Welche politischen Ansichten verfolgen wladimir putin?

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3 Antworten

In der Außenpolitik heißt das erste Ziel: Russland wieder zu einer Großmacht machen wie die damalige Sowjetunion.

Dazu will Russland u.a. eine Eurasische Union unter seiner Führung errichten. Deshalb ist auch die Europäische Union der größte außenpolitische Konkurrent von Russland. Denn die EU ist für viele Staaten sehr attraktiv und viele Ländern möchten beitreten - u.a. auch die ehemaligen Staaten der Sowjetunion. Die Ukraine beispielsweise. Gerade diese Staaten betrachtet Russland aber immer noch als seine Einflusssphäre. Deshalb setzt Putin alles daran, die EU zu schwächen. Und das macht er auf verschiedene Weise: Beispielsweise, indem er alle Ländern einzeln wirtschaftlich abhängig macht, damit jeder Staat ein eigenes wirschaftliches Interesse hat. Oder auch dadurch, dass Russland jegliche europafeindlichen Parteien in Europa unterstützt. Denn wenn Parteien wie der Front National in Frankreich, die Ukip-Partei in GB oder die AfD in Deutschland an die Macht oder ins EU-Parlament kommen, kann die EU ja quasi nur von innen "implodieren" ;)

Und das ist übrigens auch das Motiv von Russland in der Ukraine: Putin weiß ganz genau, dass die EU kein Land aufnimmt, dass derart instabil ist und bei dem die Grenzen nicht geklärt sind. Daher versucht Russland in der Ostukraine, das Land möglichst instabil zu machen :-)

Und das gleiche Motiv sieht man auch in Syrien: Dort hat sich Russland so eingemischt, dass eine Lösung des Konflikts quasi nicht mehr ohne Russland möglich ist. Und genau das wollte Putin. Dort kann er seine Interessen vertreten und Russland wieder zu einem "global player" machen.


Und innenpolitisch möchte Putin möglichst Stabilität herstellen. Die Leute sollen zufriedengestellt sein, damit sich niemand über die korrupten Strukturen und die fehlenden demokratischen Strukturen auflehnt ;) Jegliche Opposition wird auf jede erdenkliche Weise platt gemacht. Wahlen werden gezielt manipulier. Innenpolitisch ist das vornehmliche Ziel eigentlich Machterhalt.

Und ein Ziel ist natürlich, dass es Russland wirtschaftlich gut geht. Aber leider funktioniert das im Moment nicht so gut. Es ist oft so, dass Diktatoren ihr Heil in der Außenpolitik suchen, wenn es dem Land innenpolitisch nicht so gut geht. Und es ist auch tatsächlich so, dass Putin sich eine gewisse Legitimation nach innen sichern konnte, weil er es "dem Westen mal so richtig gezeigt hat" ;)



Ach ja und bezüglich eines Links: Ein Motiv in der russischen Außenpolitik ist der sog. "Eurasianismus". Kreml-Ideologen wie Alexander Dugin verachten das westliche Europa, das von der Europäischen Union und vor allem von demokratischen und freiheitlichen Werten geprägt ist ;) Wenn es nach ihm ginge, würde eine Eurasische Union von Lissabon bis Wladiwostok reichen - unter russischer Führung versteht sich ;)
Hier der Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Eurasismus


Ooommmggg dankeschön. Hast mich geredet. Suche schon 30 min und finde nichts gutes. Hast du das von iwo kopiert oder weisst du das alles

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@mervecoskun

Ich studiere u.a. Politikwissenschaft und interessiere mich generell für die Politik von Russland und verfolge das daher schon eine ganze Weile sehr intensiv :-)

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Die Antwort hätte von den USA persönlich kommen können

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@Schlaubi900

Wenn du Politikwissenschaft studierst, solltest du den Unterschied von "Beweisen" und "Behauptungen" kennen.

Es ist keine Kunst das gleiche zu behaupten, was in unseren Medien behauptet wird.

Dies bezieht sich eher auf "Manipulationswahlen", "Ukraine stabil machen", "Rechte Parteien unterstützen", "fehlende demokratische Strukturen", "Oppositionelle" und "Diktator".

Dem Rest kann ich eigentlich zustimmen, denn nicht jede Regierung oder führende Person ist lupenrein.

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@karapus001

Das sind "Behauptungen", die tatsächlich auch belegt sind:

Die Manipulation bei den Wahlen wurden von unabhängigen Wahlbeobachtern dokumentiert (wie beispielsweise der russischen Organisation "Golos" oder auch von der OSZE).

Russland macht nachweislich die Ukraine instabil. Oder willst du behaupten, dass Russland gar nicht am Krieg in der Ukraine beteiligt ist? So, wie auf der Krim, wo auch zunächst nur Soldaten ohne Hoheitsabzeichen waren, von denen Russland behauptet hat, dass das auf gar keinen Fall russische Soldaten sind, um dann nachher triumphierend zu verkünden, dass es doch russische Soldaten waren? :-)

Russland unterstützt auch nachweislich europafeindliche Parteien in Europa. Der Front National hat sogar mehrere Millionen Euro aus Russland bekommen.

Wie nennst du das, wenn Wahlen gezielt manipuliert werden? "Demokratische Strukturen"? Oder wenn die Opposition ganz gezielt unterdrückt wird? Nur mal empirische Daten: Bei der Wahl 2003 waren noch 44 Parteien zur Wahl zugelassen. Bei der Wahl 2011 waren es nur noch 7. Und das liegt an den repressiven Gesetzesverschärfungen. Ich könnte unzählige nennen. Nur mal ein Beispiel: Es wurde die Bestimmung festgelegt, dass eine Partei zur Registrierung eine Mindestmitgliederzahl von 50.000 aufweisen muss. Dadurch wurde unzählige Parteien zwangaufgelöst, weil sie die Bestimmung nicht erfüllen konnten. Oder: Es wurden regionale Parteien verboten. Oder: Schwachen Parteien wurden zusätzliche finanzielle Bürden aufgelastet, sodass sie sich selbstauflösen mussten, weil ansonsten die Insolvenz gedroht hätte. usw. usw...

Und natürlich ist die Bundeszentrale für politische Bildung seriös, und zwar insofern, als die Beiträge von Wissenschaftlern stammen.
Aber du kannst natürlich auch behaupten, dass die gesamte Politikwissenschaft in Deutschland einer Verschwörung unterliegt und von irgendwem gesteuert ist, um eine "Ideologie zu verbreiten"... *seufz*

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@Schlaubi900

Die Manipulation bei den Wahlen wurden von unabhängigen Wahlbeobachtern
dokumentiert (wie beispielsweise der russischen Organisation "Golos"
oder auch von der OSZE).

Und was soll es denn genau belegen? Weißt du vor allem woher Golos die finanzielle Unterstützung bekommen hat, außer dem russischen Statt? Von  der Europäischen Kommission, US-Behörde für Entwicklungszusammenarbeit und National Endowment for Democracy. Hmm.. ist ja interessant, wieso es nur die pro- Westliche Organisationen sind.

Russland macht nachweislich die Ukraine instabil. Oder willst du
behaupten, dass Russland gar nicht am Krieg in der Ukraine beteiligt
ist? So, wie auf der Krim, wo auch zunächst nur Soldaten ohne
Hoheitsabzeichen waren, von denen Russland behauptet hat, dass das auf
gar keinen Fall russische Soldaten sind, um dann nachher triumphierend
zu verkünden, dass es doch russische Soldaten waren? :-)

Russland macht nicht nachweislich die Ukraine stabil. Die Ukraine hat sich selber instabil gemacht, seit es die Maidan Revolution gegeben hat, bis Janukowitsch verjagt wurde und verfassungswidrig die rechtsextreme Partei an die Macht kam. Auf das war es bezogen, was ich gemeint habe. Das Russland auch dort seine Finger im Spiel hat, ist logisch und dafür braucht man auch keine Belege. Eigentlich in allen Konflikten haben viele Länder ihre Finger im Spiel.

Russland unterstützt auch nachweislich europafeindliche Parteien in
Europa. Der Front National hat sogar mehrere Millionen Euro aus Russland
bekommen.

Und auf was willst du hinaus? Meinst du die Kredite von der russischen Bank. Ja und? Die Bank macht daraus seine Geschäfte. Vor allem ist auch das Problem, dass rechtsextreme Parteien es schwer haben, in solchen Ländern wie Deutschland mehr finanzielle Unterstützung zu erhalten, als die "normale" Unterstützung, die im Gesetz steht.

Wie nennst du das, wenn Wahlen gezielt manipuliert werden?
"Demokratische Strukturen"? Oder wenn die Opposition ganz gezielt
unterdrückt wird? Nur mal empirische Daten: Bei der Wahl 2003 waren noch
44 Parteien zur Wahl zugelassen. Bei der Wahl 2011 waren es nur noch 7.
Und das liegt an den repressiven Gesetzesverschärfungen. Ich könnte
unzählige nennen. Nur mal ein Beispiel: Es wurde die Bestimmung
festgelegt, dass eine Partei zur Registrierung eine
Mindestmitgliederzahl von 50.000 aufweisen muss. Dadurch wurde unzählige
Parteien zwangaufgelöst, weil sie die Bestimmung nicht erfüllen
konnten. Oder: Es wurden regionale Parteien verboten. Oder: Schwachen
Parteien wurden zusätzliche finanzielle Bürden aufgelastet, sodass sie
sich selbstauflösen mussten, weil ansonsten die Insolvenz gedroht hätte.
usw. usw...

Unter demokratischen Struktur verstehe ich noch mehr als das. Vor allem die Gewaltenteilung, was in Russland vorhanden ist.

Und dies belegt immernoch nicht, dass in Russland "Stimmzetteln weggeworfen oder in die andere Partei übertragen wird", nur das es weniger Parteien geworden sind. Übrigens aktuell gibt es 26 Parteien, die zur Wahl zugelassen sind.

Und ich finde es wirklich eine Unterdrückung der Opposition, wenn Schirinowski ( Oppositionspartei ЛДПР ) fast tagtäglich die Regierung kritisieren darf! Er ist einer führenden Oppositionellen.

Und natürlich ist die Bundeszentrale für politische Bildung seriös, und
zwar insofern, als die Beiträge von Wissenschaftlern stammen.
Aber du
kannst natürlich auch behaupten, dass die gesamte Politikwissenschaft
in Deutschland einer Verschwörung unterliegt und von irgendwem gesteuert
ist, um eine "Ideologie zu verbreiten"... *seufz*

Und was macht es besser, wenn es von den Wissenschaftlern kommt? Ich kenne diese "Experten" die immer unterschiedliche Meinungen haben. Rein zufällig gibt es auf der Gegenseite auch Wissenschaftler und auf der anderen Seite auch. Was nun? Beide sind auch in diesem Thema spezialisiert, haben aber verschiedene Meinungen.

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@karapus001

Die Manipulationen wurden nicht nur von unabhängigen Wahlbeobachtern festgestellt, sondern auch von Bürgern. Es gibt unzählige Videos, die das zeigen. Und es kommt wohl auch nicht von ungefähr, dass zehntausende Menschen in Russland nach den Wahlen von 2011 auf die Straße gegangen sind, um gegen die Wahlfälschungen zu demonstrieren.

Die Ukraine und ihre Bürger haben eigenständig beschlossen, dass sie eine pro-europäische Richtung einschlagen wollen. Das ist nicht "sich selbst instabil machen". Das Land wurde erst instabil, als Russland einfach in das Land einmarschiert ist.

Auch die Gewaltenteilung ist in Russland nicht vorhanden. Das fängt ja schon damit an, dass richtige Oppositonsparteien gar nicht ins Parlament kommen. Weil die Hürden extra so gelegt werden.

Und doch: Es gab auch solche Wahlfälschungen. Es wurden bei der Eingabe der Stimmergebnisse einfach viel mehr bei Einiges Russland eingetragen.Genauso gab es Fälle, wo die Wahlkommission nach dem Abschluss des Wahlgangs einfach die Stimmzettel von Nichtwählern ausgefüllt hat. Und es wurden die Wahllisten manipuliert. In manchen Wahllokalen waren die Wahlurnen auch schon gefüllt, bevor die Wahllokale überhaupt geöffnet waren.

Ich kenne in Deutschland keinen Politikwissenschaftler, der die Position vertritt, dass Russland eine Demokratie ist, in der die Wahlen nicht gefälscht werden. Die Wissenschaft arbeitet nach objektiven Methoden und arbeitet mit empirischen Daten. Das ist der Unterschied.

Außerdem vermute ich, dass du ein russischer Troll bist :D Das sieht man schon an deinem Profil. Du antwortest ganz gezielt auf Fragen, die sich um Russland, Putin, die Ukraine usw. drehen. Hört einfach auf mit diesen Desinformationskampagnen und dieser Propaganda. Ihr könnt unsere Demokratie und unsere Freiheit nicht kaputt machen.

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Und übrigens ist bpb nicht wirklich neutral und versucht seine "Ideologie" zu verbreiten.

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Schlaubi, an Vorurteilen mangelt es dir nicht!

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Er ist national im traditonllem Sinne, also so wie Europa es in der ersten Hälfte des 19. Jhdts es war. 

Es besteht der Verdacht, dass er linksbürgerlich ist, also innerhalb des Kapitalismus eine soziale Abfederung vornimmt, als auch aufrechthält. 

Se denkt der Putin:

 - (Politik, Russland, Putin)

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