Welche PKV-Unterlagen für neuen Arbeitgeber erforderlich?

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7 Antworten

Hallo ab1901,

wie hier schon richtig gesagt wurde, stellt sich zunächst die Frage, ob du weiter privat versichert bleiben kannst oder pflichtig in der Gesetzlichen Krankenkasse wirst, denn:

Bei Aufnahme eines Angestelltenverhältnisses mit einem Verdienst unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze (in 2017 = 57.600,00 EUR, bzw. 4.800,00 EUR monatlich) tritt nach dem Sozialgesetzbuch die Versicherungspflicht ein. Darüber informiert dich aber auch dein neuer Arbeitgeber bzw. er würde dich bei einer Gesetzlichen Krankenkasse anmelden.

Solltest du nicht versicherungspflichtig in der Gesetzlichen Krankenkasse werden, benötigt dein Arbeitgeber eine Bescheinigung von deiner privaten Krankenversicherung, damit er dir die Zuschüsse zu deinen Beiträgen zahlen kann.

Dein Arbeitgeber zahlt 50 % des tatsächlich zu zahlenden PKV-Beitrages, maximal aber die Hälfte des durchschnittlichen Höchstbeitrages der GKV (in 2017 sind das für die Krankenversicherung 317,55 EUR und für die Pflegepflichtversicherung 55,46 EUR).

Viele Grüße und alles Gute für deine neue Tätigkeit

Anna vom Barmenia-Team

 

@ab1901,

bitte beachte:  wenn dein Brutto-Jahreseinkommen beim neuen Arbeitgeber unter 57.600 € liegt, musst du dich in der GKV pflichtversichern.

Möglich wäre dann für die PKV eine Anwartschaftsversicherung weiterzuführen (um später wieder in die PKV bei Überschreitung der Jahresarbeitsentgeltgrenze über 57.600 € ohne Gesundheitsprüfung wechseln zu können) und zusätzlich Kranken-Zusatztarife wie z.B. stationäre Behandlung im 2-Bett-Zimmer mit Chefarztbehandlung abzuschließen. 

Nennt sich dann Bedarfsanpassung.

Nur wenn dein Einkommen über 57.600 beträgt kannst du in der PKV bleiben.  Von deiner PKV eine Bestätigung über deine mtl. Beiträge zur Vorlage an den Arbeitgeber anfordern.  Außerdem das Krankentagegeld bei der PKV anpassen (6 Wochen Gehaltsfortzahlung im Krankheitsfall).

Gruß N.U.

Wenn du wegen des Alters privat versichert bleiben musst, erhältst du von deinem Arbeitgeber einen Zuschuss zu deiner Krankenversicherung und musst den Beitrag selbst überweisen.

Du musst deinem Arbeitgeber nur belegen, DASS du krankenversichert bist.

Die erste Frage ist, ob du überhaupt in der PKV bleiben kannst. Wenn du unter der JAEG (57.600€ brutto pro Jahr / 4.800€ brutto pro Monat) verdienst und unter 55 bist, fällst du in die gesetzliche Krankenversicherung zurück. 

Falls du doch in der PKV bleiben kannst, brauchst du die Arbeitgeberbescheinigung in der die Höhe deiner Beiträge mitgeteilt wird, damit du hierfür den Arbeitgeberzuschuss zu deiner Krankenversicherung erhältst. 

Erstmal Dankeschön für die Antworten. Ich habe meine Frage wohl etwas zu unkonkret formuliert. Berechnet sich der Arbeitgeberzuschuß 1.:aus den vollen Beiträgen oder 2.:aus den Beiträgen zur Basisabsicherung? Bei 1.: Genügt dann die Vorlegung des aktuellen Versicherungsscheins? Bei 2.: Benötige ich eine aktuelle Bescheinigung ders Versicherers? Hat vielleicht jemand eigene Erfahrungen gemacht.Ich habe dazu bisher nichts konkretes gefunden.

Bezuschussungsfähig sind die kompletten Beiträge inkl. Wahlleistung bis zum Höchstbeitrag zur GKV. Hierüber gibt es wie in meiner Antwort erwähnt eine extra Bescheinigung welche dir deine PKV ausstellt. 

Die separierten Beiträge zur Basisabsicherung sind nur für die Steuer relevant. 

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Als gebranntes Kind kann ich dir nur von der PKV abraten!

Sofern es möglich ist, solltest du wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren.

Viele Versicherungsvertreter haben da ein paar wichtige Punkte genannt: Altersgrenze von 55 Jahren, Beitragsbemessungsgrenze von 4800 € brutto/Monat …

Solltest du trotzdem in der PKV verbleiben wollen, muss dir deine PKV eine Bescheinigung zukommen lassen, dass du bei ihnen versichert bist. Allerdings zahlt der AG nur das zu, was bezüglich deines Gehalts und der gesetzlichen Vorgaben zu bezahlen wäre! Das sind ggf. sogar weniger als 50 % des monatlichen Beitrags!

Wenn du in einem sozialversicherungpflichtigen Arbeitsverhältnis stehst und du nicht über die Beitragsbemessungsgrenze mit deinem  mtl. Bruttoeinkommen kommst, kommst du wieder in die gesetzliche Krankenversicherung.

Somit musst du dir nun eine gesetzliche Krankenkasse aussuchen.

Ich rate zur Techniker Krankenkasse.

Und selbst, wenn du weiter in der PKV bleiben würdest, da du über der Beitragsbemessungsgrenze liegst, brauch dein Arbeitgeber nichts, denn du müsstet die Kassenbeiträge selbst bezahlen.

Wenn du in einem sozialversicherungpflichtigen Arbeitsverhältnis stehst und du nicht über die Beitragsbemessungsgrenze mit deinem  mtl. Bruttoeinkommen kommst, kommst du wieder in die gesetzliche Krankenversicherung. 

Das ist richtig. Bis auf das Wort Beitragsbemessungsgrenze. Er muss nicht über die BBG sondern über die JAEG (Jahresarbeitentgeltgrenze) kommen um nicht in der GKV versicherungspflichtig zu werdne. 

Und selbst, wenn du weiter in der PKV bleiben würdest, da du über der Beitragsbemessungsgrenze liegst, brauch dein Arbeitgeber nichts, denn du müsstet die Kassenbeiträge selbst bezahlen.

Das ist falsch. Als Angestellter erhält man 50% Arbeitgeberzuschuss auch für seine PKV Beiträge (bis zur max. Höhe des GKV Beitrags). 

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@Griesuh,

du solltest dir merken, dass nicht die Beitragsbemessungsgrenze, sondern die Jahresarbeitsentgeltgrenze maßgebend ist für einen Wechsel in eine private Krankenversicherung.

Diesen Fehler findet man in fast allen deinen Antworten zum Thema PKV oder freiwillige GKV für Arbeitnehmer.

Und selbst, wenn du weiter in der PKV bleiben würdest, da du über der (Text geändert) Jahresarbeitsentgeltgrenze liegst, brauch dein Arbeitgeber nichts, denn du müsstet die Kassenbeiträge selbst bezahlen.

Selbst mit geändertem Text ist diese Antwort - falsch, denn der Arbeitgeber beteiligt sich mit 50 % an den Beiträgen zur PKV und zwar bis zum max. Beitragszuschuss (Arbeitgeberanteil).

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Es ist ja auch möglich, dass er über 55 ist und in die gesetzliche nicht mehr rein kommt.

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