.

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Worauf stützt sich deine Behauptung "weil sie so gut ist"?
Ich hoffe nicht auf den Test eines völlig fachfremden Laien wie der Stiftung Warentest???

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dann prüfe bitte auch die HUK Coburg mit Ansprechpartner in fast allen Dienststellen.

Was für ein Unsinn unser Schleudermaxe mal wieder schreibt.

Dies war einmal, bevor auch alle nebenberuflichen Vermittler ein Gewerbe anmelden müssen und bei der IHK gemeldet sein müssen.

Außerdem haben die nebenberuflichen Vermittler drastisch ihre Genehmigung für solch eine Nebentätigkeit von den Behörden entzogen bekommen, nach dem heraus kam, dass der Beamtenversicherer aus Koblenz von Behördenbediensteten Einstellungsadressen erhalten hat.

 Viele wollen hier dies nicht hören, weil sie so gut ist, aber eben nicht über Makler vertrieben wird, die horrenden Provisionen zu Lasten der lieben Kundschaft von den Mitbewerbern erhalten

Was für ein Blödsinn - auch die nebenberuflichen Vermittler der HUK bekamen Provisionen, wie auch ihre hauptberuflichen Betreuer.

Allerdings finde ich es viel besser wenn ein Vertreter, wie auch Makler Provisionen für einen guten Tarif erhält, als wie ein nebenberuflicher Vermittler (bei dem das notwendige Fachwissen fehlt) der HUK - da es sich hier um einen Tarif mit schlechten Leistungen handelt.

wie z.B.:

ärztliche Behandlung - nur bis zu den Höchstsätzen der GOÄ

Heilpraktiker -  Beihilfelücke wird nur bis 500 € aufgefangen

Hilfsmittel - Beihilfelücken werden nicht voll erfasst.

Sehhilfen - Beihilfelücken werden nur bis max. 300 € aufgefangen / Erstattung nur bis 600 €

Soziotherapie - keine Leistung

Sozialpädiatrie und Frühförderung - keine Leistung

Psychotherapie - max. 30 Behandlungstage (bzw. HUK schreibt die Klinik vor)

Stationäre Behandlung - nur bis zu den Höchstsätzen der GOÄ (3,5-fach)

zahnärztliche Behandlung - nur bis zu den Höchstsätzen der GOZ

Kieferorthopädie - keine Leistung

Ich habe nur mal die wichtigsten Leistungs-Einschränkungen der HUK aufgezeigt.

Bedeutet also, sollte man die HUK wählen, kann es passieren, dass man im Krankheitsfall z.B. bei einer schweren OP - wo von Ärzten wie z.B. bei einer Transplantation meist der 5-fache Satz der GOÄ verlangt wird, einige Tausend Euros drauf bezahlen muss. Die HUK zahlt nur den 3,5 fachen Satz.

Gruß Apolon

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Hallo MaraMuffin,

bitte nicht darauf achten, was der liebe RHWWW hier schreibt.

Er versucht immer die PKV schlecht zu machen und Beamte zu empfehlen bei der GKV zu bleiben.

Nur vergisst er immer negative Details von der GKV zu schreiben.

Dazu gehört zum Beispiel die bessere Leistung bei der PKV

Die GKV zahlt keine Leistungen beim Heilpraktiker, bei Sehhilfen (Ausnahme Kinder, Jugendliche oder schwere Sehbeeinträchtigung), privatärztliche Behandlung im Krankenhaus, Inlays (nur in Höhe der Kosten für Amalgamfüllungen) Kieferorthopädie (für Erwachsene nur in Ausnahmefällen - für Kinder 100 % (nach KIG)).

Außerdem sollte man auf die vielen Zuzahlungen in der GKV achten wie z.B. Arzneimittel (Zuzahlung 10 % mind. 5 EUR - max. 10 EUR), Heilmittel, z.B. Massagen, Krankengymnastik, Ergotherapie, Logopädie (Zuzahlung 10 %, zuzüglich 10 EUR pro Verordnung), Transportkosten (nur in Ausnahmefällen und nach vorheriger Genehmigung, 10 % Zuzahlung, mind. 5 EUR - max. 10 EUR.), stationärer Aufenthalt (Zuzahlung 10 EUR pro Tag bis max. 28 Tage im Kalenderjahr)

Die Gebührenordnung der GKV ist vergleichbar mit einfachem Satz der GOÄ/GOZ.

Auch sollte eine Beamtin an den Beitragsunterschied zwischen GKV und PKV denken.

Nehmen wir mal eine Finanzbeamtin (23 Jahre) während ihrer Ausbildung im gehobenen Dienst aus Nordrheinwestfalen - Anwärtergrundbetrag = 1.112,82 €

Dies dürfte bei einer der besten PKV´s einen mtl. Beitrag von ca. 60 € ergeben, incl. privatärztlicher Versorgung im Krankenhaus im 2-Bettzimmer + Chefarzt und Kurtagegeld.

Bei der GKV liegen die Kosten dann mtl. bei ca. 185,00 €

Fazit - wählt man die GKV, hat man schlechtere Leistungen und darf für dieses Privileg den 3-fachen Beitrag zahlen.

Ich bin letzten August verbeamtet worden und bleibe auf jeden Fall bei der GKV.
Den genzen Schnickschnack der PKV brauch ich nicht. Und im Alter wirds immer teurer in der PKV. Zudem geh ich einfach zum Doc, ziehe meine Karte durch und hab Ruhe...

Hallo,

http://www.morgenundmorgen.com/analysen/ratings/mm-rating-kv-unternehmen/

bitte nach lesen der Seite rechts unten die PDF Datei anklicken und die HUK Krankenversicherung suchen.

Dann schriftlich die Haftung für das Testergebnis bei Stiftung Warentest einfordern, die du nicht bekommen wirst.

Denke daran, du kaufst keinen Kühlschrank!!!

Beste Grüße

Dickie59

Hallo Dickie59,

hast Du überlesen, dass es sich hier um eine Beamtin handelt ?

Wenn man schon auf das entsprechende Rating von Morgen & Morgen hinweist, sollte man auch das richtige nehmen:

http://www.morgenundmorgen.com/analysen/ratings/mm-rating-pkv-vollversicherung/

ganz unten - Beamten downloaden auswählen.

Gruß Apolon

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@Apolon

ah, vielen Dank für den Hinweis, nicht überlesen aber daneben geklickt.

Hallo Fragesteller, bitte berichtigten Link neben.

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@Dickie59

...hmm wobei ich Wert auf die Leistungsfähigkiet der Gersellschaften gelegt habe, nicht auf eine Qualität der Tarife, die dann unter Beitragssteigerungen leiden, weil sie die Qualität halten müssen...

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Hallo MaraMuffin,

am einfachsten ist es sich bei späteren Arbeitskollegen zu informieren oder bei entsprechenden Berufsverbänden z.B. bei dem Deutschen Beamtenbund - siehe dazu

 http://www.komba.de/

Die FamK bzw. die LKH sind keine Spezialversicherer des öffentlichen Dienstes - davon sollte man die Finger lassen.

Gruß Apolon

Die Tarife der LKH sind auf die Beihilfeverordnungen der Länder abgestimmt, frage mich allen Ernstes, das diese plakative Ablehnung soll....

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@martin197575

Schau dir einfach mal die Versicherungsbedingungen an, dann wirst Du sehr schnell erkennen, dass es sich nicht gerade um einen Top-Tarif handelt.

Egal welchen Vergleichstest ich mir anschaue, die LKH liegt auf den letzten Plätzen.

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@Apolon

ich glaube schon lange keinem Rating mehr über den Weg, dazu bin ich schon zu lange in der Branche...da werden leider oft Äpfel mit Birnen verglichen

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Hallo,

besteht jetzt aktuell eine gesetzliche oder eine private Krankenversicherung?

Eigenständig oder über die Eltern?

Alter?

Gruß

RHW

Ich bin noch gesetzlich und eigenständig versichert und 25 Jahre alt.

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@MaraMuffin

Dann gilt bei der bisherigen Krankenkasse immer eine Kündigungsfrist:

- bei einer Pflichtversicherung (z.B. Studentenbeitrag von ca. 80 Euro monatlich): 14 Tage nach Hinweis der Krankenkasse über das Ende der Versicherungspflicht (§ 188 SGB V)

- bei einer freiwilligen Krankenversicherung (z.B als Student höherer Beitrag als 100 Euro monatlich): 2 vollen Kalendermonate 

Folgende Punkte können bei der Entscheidung gesetzliche Krankenversicherung (GKV) oder private Krankenversicherung (PKV) wichtig sein:

• Was wird nach Ende Anwärtertätigkeit sein? Ein Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung wäre dann nur bis zum 23. Geburtstag möglich (Ausnahme: Verheiratete, deren Ehegatte selbst Mitglied der GKV ist)! In manchen Anwärterberufen ist die Abbrecherquote sehr hoch.

• Man sollte spätere Veränderungen mit in den Vergleich einbeziehen: Nachwuchs (Kind mit Behinderung?), Frühpensionierung, Teilzeittätigkeit, Sabbatjahr, Elternzeit, späteres (Zweit-)Studium bei unbezahltem Urlaub, nicht berufstätiger Ehegatte (in der GKV zahlt der Ehegatte ggf. Beiträge nach der Hälfte der Einnahmen des PKV-Ehegatten),

• Was ist, wenn man später nicht Beamter/in bleibt (auf eigenen Wunsch oder aufgrund von unerwünschten Vorfällen - auch im privaten Bereich)? Beim Finanzamt werden z.B. später viele selbständige Steuerberater. Als Arbeitsloser oder Selbständiger kann man aber nicht mehr in die GKV zurück. Der Beihilfeanspruch entfällt und die PKV-Beiträge steigen dann sehr deutlich (mindestens Verdoppelung).

• Bei den Leistungen sollte man besonders auf Reha/Kuren (auch Mutter-Kind-Kuren), den offenen Hilfsmittelkatalog, Psychotherapie (Anzahl der Sitzungen), Hebammenhilfe, Haushaltshilfe und Heilmittel (Arten und Erstattungshöhe) achten. Hier gibt es zwischen den Privatversicherungen (und zur GKV) große Unterschiede. Für Neugeborene kann man u.U. nur die Tarife versichern, die die Eltern bereits abgeschlossen haben und pro Kind ist ein separater Beitrag zu zahlen. Bei behinderten Kindern kann das ein großes Problem sein.

.gkv-spitzenverband.de/krankenversicherung/hilfsmittel/hilfsmittelverzeichnis/hilfsmittelverzeichnis.jsp

Für Stiefkinder sind ggf. auch Beiträge pro Person zu zahlen.

Als beihilfeberechtigter Beamter oder Pensionär ist eine Rückkehr in die GKV nicht mehr möglich.

Beiträge in der PKV sind immer für kerngesunde Menschen berechnet. Diese sind aber sehr selten. Gab es in den letzten Jahren mal Erkältungen/Grippe, Kopfschmerzen, Rückenbeschwerden, Einschränkungen der Gelenke? Dann können sich die Beiträge zusätzlich erhöhen. Es ist sehr hilfreich, wenn man in den letzten Jahren ein Gesundheitstagebuch geführt hat.

https://www.test.de/Gesundheitsfragen-Was-Sie-der-Versicherung-sagen-muessen-464...

Bei unvollständigen oder falschem Antworten kann die Versichereung den Vertrag auch Jahre später noch kündigen.

In der Privatversicherung werden nach den Musterbedingungen der PKV Leistungen nur erstattet, soweit sie das Maß des Notwendigen nicht übersteigen. Problematisch kann es sein, dass man erst erfährt, was notwendig ist, wenn man Rechnungen zur Erstattung einreicht. Der Behandler hat aber trotzdem einen Anspruch auf Vergütung. Im Übrigen werden - je nach Tarif - nur anerkannte Behandlungsmethoden erstattet:

§ 4 Absatz 6 und § 5 Absatz 2 PKV-Musterbedingungen:

pkv.de/recht/musterbedingungen/mbkk2009.pdf

In der GKV beträgt der Beitrag aktuell ca. 14,9% zur Kranken- und ca.1,425% zur Pflegeversicherung (beides berechnet von den Bruttoeinnahmen, mindestens von 945 Euro). Bei Teilzeitarbeit ist das ggf. ein großer Vorteil. Wenn man zunächst für die GKV entscheidet, gilt später eine Kündigungsfrist von 2 vollen Kalendermonaten.

Vielleicht interessant (jeweils 3 mal "w" ergänzen"):

focus.de/finanzen/versicherungen/krankenversicherung/tid-5429/krankenversicherung-zehn-irrtuemer-ueber-die-privatenaid52165.html

bundderversicherten.de/app/download/BdV-PKV-Broschuere.pdf

pkv-ombudsmann.de/taetigkeitsbericht/

Schnellsuche nach PKV: rehakids.de/phpBB2/search.php?mode=results

Vielleicht interessant:

.gutefrage.net/frage/von-der-privaten-in-die-gesetzliche-krankenversicherung

Vor einer Entscheidung sollte man sehr ausführliche Gespräche mit Experten der PKV (Versicherungskaufleute bzw. Kaufleute für Versicherungen und Finanzen) und Experten der GKV (Sozialversicherungsfachangestellte) führen. Die Entscheidung ist ähnlich wichtig wie ein Hauskauf. Ggf. auch Beamte fragen, die häufig Leistungen benötigen bzw. in Frühpension gegangen sind.

In der GKV kann man auch einen Erstattungstarif wählen. Dann ist man beim Arzt Privatpatient und kann ggf. die Privatrechnungen bei der Krankenkasse und der Beihilfestelle einreichen. Einzelheiten mit der gesetzlichen Krankenkasse und der Beihilfe vor einer Entscheidung klären (es gibt unterschiedliche Regeln je nach Beihilfeverordnung). Den Tarif kann man nach drei Monaten jederzeit beenden.

Viel Erfolg bei der richtigen Entscheidung!

Noch Fragen offen?

Gruß

RHW

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@RHWWW

Das habe ich letztens doch schon mal irgendwo wortwörtlich so gelesen...

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@martin197575

Hallo MaraMuffin,

wenn Personen, die Worte "immer" und "nie" benutzen, bin ich immer sehr skeptisch. Das sollte man beim Vergleich GKV und PKV auch sein.

Manche PKV-Vertreter konzentrieren sich sehr auf die Vorteile der PKV und die Nachteile der GKV. Weitere ndfos werden dann schon mal vergessen.

Es gibt nicht die besseren Leistungen der PKV. Es gibt Tarife der PKV, die bessere Leistungen anbieten, und es gibt viele Tarife der PKV, die weniger als die GKV anbieten.

Es gibt gesetzliche Krankenkassen, die aufgrund Ihrer Satzung Osteopathie durch Heilpraktiker bezuschussen.

In der GKV sind die Zuahlungen bei chronisch Kranken auf 1% der Bruttoeinnahmen pro Kalenderjahr begrenzt (bei gesunkenen Einnahmen sinkt auch dieser 1%-Wert). § 62 SGB V

Nach den Musterbedingungen der PKV sind wissenschaftlich nicht anerkannte Leistungen ausgeschlossen. In den entsprechenden Tarifen, die die Musterbedingungen verwenden, wird dann von Heilpraktikerrechnungen nicht sehr viel erstattet.

In welcher Höhe Inlays erstattet werden, hängt von den Leistungen des gewählten PKV-Tarifs ab.

Es gibt PKV-Tarife, die in bestimmten Fällen Taxikosten übernehmen - andere PKV-Tarife zahlen nie Taxikosten.

Die Arzthonorare werden in der GKV nach EBM und Bema zu festen Sätzen abgerechnet. In der PKV kann der Arzt/Zahnarzt die Honararhöhe entsprechend selbst festlegen, meist bis zum 2,3-fachen des einfachen Satzes. Bei einer Begründung kann er meist bis zum 3,5-fachen Satz abrechnen. Wenn sich Patient und Behandler vor der Behandlung schriftlich auf einen höheren Satz festlegen, ist dies rechtlich auch einwandfrei (z.B. 10-fache Satz bei Spezialisten in Hochschulkliniken). Entscheidend ist aber später immer, was nach den vereinbarten Regeln des gewählten PKV-Tarifs von der PKV erstattet wird. Da gibt es im Kleingedruckten der Versicherungsbedingungen große Unterschiede.

Wenn jemand versucht Beiträge der GKV und der PKV zu vergleichen, ohne irgendwelche Infos zum Gesundheitszustand zu haben, finde ich persönlich das unseriös (besonders wenn kein Hinweis erfolgt, dass die PKV-Beiträge nur für Personen gelten, die alle Gesundheitsfragen mit Fehlanzeige beantwortet haben). sonst entscheidet die Zentrale der Versicherung, ob und in welcher Höhe ein Risikozuschlag erhoben wird (das entscheidet nicht der Versicherungsvertreter).

Ein PKV-Tarif mit Kurtagegeld bedeutet oft, dass man bei Kuren einen bestimmten Euro-Betrag pro Kurtag erstattet bekommt (aber teilweise z.B. auf 28 Tage begrenzt - schade, wenn die Reha wegen Schlaganfall oder Unfallfolgen länger dauert). Der feste Betrag von z.B. 150 Euro kann aber ggf. in 30 oder 40 Jahren vielleicht gerade für das Trinkgeld des Kellners reichen. Den Betrag kann man als Versicherungsnehmer nicht einseitig nach oben anpassen. z.B.

https://www.lvm.de/wps/portal/kundenportal/kp/privatkunden/produktuebersicht/cms...

Die Beamtenanwärterin, die 60 Euro in der PKV als Schnäppchen ansieht, kann sich fürchterlich ärgern, wenn sie 3 Kinder bekommt und für jedes Kind 3 Jahre Elternzeit nimmt. In diesen 9 Jahren wäre sie in der GKV kostenlos versichert. Die Vergleichsrechnung sieht dann anders aus, als wenn man nur einen Monat vergleicht. Warum für eine 25-Jährige ein Beitrag für eine 23-Jährige genannt wird, erschließt sich mir nicht. Wichtig ist auch, ob in diesem Beitrsg aAltersückstellungen enthalten sind. Wenn nicht, kommt zum Zeitpunkt absehbar ein spürbarer Beitragsanstieg. 

Ein lebenslanger Vergleich ist mühsam, aber sinnvoll.

Es gibt Hunderttausende Beamte in der PKV, aber auch Zehntausende Beamte in der GKV.

Alle wichtigen Aussagen des PKV-Vertreters sollten schriftlich im Beratungsprotokoll festgehalten werden. Es kommt vor, dass bisher sehr sicher wirkende Menschen plötzlich sehr unsicher wirken. Angeblich ganz klare Dinge können dann auf einmal nicht mehr so eindeutig und klar sein. Beratungen von GKV-Mitarbeitern sind nach § 14 SGB I für die betreffende Krankenkasse verbindlich. Man kann sich die Aussagen auch schriftlich geben lassen.

Viel Erfolg bei der richtigen Entscheidung!

Gruß

RHW

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@RHWWW

Man kann auch zusammen mit einem Versicherungsmakler den persönlich geeignetsten Tarif heraussuchen. Dann ganz genau die Nachteile dieses Tarifs erklären lassen (es gibt keine idealen Tarife!). Dann Geld für einen Honorarberater investieren und nach den Schwachstellen des ins Auge gefasten Tarifs (nicht von anderen Tarifen!) befragen. Wenn Honorarberater und Versicherungsmakler die gleichen Schwachstellen benennen, Termin mit einem GKV-Spezialisten, der sich mit PKV auskennt, vereinbaren und beraten lassen. Nach diesen 3 Gesprächen hat man eine gute Basis für eine Entscheidung. Bei Unklarheiten immer den Punkt ganz genau erklären lassen und die Grundlage für diese Aussage zum Nachlesen geben lassen.

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