Welche Pille ist am wenigsten gefährlich?

6 Antworten

Hallo,

ich nehme zur Zeit Desirett (ja, auch manche Männer haben eine Gebärmutter). Das ist eine Minipille. Das heißt, dass sie statt Gestagen und Östrogen nur Gestagen enthält. Laut Aussage meiner Frauenärztin und laut der Packungsbeilage ist dadurch das Risiko für Thrombosen - das ist das, was pillenbedingte Lungenembolien, Schlaganfälle, Herzinfarkte etc. auslöst - nur geringfügig erhöht.

Weitestgehend baugleich zu Desirett ist die Cerazette. Beide sind sicher genug, als dass sie auch als Stillpillen bekannt sind: Sie können von Menschen genommen werden, die gerade stillen.

Der einzige Nachteil dieser Präparate ist, dass sie nicht für jeden gleichermaßen geeignet sind. Manche haben dadurch andere Nebenwirkungen, z. B. Stimmungsschwankungen oder empfindliche Brüste. Andere wiederum haben gar keine oder nur sehr wenige Nebenwirkungen; bei mir sind bisher nur Zwischenblutungen und leichte Stimmungsschwankungen aufgetreten. Die Stimmungsschwankungen werden aber immer weniger, je mehr sich mein Körper an die Hormone gewöhnt.

Hast du auch mal "richtiges" Magnesium probiert? Also nicht das homöopathische oder das aus Schüßler-Salzen sondern hochdosiertes Magnesium (min. 300 mg Magnesium pro Tag)? Das wäre auch noch ein Versuch wert. 

Organische Magnesiumverbindungen, wie z.B. Magnesiumcitrat lassen sich vom Körper viel besser aufnehmen als die anorganischen (z.B. Magnesiumoxid), die man in Drogerien oft kaufen kann. 

Lasse dich am Besten mal in der Apotheke beraten, welches Präparat mit einer organischen Verbindung die Voraussetzung erfüllt, dass dein Körper aus einer Dosis 300 mg Magnesium aufnimmt.

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Und wurdest du vom Frauenarzt richtig untersucht, woher die Schmerzen kommen? Vielleicht gibt es ja eine organische Ursache, die man evtl. sogar beheben kann?

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Ich habe damit zwar keine eigenen Erfahrungen, aber hast du dich schon mal mit dem Buch "Regelschmerz ade" beschäftigt? 

Vielleicht ist das ja was für dich?

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Und um nun auf deine Ausgangsfrage zurückzukommen: Pillen mit dem Gestagen Levonorgestrel gehören zu den Pillen der zweiten Generation.

Diese sind "am wenigsten" gefährlich. Aber natürlich erhöhen auch diese Pillen das Thromboserisiko gegenüber der Nichteinnahme. 

Du musst einfach für dich persönliche Nutzen und Risiko abwägen. Je nach Leidensdruck ist eine mögliche Schmerzlinderung das Risiko durchaus wert. Es ist ja trotzdem insgesamt gesehen noch ziemlich gering.

LG

"Viel gefährlicher" ist eine maßlose Übertreibung. Selbst wenn die Pillen der dritten und vierten Generation tatsächlich das Throomboserisiko stärker erhöhen sollten als die Pillen der zweiten Generation (ich bin davon aus verschiedenen Gründen nicht wirklich überzeugt) reden wir immer noch von einem Thromboserisiko, das bei etwa 10 pro 10.000 Frauen liegt.

Du könntest auch sagen 1:1000. Das Risko einer Thrombose unter Pillen der dritten und vierten Generation ist demnach etwa genauso hoch wie das Risiko einer Schwangerschaft bei völlig korrekter Pilleneinnahme.

Das Risiko einer Thrombose in der Schwangerschaft liegt etwa bei 3:1000, also dreimal so hoch wie unter der Pille.

Und dann gibt es da noch die Pillen mit Dienogest oder Chlormadinonacetat, bei denen die Behörden sich immer noch nicht zu einer Aussage durchringen können, ob sie nun das Thromboserisiko stärker beeinflussen oder doch nicht so stark - und das obwohl diese Pillen seit 25 Jahren auf dem Markt sind.

Ja, man sollte auf das Thromboserisiko achten, und man sollte an Frauen mit einem erhöhten natürlichen Thromboserisiko nicht die Pille verordnen. Ich persönlich würde so einer Frau mit Sicherheit auch keine Pille der zweiten Generation verordnen, sondern bestenfalls eine östrogenfreie Verhütung.

Aber man muss eine Frau mit erhöhtem Thromboserisiko dann auch in einer Schwangerschaft besonders überwachen.

Wenn dein Frauenarzt bei dir keine Anhaltspunkte für ein erhöhtes natürliches Thromboserisiko findet, kannst du die Pille, die er dir verordnet, beruhigt nehmen.

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