Welche Personengruppen werden per definition diskriminiert aber derer Diskriminierung wird nicht öffentlich wahrgenommen?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hier denke ich spontan an religiöse Gruppen aller Konfessionen (ich bin katholisch) und dahingehend letzten Endes auch die Zeugen Jehovas. Streng genommen ist es sogar religiöse Diskriminierung, was sich hier in der Gesellschaft ergibt, aber die "Diskriminierten" sollten sich mal auf ihr eigenes Wirken besinnen und sollten sich mal - was sie wohl in ihrer selbstherrlichen Art niemals tun würden - direkt fragen, warum man sie denn "diskriminiert" bzw. warum man sie nicht haben will oder kritisch beäugt ... nur soviel zu dem Thema, ich hab' in all den JAhren nie so viel Falsche und Verlogene bis Bigotte auf einem Haufen/in einem Saal erlebt wie in katholischen oder evangelischen Kirchengemeinden.

Ansonsten: Behinderte, in irgendeiner Weise Stigmatisierte bis rauf zu Leuten, die Krebs hatten und alle, die irgendeiner unausgesprochenen Norm nicht entsprechen, sei es im Bezug auf körperliche oder menschliche Merkmale ... und ein Stück weit auch Ostdeutsche, Russlanddeutsche oder Leute, die einen starken Dialekt sprechen. Ich habe als Jugoslawe auch schon meine Erfahrungen mit Diskriminierung aufgrund meiner Herkunft machen müssen - meist schön subtil; es gab keinen, der mich als "blöden Jugo" oder so beschimpft hat, aber über gängige Klischees, Ausgrenzung, Beleidigungen usw. ist schon viel passiert diesbezüglich.

Mein Vater kommt auch aus Jugoslawien. Ich hab aber noch nie Diskriminierung erlebt. Südländer bildeten damals in der Schule zumindest die Mehrheit weswegen Diskriminierung nicht wirklich gegeben war ^^ ich wurde dann eher gemobbt weil ich 'ne scheisz schuch*el' war.

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@Hikarukun02

Mein Vater kommt aus dem übernächsten Nachbardorf und wurde lange Zeit "ausgegrenzt"; erst durch langes Wirken in der Feuerwehr, dem Fußballverein und Gemeindearbeiten (nicht zu vergessen die langjährige "Assoziation" mit einer Einheimischen) wurde er ein Mitglied der "In-Group". Diskriminierung scheint ein Teil des angeborenen sozialen Artverhaltens zu sein, dass aber glücklicherweise durch kulturelle/soziale/intellektuelle Prozesse überwunden werden kann...

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@PeterJohann

Auf dem Dorf ist das ggf. extrem, stimmt. Ich war mal mit einem Mädchen von einem kleinen Dorf liiert, wenn da 1000 Menschen lebten waren es viel. Wer da nicht im Musikverein, in der FUßballmannschaft oder im Landfrauenbund war, der fand nicht statt.

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Transgender.

In Sachen wie zB Transgender in der Jugend (wegen OP und Hormonen), dürfen die nur an Therapien teilnehmen, wenn es a) ein Gutachten gibt und b) die Eltern mitspielen. Wenn sie es nicht tun, kann es zu schweren psychischen Schäden kommen, wenn man erwachsen ist und endlich selbst entscheiden darf, was man sein will.

Zudem ist es schwierig, alle offiziellen Wege zu gehen, bis man als das wahrgenommen wird, was man ist.

Adoptionsrecht mal dahingestellt, auch in Sachen Modellbranche, TV und co. werden Transgender nur genommen, wenn man gerade so jemanden braucht.

Transgender machen einen sehr geringen Teil in der Gesellschaft aus was manches davon wohl erklärt.

Darüber hinaus, war die Frage nach berechtigter Diskriminierung.

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Interessante Frage, denke ich..., aber könntest Du erklären was Du genau adressieren willst? Z.B. "per Definition diskriminiert" verstehe ich nicht so ganz, weil eine Diskriminierung ja letztlich eine ungerechte/unfaire/unrechte Abgrenzung oder Herabsetzung aufgrund unsinniger Bewertungsmaßstäben darstellt.

Z.B. wenn ein Reichsbürger keine Aufnahme in einem Schützenverein findet, ist das keine Diskriminierung, weil er ein (u.U. strafbares) Fehlverhalten zeigt; ähnlich wäre der Ausschluss von bekennenden Nazis und Holocaustleugnern von einer politischen Veranstaltung.

Oder andersherum, Diskriminierung aufgrund des Geschlechts: Wenn ich per se keine weiblichen Ingenieure oder Naturwissenschaftler einstelle ist das eine klare Diskriminierung; aber wenn ich einen Ingenieur für Arbeiten im Nahen Osten suche, kann ich keine Frau einstellen (egal wie hoch qualifiziert), weil sie ohne männliche Begleitung in den meisten Ländern nicht arbeiten darf.

Das ist ja ein interessantes Beispiel. Ich frag mich ob sowas schonmal vorkam.

Und naja ich meinte eher sowas in Richtung, dass ein Kellner AfD Politiker nicht bedienen will weil sich das Restaurant wahrscheinlich bei dem politischen Mainstream profilieren will.

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@Hikarukun02

Das wird dann richtig kompliziert! Hier geht es ja dann nicht um Diskriminierung per se, sondern um das Abwägen von Grundrechten. Die freie Wahl der politischen Überzeugung/Meinung ist garantiert (innerhalb der legalen Grenzen), aber ebenso ist das Hausrecht des Gastwirtes geschützt.

Die Frage wäre ob es überhaupt Diskriminierung ist, wenn man mit Menschen bestimmten politischen Couleurs nicht an einem Tisch sitzen will? Oder ist das nicht vielmehr der Ausdruck der eigenen, durch die Verfassung geschützten, Meinungsfreiheit?

Ein Wirt geht mit dem Gast keinen Bewirtungsvertrag ein und somit ähnelt die Situation eher dem Bewirten eines Gastes im eigenen Haus. Genau genommen kann ein Wirt jeden Menschen ohne Angabe von Gründen abweisen und dann müssen die Gerichte entscheiden welches Grundrecht höher zu bewerten ist.

Im Fall der politisch begründeten Abweisung würde ich vermuten, dass die Gerichte für den Wirt entscheiden; bei rassistischer Begründung vermutlich dagegen.

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@PeterJohann

Recht, recht, immer nur recht. Was kümmert denn Recht? Was für mich vielmehr zählt wäre doch eher was rechtENS und GErecht wäre. Und wie sowas zu bewerten wäre.

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@Hikarukun02

Dann scheint Dein Rechtsbegriff etwas Besonderes zu sein. Recht ist das was für jeden Menschen gilt und den Umgang unter Menschen regelt, sowie die Rechte verschiedener Menschen gegeneinander abwägt. "Gerecht" und "rechtens" sind eher vage Begriffe, die im Auge des Betrachters liegen.

Ich lebe jedenfalls lieber in einem Rechtsstaat mit klar definierten Begriffen und Gesetzen als in einer Gesellschaft wo die gerade populäre Mehrheitsmeinung (oder der dickste Knüppel) das Recht auslegt.

Davon abgesehen, was siehst Du denn als ungerecht daran, wenn ein Wirt jemanden nicht bedienen will? Du würdest doch auch allein darüber entscheiden wollen wem Du z.B. Dein Auto verkaufst.

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@PeterJohann

Man kann alles als Rechtsstaatlich verkaufen. Ich empfehle die Karikatur ,,Wie Adolf Hitler das Wort 'Legal' in den Mund nimmt'' aus einem damalig zeitgenössischen Magazin.

Aber ja ein Rechtsstaat der allem voran die unveräußerlichen Menschenrechte, und alle davon, schützt wäre/ist wünschenswert.

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@Hikarukun02

Ist es nicht etwas albern einen fest in das westliche Wertesystem eingebetteten Rechtsstaat, der in allem Wesentllichen mit der UN-Menschenrechtskommission konform geht , in irgendeiner Form an der Nazidiktatur zu messen?

Mich würde immer noch interessieren was Du an einem nicht bedienten Kunden ungerecht findest.

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@PeterJohann

Das war nicht meine Intention. Ich wollte nur aufzeigen, dass der Begriff Rechtsstaat nicht wirklich etwas wert wäre ohne, dass dieser Staat die Menschenrechte einhält.

Und naja, es ist ein wenig faul alles auf das Hausrecht zu schieben. Ich denke Diskriminierung geht in der Wahrnehmung des Menschen viel weiter als nur gesetzliche Diskriminierung. Private Diskriminierung sollte auch unterbunden werden in einem Rahmen der halbwegs rational ist. Es geht mir auch garnicht darum, dass ich mich als AfD Parteisoldat belästigt fühle oder sonstwas. Ich möchte jedes mal erbrechen wenn eine AfDose im Bundestag von Marxismus/kommunismus oder überfremdung ect. redet. Es ist einfach unfair aufgrund seiner eigenen Empfindungen und sentiments für schlecht befunden zu werden und auch überhaupt nicht konstruktiv.

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Was bedeutet Blickkontakt zwischen Mädchen und Jungen?

Hey :)

Also vor ca. einen halben Jahr habe ich so einen süßen Typ auf einer Kirmes gesehen. Er hat mich auch wahrgenommen. Ich weiß nicht, ob er sich erinnern kann oder nicht. Ich schon.

Vor ein paar Tagen war ein Fest in der Nähe. Meine Freundin und ich waren dort. Er überraschenderweise auch.

Meine Freundin und ich saßen gerade auf einer Bank und redeten. Ihr müsst euch das so vorstellen: Es gab einen Mittelgang zu der Bühne und wir saßen an der Seite des Mittelgangs, so konnten wir alle sehen, die den Gang entlang liefen.

Auf einmal sah ich ihn wie er mit Freunden da stand. Zu dem Zeitpunkt hatte er mich noch nicht wahrgenommen.

Irgendwann sind sie den Mittelgang entlang gegangen. Ich hab ihn dann kurz angeschaut. Plötzlich hat er dann auch hergeschaut.

Er ist dann den Gang entlang und irgendwann stand er so gut wie gegenüber von mir.

Er war plötzlich in meine Richtung gedreht (er hat zu dem Zeitpunkt auf seine Freunde gewartet, aber warum er in meine Richtung gedreht war verstehe ich nicht) und dann haben wir uns wieder angeschaut. Das waren ein paar Sekunden, dann habe ich weg geschaut, weil ich so erstaunt war, dass er mich angeschaut hat.

Ich glaube, wir haben uns ziemlich gleichzeitig angeschaut. Am Abend habe ich ihn nur noch ein paar Mal gesehen, er mich aber nicht.

Ich wollte jetzt mal fragen, was ihr denkt. Hat er Interesse oder wie ist das? Ich weiß, man kann das nicht genau sagen, weil jeder einen anderen Charakter hat. Würde mich trotzdem über ernst gemeinte Antworten freuen. Danke

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