Welche Private Krankenkasse sollte man meiden?

...komplette Frage anzeigen

10 Antworten

Wichtig wäre erst einmal zu wissen, in welchen Tarif du genau bist.

Ich würde erst einmal eine ausführliche Analyse bei dir machen, bevor ich professionelle Empfehlungen geben könnte. Dafür sind die Informationen einfach zu dünn.

Generell ist ein Wechsel der Versicherung nach so langer Zeit genau zu prüfen. Das hat Nachteile, kann aber auch Vorteile bringen.

Erheblichster Nachteil ist das Eintrittsalter. Die 25 Jahre kann dir keiner wieder geben. Der Verlust der Alterungsrückstellungen ist, abgesehen vom höheren Beitrag durch das höhere Alter, unerheblich. Man profitiert auch im neuen Tarif in vollem Umfang von den dort von allen deines Geburtsjahrganges gebildeten Rückstellungen. Bei einer sehr schlechten Beitragsentwicklung des eigenen Tarifes kann ein neuer Tarif sogar günstiger sein und damit hat man gar keinen Nachteil diesbezüglich. Allerdings ist da auch noch der gesetzliche Zuschlag, der für gleich bleibende Beiträge ab 67 sorgt (falls du diesen nachträglich gewählt hast). Allerdings ist das auch nicht zwingend ein Vorteil, denn wenn man in einem Tarif ist, der pro Jahr um 20% erhöht, sind auch 15 oder 25 Jahre gesetzlicher Zuschlag schnell aufgebraucht. Ab 50 in etwa sollte man diesen Punkt bei einem Wechsel auf jeden Fall genauer beleuchten.

Dennoch sollte die erste Option sein, in der eigenen Gesellschaft nach einer Alternative zu suchen. Das könnte bei der BBKK allerdings schwierig werden, da deren Tarife nicht unbedingt für ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis stehen. Dennoch würde ich das in jedem Fall zuerst versuchen. Bei deiner langen Zugehörigkeit bekommst du vielleicht einen halbwegs ordentlichen Tarif für einen überschaubaren Beitrag. Allerdings müssen sie dir ausschließlich deine bisherigen Leistungen garantieren. Alles andere können sie dir verwehren oder Risikozuschläge verlangen. Lediglich den Basistarif kannst du ohne Gesundheitsprüfung verlangen (der dürfte aber sicherlich keine wirkliche Option sein).

Alles in allem gibt es keine pauschale Antwort auf deine Frage. Es gibt einige Gesellschaften, von denen ich abraten würde, bei allen anderen kommt es auf die Tarife an. Durch die neuen unisex-Tarife hat sich bei vielen Gesellschaften auch der Leistungsumfang verbessert, aber eben nicht bei allen.

Ohne eine ausführliche Analyse und Beratung ist momentan aber nicht mehr zu sagen.

Einen Anbieter-Wechsel kannst du vergessen.

  1. Du verlierst einen Teil der Altersrückstellungen, wenn nicht sogar alle!
  2. Es gilt für den neuen Versicherer dein heutiges Einstiegsalter nicht das von 1989.
  3. Es sind zwingend Gesundheitsfragen zu beantworten.
  4. Es herrscht Vertragsfreiheit. Keine andere PKV muss dich versichern.

Alternative: Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaft gem. § 204 VVG.

Die Frage ist, ob ein Wechsel zu einer anderen Privaten Anbieter überhaupt zu empfehlen ist.

Du hast 25 Jahre Alterungsrückstellungen angespart, die wären bei einem Wechsel futsch, was automatisch längerfristig zu höheren Beiträgen führt.

Außerdem besteht beim Wechsel noch das Problem der Risikoprüfung, zumal ja offensichtlich einige Erkrankungen in der letzten Zeit aufgetreten sind.

Vielleicht ist ja auch ein Wechsel bei der jetzigen Kasse möglich. Stellt sich auch die Frage was die Ursache für die Zahlungen aus der eigenen Tasche sind. Hoher Selbstbehalt, oder ausgeschlossene Leistungen.

Punkt 1.

Eine andere PKV gibt es aufgrund der Vorerkrankungen für Dich nicht (außer Du gehst in den Basistarif). Wenn, kannst Du nur versuchen zurück in die GKV zu kommen. Da wirst Du aber noch weniger Leistungen bekommen, als die, die Du jetzt für notwendig hälst.

Punkt 2.

Die medizinische Notwendigkeit einer Behandlung wird erst dann geprüft, wenn wirklich was außergewöhnliches vorliegt. Vielleicht liegt es da an der selektiveren Auswahl der Ärzte. "Etwas" höhere Rechnungen verursachen auch nicht mehrere tausend Euro. Und es hat sich nicht der Service verschlechtert, sondern Du bekommst nicht alles ausbezahlt, was Du einreichst.

daraus folgt Punkt 3.

Hast Du Dich schon mal gefragt, warum die PKV das nicht als notwendig ansieht? Die werden ja was geschrieben haben dazu. Privatpatienten sind oft nur eine Melkkuh für profitorientierte Ärzte, die einem überflüssige Behandlungen angedeihen lassen.

Ich bin auch bei privat versichert und habe keine derartigen Erfahrungen gemacht. Allerdings habe ich bei vielen Ärzten die Erfahrung gemacht, dass eine diagnostische und behandlungsmäßige Übertherapie durchgeführt wird, nur weil man PKV versichert ist. Insofern muss man sich auch selber immer hinterfragen: Brauchtst das alles?

Leider fehlen den Experten hier zu viele Infos:

- Hast Du hohe Selbstbeteiligungen?
- Wurde die Abrechnung verweigert oder warum musstest Du so viel selbst zahlen?

Generell gehen alle Kassen nach vergleichbaren Prinzipien vor was die Erstattung angeht:

- Kunde versichert?

- Prämie bezahlt?

- Leistung im Vertrag/Tarif gedeckt?

- Versagungsgründe (z.B. Anzeigepflicht verletzt)?

- Selbstbeteiligung? Wenn Ja Abzug!

Es gibt allerdings auch Erfahrungswerte mit Kassen, die jedoch sind meist persönlicher Natur. Ausnahme bildet da eine ungünstige Tarifpolitik mit häufigen Anpassungen wie bei der hier genannten Central. Es gibt da noch einige Unternehmen, aber die hier aufzuführen bringt Dir nichts.
Mein Rat: Such Dir einen gerichtlich zugelassenen Versicherungsberater (der kostet Beratungshonorar) oder zumindest einen, auf Krankenversicherung spezialisierten, Versicherungsmakler.
Dort kann man Dir unabhängig von anderen Interessen helfen den bestmöglichen Versicherer und Tarif zu finden. Denn es gibt beim Wechsel des Vertragspartners mehr zu beachten als Beitrag oder "schlechte" Erfahrungen...

Viel Glück!

In vielen Fällen ist das kein Problem der Krankenkasse sondern des gewählten Tarifs, der eben in gewissen Bereichen Einschränkungen vorsieht oder hohe Selbstbeteiligungen vorsieht! Da sollte man genau drauf achten, was man abschließt

Hallo,

Ich habe im letzten Jahr mehrere Tausend € aus eigener Tasche bezahlt

Welche Hintergründe/Ursachen hat das?

Krankenversicherung als Beamter? Alleinstehend ohne mitversicherte Angehörige?

Gruß

RHW

Was ich an der Beschreibung des Problems mit der bestehenden Versicherung nicht nachvollziehen kann:

WIESO müssen tausende Euro aus eigener Tasche gezahlt werden? Weil Leistungen in Anspruch genommen werden, die nicht versichert sind?

Der Versicherungsvertrag ist doch wohl immer noch derselbe wie vor 25 Jahren. Zumindest kann ihn die Versicherung nicht einseitig ändern - was ja gerade das Schöne an der PKV ist. Die vertraglichen Leistungen sind ein Leben lang garantiert.

Sind Sie also schon immer derart schlecht versichert, dass sie jetzt auf den genannten hohen Kosten sitzen bleiben? Bestreitet die Versicherung die medizinische Notwendigkeit? Oder was ist los?

DerHans 03.01.2015, 14:58

Er hat höchstwahrscheinlich einen hohen Selbstbehalt. Damit hat er viele Jahre Beitrag gespart. Jetzt wo es teuer wird, möchte er gerne wechseln. Das passiert ja wohl häufiger so

0
fgiorgio 03.01.2015, 22:19
@DerHans

Es geht nicht um einen Selbstbehalt, die Versicherung bestreitet Notwendigkeit entgegen inzwischen 4 Gutachten und MRT Ergebnis, ohne selbst begutachtet zu haben.

0

Dann hast du eben "um Geld zu sparen" einen Tarif mit hoher Selbstbeteiligung gewählt.

Wenn du in der Zwischenzeit krank geworden bist, erübrigt sich deine Frage.

Dann kommst du bei einem anderen Versicherer gar nicht mehr unter

Du solltest also auf jeden Fall dann erst einmal sicher stellen, dass du überhaupt angenommen wirst, bevor du auch nur daran denkst zu kündigen. Wahrscheinlich wird das sowieso nichts. Außerdem bist du inzwischen ja auch erheblich älter.

fgiorgio 03.01.2015, 22:21

Ich habe gar keinen Selbstbehalt, das ist wirklich nicht Inhalt der Frage.

0

Einfache Antwort: ALLE

fgiorgio 02.01.2015, 16:59

Guter Punkt, ich prüfe auch die Option einer Gesetzlichen, da ich möglicherweise in die Privatwirtschaft wechseln will. 55 wäre die Altersgrenze.

0
kevin1905 02.01.2015, 23:48
@fgiorgio
ich prüfe auch die Option einer Gesetzlichen, da ich möglicherweise in die Privatwirtschaft wechseln will

Dazu muss auch der Verdienst unter 54.900,- € liegen.

0
DerHans 03.01.2015, 17:37
@fgiorgio

So ist es richtig. Sich aus der Solidargemeinschaft abmelden weil es billiger ist, sobald es dann teuer wird, auf die Solidarität wieder zurück greifen wollen. Hoffentlich wird diese Hintertür wirklich bald geschlossen.

0
Griesuh 04.01.2015, 08:39
@kevin1905

Kevin, stimmt nicht ganz. Du kannst dich auch freiwillig in der GKV versichern, selbst wenn dein Gehalt die Beitragsbemessungsgrenze überschreitet.

1

Was möchtest Du wissen?